Bananen sind Grundnahrungsmittel in vielen Regionen der Erde. In Deutschland isst jeder durchschnittlich etwa 13 kg der süßen Frucht pro Jahr. Die Banane hält die Rekorde für den höchsten Kalium- und Kohlenhydratgehalt aller Früchte und ist somit ein optimaler Energielieferant.


Eigenschaften und Allgemeines zur Banane

Die Banane (Musa mannii x paradisiaca), veraltet auch als Adamsfeige bezeichnet, ist eigentlich eine Beere. Eine genetische Ähnlichkeit und familiäre Bande bestehen unter anderem mit Gurken, Tomaten und Kürbissen.

Es gibt über 1000 verschiedene Bananensorten. Doch nur wenige davon werden exportiert und gelangen in den weltweiten Handel. Man unterscheidet zwischen Obstbananen, Dessertbananen, Gemüsebananen, Kochbananen und Textilbananen. In Europa ist die Obstbanane am üblichsten. Die bekannteste und am weitesten verbreitetste Sorte ist "Cavendish".

In Asien und Afrika ist die Gemüsebanane am häufigsten vertreten und nimmt dort einen wichtigen Platz als Grundnahrungsmittel ein. Gemüsebananen sind roh nicht verzehrbar und werden daher normalerweise gekocht oder frittiert. Die Textilbanane wird nicht zum Verzehr angebaut, sondern dient – wie der Name vermuten lässt – zur Textilherstellung und Weiterverarbeitung zu praktischen Gütern. Die großen und stabilen Bananenblätter werden in Südostasien und anderen Anbauländern gerne als Garnitur und Tellerersatz oder als aromagebende Back- und Grillhülle verwendet.

Bananen wachsen auf Bananenstauden und gehen aus den Blüten dieser hervor. Eine Bananenstaude wird normalerweise zwischen drei und sechs Meter hoch, in Ausnahmefällen auch bis zu neun und erinnert optisch an Palmen. Neben der farbenprächtigen und großen, männlichen Blüte gibt es viele weibliche Blüten an der Staude. Aus den weiblichen Blüten gehen die "Büschel", die schweren Bananenfruchtstände hervor, an denen sich zwischen 6 und 20 "Hände", die einzelnen Reihen des Büschels, befinden. An den "Händen" wiederum hängen die "Finger", die einzelnen Fruchtkörper mit ihrer charakteristischen Krümmung. Diese lässt sich damit erklären, dass die Banane erst hormonbedingt nach unten wächst und sich dann nach oben Richtung Sonne biegt. Je nach Sorte und Wachstumsbedingungen hängen an einer Staude bis zu 300 einzelne Bananen.

Bis zur Ernte einer Staude kann es eineinhalb Jahren dauern und sie markiert auch das Ende des Haupttriebs, da jede Bananenpflanze nur ein einziges Mal Früchte ausbildet. Die Pflanze bildet jedoch Ersatztriebe, aus welchen dann die nächsten Bananenpflanzen hervorgehen. 


So lagern Sie Bananen richtig

Bananen sollten – im Gegensatz zu fast allen anderen Früchten – nicht an ihrer Staude ausreifen. Dort platzen sie auf, werden mehlig und weniger schmackhaft. Sie werden daher überall grün geerntet.

Bevor die Bananen verkauft werden können, müssen sie aber nachreifen. Dazu werden sie in speziell entwickelten Kühlkammern gelagert und bilden ihre gelbe Färbung und den leckeren, süßen Geschmack aus. Dies rührt daher, dass sich die Fruchtstärke in Zucker umwandelt und sich das Aroma entfalten kann.

Die Lagerung von Bananen zuhause unterscheidet sich je nachdem, wie reif sie gekauft werden. Allgemein eignet sich eine Temperatur von 12-14 Grad und eine möglichst hängende Position am besten. Unter 10 Grad werden sie schneller braun und verlieren an Nährstoffen und Geschmack. Sie sollten daher nie im Kühlschrank liegen.

Achten Sie auch darauf, Ihre Bananen nicht in der Nähe von Äpfeln oder Birnen zu lagern, da diese durch ihre Ethylenausscheidungen schnell zu weichen, braunen Stellen führen. Zitrusfrüchte als Nachbarn hingegen sind kein Problem und können sogar zu einem besseren Bananenaroma beitragen.

Haben die Bananen kleine braune Stellen an der Schale, hat das keinen negativen Einfluss auf den Genuss. Im Gegenteil: Oft schmecken diese reifen Bananen sogar am besten und sind optimal verdaulich!


