Unter Leistungsfähigkeit versteht man allgemein die Fähigkeit, eine psychische oder physische Herausforderung gut zu meistern. In diesem Artikel beschäftigen wir uns mit der körperlichen Leistungsfähigkeit. Informationen zu psychischen Leistungsfähigkeit finden Sie unter im Artikel Konzentration.

Unsere körperliche Leistungsfähigkeit und Belastbarkeit entscheiden darüber, ob wir im Alltag oder im Sport über längere Zeit hohe körperliche Belastungen stemmen können oder nicht. Dabei spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle: Können wir die Energie, die wir durch Nahrung oder Sauerstoff zu uns nehmen, problemlos verarbeiten und unserem Organismus zur Verfügung stellen? Ist der Körper im Stande, sich nach starker Beanspruchung wieder zu regenerieren und die Speicher wieder aufzufüllen? Und ist das Immunsystem stark genug, um trotz hoher Belastung den Körper gesund zu halten?


Mehr Leistungsfähigkeit: Unsere Muskeln benötigen Energie

Wer Sport treibt oder einen körperlich anstrengenden Arbeitsalltag hat, ist auf das Funktionieren seiner Muskeln angewiesen. Die Hauptenergielieferanten für unsere Muskeln sind Kohlenhydrate, Fette und Proteine. Sie werden durch unseren Energiestoffwechsel verbrannt - der Körper gewinnt dadurch Energie in Form des sogenannten ATP (Adenosin-Tri-Phosphat). Die Energie, die nicht sofort benötigt und umgesetzt werden kann, wird u.a. als Glycogen und Fett gespeichert.

Unser Energiestoffwechsel benötigt aber weit mehr als nur Kohlenhydrate, Fette und Proteine. Zahlreiche Vitalstoffe (Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe) sorgen dafür, dass er reibungslos funktioniert und wir unsere Leistungsfähigkeit effektiv abrufen können. Dazu zählen Biotin, Eisen, Jod, Kupfer, Magnesium, Mangan, Niacin, Vitamin B1, Vitamin B2, Vitamin B12, Pantothensäure, Vitamin B6 und Vitamin C. Sie alle unterstützen unseren Energiestoffwechsel. Von Vitamin B6 profitiert zudem unser Eiweiß- und Glycogenstoffwechsel, Magnesium und Zink helfen dem Energiestoffwechsel ebenfalls bei der Eiweißsynthese.


Energielieferant Sauerstoff

Ein weiterer Baustein zur Energiegewinnung ist Sauerstoff. In der sogenannten „aeroben Energiegewinnung“ verbrennt der Körper Kohlenhydrate mit Hilfe von Sauerstoff, den wir über die Atmung aufnehmen. Die frei werdende Energie wird den Muskeln zur Verfügung gestellt. Hierbei spielt Eisen eine wichtige Rolle, denn Eisen sorgt dafür, dass der Sauerstofftransport im Körper reibungslos abläuft: Eingeatmeter Sauerstoff bindet sich mit Hilfe von Eisen an die roten Blutkörperchen, die dann über das Blut den Sauerstoff im Körper verteilen. Die Zellen und somit auch die Muskeln können ihn so für ihre Energiegewinnung nutzen. Zusätzlich dazu kann Vitamin C die Eisenaufnahme des Körpers erhöhen, Kupfer unterstützt den Eisentransport zu den Zellen und Vitamin B2 trägt zu einem normalen Eisenstoffwechsel bei.

Aber auch Elektrolyte spielen für unsere Zellen und damit für unsere Leistungsfähigkeit eine wichtige Rolle, da sie u. a. Wasser binden und somit den Druck in unseren Zellen stabil halten. Sportler wissen, wie wichtig Elektrolyte für die Leistungsfähigkeit sind. Magnesium kann hierbei helfen, denn es trägt zum Elektrolytgleichgewicht im Körper bei.


Regeneration und Erholung nach der Anstrengung

Wurden Körper und Muskeln stark beansprucht – sei es durch Training oder einen anstrengenden Alltag – gilt es, dem Körper Zeit zur Regeneration und Erholung zu geben. Denn sind die Energiespeicher leer, müssen sie wieder aufgefüllt werden. Auch hierbei kann unser Körper von Vitalstoffen, also Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen, profitieren: Eisen, Folsäure, Magnesium, Niacin, Vitamin B12, Vitamin B6, Vitamin C, Pantothensäure unterstützen die Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung.


Wichtige Stoffe für Widerstandskraft und Prävention

Wie leistungsfähig wir sind und ob wir die benötigte Leistung abrufen können, ist selbstverständlich auch abhängig davon, ob und wie gesund wir sind. Gerade nach starken Phasen der Belastung, vor allem in den kalten und feuchten Jahreszeiten, ist unser Körper anfällig für Krankheiten und Infekte. Daher ist auch unser Immunsystem und eine sinnvolle Prävention von großer Bedeutung für Leistungsfähigkeit in Alltag und Sport. Eisen, Folsäure, Kupfer, Selen, Vitamin B12, Vitamin B6, Vitamin C, Vitamin D und Zink leisten hierfür wertvolle Dienste, denn sie unterstützen unser Immunsystem.

Nach dem Sport sollte man u. a. darauf achten, seine Zellen mit Vitamin C zu versorgen, denn es unterstützt das Immunsystems auch während und nach intensiver körperlicher Betätigung. Und Kupfer, Mangan, Vitamin B2, Selen, Vitamin C, Vitamin E und Zink helfen, die Zellen vor oxidativem Stress zu schützen.


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