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Superhelden­wissen

Was tun mit mäkeligen Essern? Wie lässt sich Zucker reduzieren? Und geht’s auch mit weniger Fleisch? Wir haben hier viele Tipps, Tricks & Informationen für Euch. Und jede Woche kommen mehr Artikel hinzu!

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Zuckerfrei mit Kindern – so geht’s ganz leicht

Zucker im Alltag reduzieren und trotzdem schmeckt es allen? Die zwei Mamas und Autorinnen Elisa Täufer und Loreen Eiffler plädieren für einen gesunden Umgang mit Zucker. Und sie verraten uns ihre ganz persönlichen Tipps & Tricks, wie ihr bei euren Kindern Zucker Zucker reduzieren bzw. weglassen könnt, ohne dass sie auf die Barrikaden gehen.

Dieser Text stammt von Elisa Täufer & Loreen Eiffler. Sie sind unsere #superheldenfutter-Expertinnen für eine zuckerfreie Ernährung von Kindern. Die beiden Mamas, Autorinnen, Bloggerinnen (https://www.fraeulein-immersatt.de/ und https://www.instagram.com/fraeulein_immersatt/) helfen euch mit ihrem Wissen, ihren Tipps und Rezepten, zucker- und zeitgleich frustfrei den Alltag zu bestreiten. „Bei uns gibt es keine Verbote, aber wir wünschen uns, das Naschen zu dem wird, was es einst war, nämlich etwas ganz Besonderes“. Ihr aktuelles Buch „Zuckerfrei mit Kindern“ ist im riva-Verlag erschienen.

Eine Kindheit ohne Schokoriegel, Eis vom Kiosk oder das obligatorische Weingummi bei Oma, kaum vorstellbar, oder? Aber warum eigentlich? Warum ist es in unserer Gesellschaft das Normalste von der Welt, dass Kinder Unmengen an Süßigkeiten essen, Tag für Tag viel zu viel. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt Kindern höchstens sechs Teelöffel Zucker am Tag. Nur zum Vergleich, eine Dose vom geliebten Softdrink enthält bereits 10 Teelöffel Zucker.

Immer mehr Menschen möchten sich ausgewogen, natürlich und gesund ernähren. Und auch wenn wir alle wissen, dass die Ernährung von unseren Kleinsten doch am wichtigsten ist, sind es dann doch gerade sie, die im Alltag an jeder Ecke mit Süßigkeiten und Zucker konfrontiert werden. Ob im Restaurant, im Zoo, im Kino… diese Liste könnte ewig so weitergeführt werden. Und es sind nicht nur die besonderen Ereignisse, an denen es etwas Besonderes sein darf. Selbst der tägliche Gang durch Deutschlands Supermärkte wird für Eltern zu einer Geduldsprobe und großen Herausforderung. An jeder Ecke stehen bunte Zuckerbomben, die dann auch noch mit Helden aus der Kindheit werben. Wenn du es bis zur Kasse geschafft hast, knickt man doch gerade dort schnell ein, wartend in der Schlange und beobachtet von allen.

Und dennoch, gibt es Möglichkeiten und Strategien, wie Sie Süßes im Alltag reduzieren können. Wir sind selbst Mamas und kennen all das Beschrieben nur zu gut. Aber wir nehmen diese Herausforderung an, jeden Tag aufs Neue. Du fragst dich jetzt vielleicht, wie genau ein zuckerfreier Alltag bei uns aussieht? Hier kommen unsere besten Tipps:

Komplett zuckerfrei? Es geht auch schrittweise!

Zu aller erst einmal verbieten wir unseren Kindern keinerlei Lebensmittel. Ein erhobener Zeigefinger und eine zu dogmatische Herangehensweise halten wir ganz klar für den falschen Weg. Es ist weder praktikabel noch umsetzbar und vermittelt dem Kind für uns das falsche Gefühl. Wir möchten nicht, dass unsere Kinder in dem Glauben aufwachsen, sie dürften bestimmte Dinge gar nicht essen, sondern viel mehr, dass wir Ihnen im Handumdrehen eine gute Alternative bieten können. Deshalb auch unser erster Tipp an dich, wenn du dem Zucker den Kampf ansagen möchtest, starte Schritt für Schritt. Dein Vorhaben gesünder leben zu wollen, ist toll, aber sei nicht zu streng mit dir und deiner Familie. Starte doch zum Beispiel bei euren Getränken und gehe erst dann zu euren Mahlzeiten über.

