Nicht immer ist zu wenig Schlaf der Grund für Müdigkeit und Erschöpfung. Oftmals stecken dahinter auch andere Ursachen. Nicht selten sind Müdigkeit und Erschöpfung ein Hinweis dafür, dass dem Körper etwas fehlt.


Symptome und Signale richtig deuten: Wie viel Müdigkeit ist normal?

Müdigkeit ist ein ganz natürlicher Zustand. Normalerweise fühlen wir uns müde, nachdem wir uns körperlich oder auch seelisch angestrengt haben. Durch gesunden Schlaf und genügend Ruhepausen kann sich der Körper in der Regel erholen und neue Energie tanken.

Sind Müdigkeit und Erschöpfung allerdings nicht durch besondere Anstrengung oder Schlafmangel zu erklären, so können diese Symptome auch ein Warnsignal des Körpers sein. Permanente Erschöpfung oder andauernde Müdigkeit sollten auf jeden Fall ernst genommen werden. Meist möchte uns unser Körper ein Zeichen geben, dass etwas nicht in Ordnung ist.


Stress als Ursache für Müdigkeit

Stress ist eine häufige Ursache von Erschöpfungszuständen und Müdigkeit. Denn Stress – vor allem chronischer Stress – versetzt den Körper in dauerhafte Alarmbereitschaft. Doch diesen Zustand kann unser Organismus nur eine gewisse Zeit aufrechterhalten. Sind die Ressourcen erschöpft, fallen wir in ein tiefes Energieloch.

Erschwerend kommt hinzu, dass wir dazu neigen, uns bei Stress ungesund zu ernähren. Schnelle Snacks, Fertiggerichte und Fast Food essen wir eilig im Stehen oder unterwegs. Und das, obwohl Stress den Bedarf an Vitalstoffen – also an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen – sogar noch weiter erhöht. Dann hilft nur, die Speicher wieder zu füllen und an den Ursachen des chronischen Stresses zu arbeiten.


Bei Müdigkeit und Erschöpfung auf die richtige Ernährung achten

Ein dauerhaft anhaltendes Gefühl von Müdigkeit und Erschöpfung könnte auch ein Zeichen dafür sein, dass dem Körper wichtige Vitalstoffe fehlen. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt mindestens 5 Portionen Obst und Gemüse am Tag. Neuste Studien legen sogar sieben und mehr Portionen nahe. Doch tatsächlich schaffen die meisten Menschen im Schnitt gerade mal zwei Portionen.

Achten Sie auf eine gesunde, abwechslungs- und vitalstoffreiche Kost. Konkret sind es die Vitalstoffe Folsäure, Magnesium, Eisen, Niacin, Vitamin B12 und Vitamin B6, die zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung beitragen.


Müdigkeit durch Nährstoffmangel

Laut der Nationalen Verzehrstudie II aus dem Jahr 2008 weist ein Großteil der Deutschen ein Defizit an Folsäure auf. So unterschreiten 79 Prozent der Männer und 86 Prozent der Frauen die Empfehlungen für die Folsäurezufuhr. Folsäure ist ein wichtiges Vitamin – nicht nur für Schwangere - denn es trägt unter anderem dazu bei, Müdigkeit und Ermüdung zu verringern.

Eisen trägt als zentrales Element des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin zu einem normalen Sauerstofftransport und zu einem normalen Energiestoffwechsel bei. Denn das Spurenelement bindet Sauerstoffmoleküle, die von den roten Blutkörperchen durch den gesamten Körper transportiert werden und den Organismus bis in die Zellen hinein mit Sauerstoff versorgen. Sauerstoff wird in den Mitochondrien der Zellen unter anderem zur Energiegewinnung benötigt. Hat der Körper zu wenig Eisen zur Verfügung, so kann auch nur wenig Sauerstoff gebunden werden. Die Folge: Wir fühlen uns schlapp, erschöpft, müde und antriebslos.

Panthothensäure ist ein Vitamin und gehört zur Gruppe der B-Vitamine. Sie spielt als Teil des Coenzyms A ebenfalls eine Rolle im Energiestoffwechsel der Zelle. Mangelerscheinungen können bei Diäten, älteren Personen, bei chronischen Lebererkrankungen und bei hohem Alkoholkonsum auftreten.

Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente wirken selten allein, sondern benötigen sich oftmals gegenseitig, um im Organismus richtig verstoffwechselt zu werden. So erhöht beispielsweise Vitamin C die Aufnahme von Eisen. Zink und Selen schützen die Zellen gemeinsam mit den Vitaminen B2, Vitamin C und Vitamin E vor oxidativem Stress. Daher sollte das Vitalstoffniveau immer möglichst breit angehoben werden – nicht zuletzt, um Ungleichgewichte zu vermeiden.


Erschöpfungszuständen vorbeugen

Erschöpfungszustände sind oftmals auch Begleiterscheinungen von Infekten. Wenn sich unser Körper aktiv gegen etwas zur Wehr setzen muss – beispielsweise gegen Viren und Bakterien – fühlen wir uns müde und erschöpft. Ein Großteil unserer Energie wird dann für unsere Abwehrkräfte benötigt. Alles Wissenswerte rund um unser Immunsystem finden Sie hier.


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