Geschichte und Verbreitung der Banane

Die Banane gilt als eine der ersten und ältesten Kulturpflanzen der Welt. Erste Berichte über sie finden sich schon in indischen Schriften aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Doch Botaniker konnten die Verbreitung von Bananenstauden schon früher, zum Ende der Eisenzeit, belegen.

Ursprünglich stammt die Banane wohl aus Südostasien, aus Ländern wie Malaysia und Thailand. Arabische Seefahrer verbreiteten sie einige hundert Jahre nach Christus in afrikanischen Gebieten und dem arabischen Raum. Der Begriff „Banane“ leitet sich vom arabischen "banan" ab, was "Finger" bedeutet. Nach Amerika gelangte die Frucht erst im 15. bis 16 Jahrhundert an Bord der Schiffe portugiesischer und spanischer Entdecker.

In Europa dauerte es bis ins späte 19. Jahrhundert bis die gelbe Frucht ankam. Von da an wuchs ihre Beliebtheit aber stetig und rasant an. Für den in Deutschland bis heute anhaltenden "Bananen-Boom" ist Ex-Bundeskanzler Konrad Adenauer mitverantwortlich. Er setzte 1957 bei der Gründung der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft Zollfreiheit für die Banane durch und kurbelte so den Handel an. Heute hält die Banane den Rekord für die Frucht mit dem größten Welthandelsvolumen. Doch nur ein Fünftel dieses Volumens machen die Dessert- oder Obstbananen aus. Den weitaus größeren Handelsanteil beanspruchen die Koch- und Gemüsebananen für sich.

Bei den Dessertbananen haben sich im kommerziellen Vertrieb nicht die Sortenbezeichnungen sondern Markennamen durchgesetzt. Diese verweisen häufig auf die Anbauregionen. Beispiele hierfür sind die bekannte "Chiquita", "Tyffes" oder auch "Onkel Tuca".


Inhaltsstoffe und Verwendungsmöglichkeiten

Durch ihren hohen Gehalt an Fruchtzucker ist die Banane ein optimaler Energielieferant. Sie hat mit etwa 22 Prozent den höchsten Kohlenhydratgehalt aller Früchte. Das sind in etwa 85-95 Kalorien pro 100g. Gerade Sportler essen daher gerne Bananen für einen schnellen Energieschub.

Bananen haben einen geringen Fettgehalt und bestehen zu 70 Prozent aus Flüssigkeit. Die Banane ist das Obst mit dem höchsten Kaliumgehalt aller Früchte. Eine einzelne Banane enthält ungefähr 350 mg Kalium, was den Tagesbedarf eines Erwachsenen zu 20 Prozent deckt. Kalium ist für die Funktion von Muskeln und Nerven sowie für die Energiegewinnung wichtig.

Der Anteil an Vitaminen ist ebenfalls einzigartig: Die Banane ist die einzige Obstsorte, die bis auf Vitamin B12 alle Vitamine des B-Komplexes in sich vereint. Das kommt sonst eigentlich nur bei tierischen Produkten vor. Folsäure und Vitamin E sind ebenfalls vertreten. Außerdem besitzt sie einen hohen Vitamin-A und Vitamin-C-Gehalt.

Verschiedene Spurenelemente wie Selen und Phosphor sind ebenfalls in erwähnenswerten Mengen enthalten. Ebenso Mineralstoffe wie Calcium, Eisen, Kupfer und besonders Magnesium. Magnesium trägt zur Verringerung von Müdigkeit bei, und kann müde gewordene Muskeln unterstützen. Gleichzeitig hat die Banane den geringsten Kochsalzgehalt aller Obstsorten.

Der Gehalt aller Inhalts- und Nährstoffe kann je nach Wachstumsbedingungen, Reifegrad und sonstigen Züchtungsverfahren schwanken. Auch der Transportweg spielt eine wichtige Rolle beim Erhalt der gesunden Inhaltsstoffe.

Beim Kauf sollten Sie zudem Bio-Bananen vor konventionell angebauten bevorzugen. Viele Untersuchungen und Studien warnen vor den erhöhten und potentiell gesundheitsschädlichen Pestizidbelastungen an den Bananenschalen. Nach dem Kontakt mit konventionellen Bananen sollten Sie sich daher immer die Hände waschen. Kinder sollten konventionelle Bananen nicht selber schälen, sondern direkt das „ausgepackte“ Fruchtfleisch zu essen bekommen. So kommen sie erst gar nicht in Kontakt mit den Pestiziden. Die Kombination aus Fairtrade und Bio garantiert Pestizidfreiheit sowie Nachhaltigkeit beim Anbau.


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