Was sind Vitalstoffe?

Der Begriff Vitalstoffe ist ein Überbegriff für die Gruppe der Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Synonym dazu wird häufig der Begriff Mikronährstoffe verwendet.

Max Otto Bruker, Begründer der „vitalstoffreichen Vollwertkost“, zählte übrigens noch viele weitere Stoffe zu dieser Gruppe. Seiner Auffassung nach gehören dazu neben Vitaminen, Spurenelementen und Mineralstoffen auch natürliche Enzyme, Aminosäuren, Fettsäuren, Vitaminoide sowie die Gruppe der sekundären Pflanzenstoffe.

Vitalstoffe übernehmen wichtige Funktionen in unserem Körper. So wirken sie beispielsweise im Stoffwechsel (z. B. Eisen, Vitamin B12 und Niacin), beim Immunsystem (z. B. Zink, Vitamin C), bei der Energiegewinnung (z. B. Biotin), der Hormonbildung (z. B. Vitamin B6 und Selen) und vielen weiteren Vorgängen mit. Tatsächlich gibt es keine Körperfunktion, bei der keine Vitalstoffe benötigt werden.


Kann der Körper Vitalstoffe speichern?

Bis auf sehr wenige Ausnahmen (z. B. Vitamin D) kann der Körper selbst keine Vitalstoffe herstellen. Wir müssen sie also durch unsere Ernährung in ausreichender Menge zu uns nehmen. Dabei unterscheidet man zwischen Vitalstoffen, die der Körper speichern kann, und jenen, die täglich zugeführt werden müssen. Während Mineralstoffe wie Calcium und Magnesium gut vom Körper gespeichert werden können, muss zum Beispiel die Gruppe der wasserlöslichen Vitamine sehr regelmäßig aufgenommen werden. Der Grund: Da sich diese Vitalstoffe in Wasser auflösen, werden sie mit dem Urin relativ schnell ausgeschieden. So kann nur eine gewisse Menge von ihnen (z. B. Vitamin C, B-Vitamine) auf einmal aufgenommen werden. Eine pauschale Aussage zur Speicherung von Vitalstoffen ist darum kaum möglich.


Empfehlungen zur Vitalstoffaufnahme

Deutschland, Österreich und die Schweiz haben eine gemeinsame Empfehlung zur täglichen Vitalstoffaufnahme erarbeitet: die sogenannten RDA-Werte. Wir finden sie auf fast jedem Produkt, das wir im Supermarkt kaufen können. Diese Referenzwerte geben an, welche Menge welches Vitalstoffes nötig ist, um bei gesunden Menschen ohne erhöhten Bedarf auf Dauer keine Mangelkrankheit entstehen zu lassen. Anders als oftmals angenommen, definieren sie also keine Höchstgrenze, sondern eher das Minimum der täglichen Aufnahme.

Neben den RDA Werten existieren noch eine Reihe weiterer Empfehlungen. So orientiert sich die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) an eigens erarbeiteten Werten, die sich teilweise deutlich von den offiziellen unterscheiden. Auch die Weltgesundheitsorganisation (WHO) und die Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) geben eigene Empfehlungen heraus.

Einigkeit hingegen herrscht darüber, dass sich die Mindest-Empfehlungen nur an gesunde Menschen ohne erhöhten Bedarf richten. Faktoren, die den Vitalstoffbedarf erhöhen, sind zum Beispiel chronische Krankheiten, regelmäßige Medikamenteneinnahme (wozu auch „die Pille“ zählt), Stress, Schwangerschaft und Stillzeit, Alkoholkonsum oder das Rauchen.


Orthomolekulare Medizin

Die Orthomolekulare Medizin setzt sich mit den Wirkungen der Vitalstoffe auseinander. In der orthomolekularen Medizin werden Vitalstoffen als Einzelstoffe betrachtet und fast immer sehr hochdosiert eingesetzt. Dies ist jedoch nicht ohne Risiko. Eine Weiterentwicklung der orthomolekularen Medizin ist die sogenannte moderne Vitalstofflehre.


Moderne Vitalstofflehre

Die moderne Vitalstofflehre orientiert sich an den Grundlagen der orthomolekularen Medizin. Doch anders als diese, empfiehlt die moderne Vitalstofflehre eine moderate Dosierung der Vitalstoffe. Außerdem sollten sie in ihrem natürlichen Verbund aufgenommen werden, da sich so positive Synergieeffekte einstellen. Das bedeutet, dass sich die einzelnen Stoffe gegenseitig in ihrer Aufnahme und Wirkung unterstützen, wodurch wiederum geringere Dosierungen möglich sind. Ein Beispiel dafür ist das Vitamin C, das – gleichzeitig aufgenommen – dafür sorgt, dass der Körper das Spurenelement Eisen besser verwerten kann.


Health Claims: Wie Vitalstoffe wirken dürfen

Seit dem Jahr 2007 gilt die sogenannte Health Claims Verordnung. Hier wurde auf europäischer Ebene geregelt, welche Wirkungen von Vitalstoffen offiziell aufgeführt werden dürfen. Beispiele für diese Health Claims sind:

  • Vitamin C trägt zu einem normalen Immunsystem bei.

  • Folsäure trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei

  • Vitamin B6 trägt zur normalen psychischen Funktion bei

An diese Formulierungen müssen sich insbesondere Hersteller von vitalstoffhaltigen Lebensmitteln halten. Formulierungen, die eine Verbesserung des Gesundheitszustandes oder gar einer Krankheit in Aussicht stellen, sind seither nicht mehr erlaubt. Dem unterliegen auch Erfahrungsberichte von Kunden. Wirkungen, die über die offiziellen Health Claims hinausgehen, dürfen darum leider nicht von den Herstellern veröffentlicht werden.


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