Kaum etwas liegt uns mehr am Herzen als die Gesundheit unserer Kinder. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Diese umzusetzen ist aber meist alles andere als ein Kinderspiel. Besonders in den ersten Lebensjahren ist Essen oft ein unliebsames Dauerthema. Doch Wachstum und Entwicklung benötigen viele Vitalstoffe – also Vitamine, Spurenelemente und Mineralstoffe.


Das kindliche Essverhalten verstehen

Leider sind die wenigsten Kinder für die logischen Erklärungen über eine gesunde Ernährung empfänglich. Sie essen, worauf sie gerade Appetit haben. Schließlich leben sie im „Hier und jetzt“.

Dazu kommt, dass Kinder über eine Art genetische Essbremse verfügen. Diese sogenannte „Food Neophobia“ bewirkt, dass Kinder neue, ihnen unbekannten Lebensmitteln erst einmal ablehnen und Altbekanntes bevorzugen. Evolutionär gesehen gleicht dies einer Lebensversicherung, denn sie hindert das Kind daran, alles Mögliche hinunter zu schlucken – es könnten ja auch giftige Früchte oder Beeren darunter sein.


Die Vorbildfunktion der Eltern

Ein wichtiger Schritt hin zu einer gesunden Kinderernährung ist das Vorbild der Eltern. Sie sollten eine gesunde Ernährung vorleben und nicht nur predigen. Essen die Eltern kein Obst oder kein Gemüse, so könnte das dem Kind signalisieren, dass in diesen Lebensmitteln eine Gefahr steckt.

Kinder erachten das als normal, was die Eltern vorleben. Das gilt übrigens auch für den Geschmacksinn. Auch er wird über die Familienernährung geprägt. Werden beispielsweise für das Familienessen industriell hergestellte Fertiggerichte bevorzugt, so prägt das den Geschmack – und übrigens auch den Stoffwechsel – des Kindes.


Vitalstoffe für wichtige Körperfunktionen

Immunsystem, Stoffwechsel, Knochen, Herz, Konzentration – diese und alle anderen Funktionen des Körpers sind auf eine umfassende Versorgung der Zellen mit allen wichtigen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen angewiesen. Denn die Zellen sind die zentralen Bausteine unseres Lebens.


Wichtige Vitamine

Vitamin C, das beispielsweise reichlich in Zitrusfrüchten, aber auch in Spinat, Brokkoli oder Paprika enthalten ist, hilft vor allem dem Immunsystem und dem Zellschutz. Vitamin D ist wichtig für die Knochen und wertvoller Helfer für die Abwehrkräfte. Es ist das einzige Vitamin, das unser Körper unter gewissen Voraussetzungen selbst bilden kann. Dazu sind jedoch längere Aufenthalte in der Sonne während der Sommerzeit notwendig. Im Winter sind die Vitamin D Speicher des Körpers daher oft leer. Folsäure, ein Vitamin aus der Gruppe der B-Vitamine, ist nicht nur während der Schwangerschaft sondern auch danach noch wichtig für das Wachstum. Es hat eine Funktion bei der Zellteilung.


Spurenelemente – kleine Menge, große Bedeutung

Spurenelemente sind eine Untergruppe der Mineralstoffe. Obwohl sie nur in sehr kleinen Mengen im Körper vorkommen, sind sie für uns lebenswichtig. In beinahe allen Vorgängen in unserem Organismus sind sie beteiligt. So unterstützt Eisen unter anderem die Konzentrationsfähigkeit. Wichtige Eisenlieferanten sind Spinat, Hülsenfrüchte oder Haferflocken. Zink ist ein wertvoller Helfer des Stoffwechsels. Das Spurenelement unterstützt den Fettstoffwechsel, den Kohlenhydrat-Stoffwechsel sowie die Verstoffwechselung von Makronährstoffen. Es ist unter anderem in Kernen, Nüssen, Samen und Käse enthalten.


Sekundäre Pflanzenstoffe – die heimlichen Stars

Auf den Teller sollte mehrmals täglich Obst und Gemüse in möglichst vielen verschiedenen Farben. Warum? Der Grund sind die sekundären Pflanzenstoffe. Sie sind neben Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen die heimlichen Stars einer gesunden Ernährung. Pflanzen, Früchte und Beeren tragen dabei eine ganz spezifische Kombination von mehreren hundert Stoffen in sich, die in ihrer großen Vielfalt immer zusammenwirken. Mehr zu den sekundären Pflanzenstoffen erfahren Sie hier.

Übrigens: Vitamine und Spurenelemente wirken nur selten alleine. Sie brauchen sich oft gegenseitig, um im Organismus richtig verstoffwechselt werden zu können. Daher sollte darauf geachtet werden, dass das Niveau gleichmäßig gehoben wird.


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