Gesunde Alternativen in der Tasche

Ein weiterer wichtiger Tipp von uns: Sei vorbereitet. Zuckerfallen lauern eben überall, auch da, wo du sie vielleicht gar nicht erwartest. Es lohnt sich also, eine gesunde und trotzdem süße Alternative in der Tasche zu haben. So vermeidest du in vielen Fällen große Diskussionen.

Sei konsequent - trotzdem sind Ausnahmen erlaubt

Es gibt immer Ereignisse, wie zum Beispiel Kindergeburtstage, Familienfeste und Feiertage, bei denen auch wir sagen: Hier und heute ist natürlich ein Stück Kuchen oder Torte völlig ok. Damit natürlich nicht jeder Besuch bei Oma, Freunden oder Bekannten zu einer solchen Ausnahme wird, ist es unheimlich wichtig, dass du dich einmal erklärst. Die Menschen in eurem Umfeld sollten wissen, dass ihr den Zucker reduzieren möchtet. Vielleicht macht es gerade bei den Großeltern auch Sinn, etwas tiefer in die Materie einzusteigen - die Gefahren von Zuckerüberkonsum zu erklären und Ihnen bewusst zu machen, dass Enkelkinder nicht nur mit Süßigkeiten verwöhnt werden können. Gemeinsame Zeit oder auch das Testen von gesunden Rezepten sind doch mindestens genauso gut.

Du bist das Vorbild für deine Kinder

Bleib deiner Überzeugung treu, aber lass auch andere Meinungen zu und versuche nicht dein gesamtes Umfeld zu belehren. Denk viel mehr daran, dass DU es bist, die das größte Vorbild für deine Kinder darstellt. Kinder lernen durch Nachahmung und die eigenen Eltern werden nun mal am aller meisten beobachtet und kopiert. Also, gehe mit gutem Beispiel voran und zeige wie lecker und süß eine Welt ohne Zucker sein kann. Bei dieser Entdeckungsreise kannst du deine Kinder auch super integrieren.

Kindgerecht erklären

Wir erleben es leider oft, dass Kinder doch das ein oder andere Mal, unterschätzt werden. Viel früher als wir glauben, können sie sehr gut verstehen, welche Lebensmittel Ihnen guttun und welche eben auch nicht. Mit Banane, Datteln oder Nüssen können Kinder besser klettern oder haben mehr Ausdauer beim Fußball – mit kindgerechten Erklärungen realisieren Kinder schnell, was ihr Körper benötigt, um stark und fit zu sein.

Der Geschmackssinn lässt sich umtrainieren

Und trotzdem, es bleibt natürlich ein neuer Weg, der am Anfang vielleicht etwas holprig sein kann. Anfangs kann es auch sein, dass dir zuckerreduzierte Rezepte noch nicht ganz so gut schmecken, aber als kleine Hilfestellung, es dauert tatsächlich nur ca. zwei bis drei Wochen und dein Geschmackssinn wird sich verändern. Manche Gerichte werden dir und deiner Familie ganz automatisch auf einmal viel zu süß erscheinen und du lernst im Handumdrehen die natürliche Süße von Lebensmitteln neu kennen.

Ihr seht, es ist gar nicht schwer, seinen Alltag zuckerbewusst zu gestalten. Und wir können dir aus eigener Erfahrung sagen: Es lohnt sich, den Zucker in deinem Leben zu reduzieren. Du wirst die Veränderungen merken - bei dir, aber auch bei deinen Kindern. Unabhängig davon, dass ihr euren Körper langfristig gesund haltet, bemerkst du sicher auch zahlreiche andere positive Veränderungen. Ausgeglichenheit, ein besserer Schlaf und höhere Konzentrationsfähigkeit waren bei uns nur einige von zahlreichen Nebenwirkungen eines zuckerfreien Lebens. Auch kleinere Erkältungen oder Ähnliches sind hier die absolute Ausnahme geworden.

Und ist es nicht das, was wir uns für uns selbst, aber noch viel wichtiger für unsere Kinder wünschen? Einen gesunden, starken Körper, mit dem sie spielen, lachen und unbeschwert ihre Kindheit genießen.

Bildnachweis: Shutterstock1388543444, Larisa Bakina