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Wasserkefir – was kann das Trend-Getränk?

Wasserkefir ist schnell gemacht und noch dazu eine leckere Erfrischung. Aber ist er auch gesund?

Lecker, aber auch gesund? Wasserkefir wird auch als “kleiner Bruder” des Kombuchas bezeichnet und soll wie Sekt schmecken. Das perlende Getränk enthält Bakterien und Hefen und lässt sich einfach zu Hause herstellen.

  • Wasserkefir wird ähnlich wie Kombucha mithilfe von speziellen Bakterienkulturen hergestellt, ist aber viel schneller fertig. Statt zwei Wochen gärt Wasserkefir nur ein bis drei Tage.
  • Der im Wasserkefir enthaltenen Milchsäure wird eine positive Wirkung auf den Darm nachgesagt.
  • Wasserkefir – die gesunde Limonade? Ganz ohne Zucker geht es nicht, aber der Kefir enthält im Schnitt weniger Zucker als Limonade.

Was ist Wasser-Kefir?

Wasserkefir ist ein Getränk, das mithilfe von Bakterien und Hefen in einem Gärprozess (ähnlich wie bei Kombucha) hergestellt wird. Hierfür braucht man eine spezielle Kultur, die man online oder manchmal auch im Bioladen kaufen kann.

Weiß, klein und rundlich: Wasserkefir-Kulturen sehen aus wie Salz.

Wasserkefir-Kulturen sehen aus wie Salzkristalle.

Die Wasserkefir-Kultur besteht aus Kefir-Kristallen: weiße, fast durchsichtige, kleine kugelige “Steinchen”, die wie Kristalle aussehen. Teilweise wird Wasserkefir auch als Japankristall bezeichnet. Seltener wird die Bezeichnung “Japanische Meeresalge” verwendet.

Das fertige Getränk hat ein süß-säuerliches, leicht fruchtiges Aroma und perlt fein. Manche vergleichen den Kefir sogar mit Sekt! Derzeit erlebt das Getränk geradezu einen Boom – vielleicht auch weil man es im Gegensatz zu Kombucha, der bis zu zwei Wochen gären muss, viel schneller herstellen kann.

Wie gesund ist Wasser-Kefir?

Wasserkefir – die bessere Limonade? Fermentierte Getränke wie Kombucha und Wasserkefir werden manchmal als gesunde Alternative zu anderen Erfrsichungsgetränken angepriesen. Oder sind sie doch nur fermentiertes Zuckerwasser? Fakt ist: Im Vergleich zu Limonade enthält Wasserkefir weniger Zucker. Die im Japankristall enthaltenen Kulturen wandeln einen Teil des zugesetzten Zuckers in Alkohol und Kohlensäure um. Der Alkohol-Gehalt liegt im fertigen Kefir bei etwa 0,2 bis 2 Prozent. Der Alkohol wiederum wird von Bakterien teilweise in Milchsäure umgewandelt, der eine positive Wirkung auf unseren Darm nachgesagt wird.

Unser Tipp: Wenn Sie den Zuckergehalt minimieren möchten, lassen Sie den Ansatz statt ein bis zwei Tage lieber drei bis vier Tage gären. Denn je länger der Kristall arbeiten kann, umso mehr Zucker wird verbraucht und desto mehr Milchsäure entsteht im Getränk. Und: Nehmen Sie von vornherein nicht zu viel Zucker. Mehr als 3 bis 4 EL pro Liter müssen es nicht sein.

Wasser-Kefir selber herstellen – so geht’s

Sie möchten Wasserkefir probieren? Dafür brauchen Sie einige Japankristalle und Wasser. Dazu kommt etwas Zucker als “Futter” für die Hefekulturen und Milchsäurebakterien. Das die Mikroorganismen anfangen zu arbeiten, merkt man schnell an den sich bildenden Bläschen. Schon kurze Zeit nachdem der Japankristall mit Wasser angesetzt wird, fängt er an zu “arbeiten” und Sie können die entstehende Kohlensäure beim Aufsteigen beobachten. Was den beliebten Kefir auszeichnet, ist auch seine Geschmacksvielfalt. Sie können den Wasserkefir-Ansatz ganz nach Ihren Vorlieben, z. B. mit Zitrone, Kräutern oder Ingwer, verfeinern. Verschlossen an einen warmen Ort gestellt, können Sie bereits nach einigen Tagen Ihr Wasserkefir-Getränk trinken!

Das Rezept: Für 1 Liter Wasserkefir benötigen Sie:

  • 2 EL Wasserkefir-Kristalle
  • 1 Liter Wasser
  • 3-4 EL Zucker
  • nach Belieben 1-2 Scheiben Zitrone, Ingwer, Kräuter

Die Zubereitung geht schnell und einfach:

Lösen Sie zunächst den Zucker im lauwarmen Wasser (kein heißes Wasser!) auf und geben das Ganze in ein verschließbares Gefäß. Anschließend die Wasserkefir-Kristalle zufügen und nach Belieben weitere Zutaten zum Aromatisieren. Den Ansatz an einen warmen Ort stellen. Nach 1 bis 3 Tagen erhalten Sie ein leckeres Getränk, das Sie nach dem Filtern sofort trinken können. Je länger die Gärzeit, desto saurer der Geschmack und desto höher der Milchsäure-Gehalt. Praktisch für alle Wasserkefir-Fans, die auf den Geschmack gekommen sind: Bei guter Pflege können Sie die Kefir-Kultur immer wieder verwenden – ein Leben lang.

Woher stammt Wasser-Kefir?

Die Herkunft ist nicht eindeutig geklärt. Es wird vermutet, dass der Kefir seinen Ursprung in Asien hat und dann seinen weg über England nach Europa fand. Wahrscheinlich brauten die Engländer bereits das berühmte Ginger Root Plant, eine Ingwer-Limonade, mit Wasserkefir.


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Dunja Rieber

ist Ernährungswissenschaftlerin und schreibt seit 2018 für den LaVita-Blog. Ihr Grundsatz für eine gesunde Ernährung: Von allem ein bisschen, von nichts zu viel. Beim Kochen soll es frisch und möglichst ausgewogen sein - aber nicht zu aufwändig, denn im Alltag mit zwei kleinen Töchtern bleibt nicht viel Zeit, um lange in der Küche zu stehen.

2 Kommentare
    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Hallo Frau Kappler,
      Die Wasserkefir-Kritalle können Sie online bestellen und man findet Sie auch in einigen Bioläden oder Reformhäusern.
      Gutes Gelingen und herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

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