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Zusätzliche Vitamine für Hund und Katze?

LaVita für Ihren Hund: Natürliche Vitamine unterstützen Hund und Katze.

Wer mit Tieren zusammenlebt, kennt das Dilemma: Immer wieder fragt man sich, ob Hund oder Katze gut versorgt sind, oder ihnen etwas fehlt. Schließlich können sie es uns nicht sagen. Die Futtermittelindustrie wiegt uns derweil in Sicherheit: Dosen, Tüten, Schälchen – besser, sicherer und einfacher lässt sich die Ernährung des Vierbeiners nicht umsetzen, so die verbreitete Auffassung. Tierernährungsberaterin Heidi Herrmann ist da anderer Meinung. Im Interview klärt sie auf.

Ernährungsberaterin für Tiere Heidi HerrmannHeidi Herrmann ist Dozentin für Tierernährung und gibt mehrmals jährlich bei Ausbildungen und Seminaren ihr Wissen an interessierte Tierhalter, Tierheilpraktiker und künftige Tierernährungsberater/-innen weiter. Ihre Seminare sind auch online als Webinare verfügbar. www.tierernaehrungsberater.de

Frau Herrmann, zu Ihnen kommen Tierbesitzer, die sich Rat holen wollen, wie sie ihre Tiere optimal füttern und versorgen können. Was empfehlen Sie?

Ganz allgemein rate ich dazu, so viel wie möglich frisch zu füttern. Vollkonserven, was Dosen- und Trockenfutter nun mal sind, sind nichts anderes als Fast Food. Wir Menschen kommen ja auch nicht auf den Gedanken, dass es gesund ist, sich dauerhaft von Fast Food zu ernähren. Frische Zutaten wie Eigelb, Hüttenkäse, frisches Fleisch, Obst und püriertes Gemüse eignen sich besonders für die Fütterung (bezogen auf Hunde, Anm. d. Red.). Vorausgesetzt natürlich, sie werden vertragen.

Warum ist Ihrer Meinung nach Industriefutter für unsere Tiere nicht ausreichend?

Jedes Fertigfutter wird bei der Herstellung sterilisiert, das heißt es wird ultrahoch erhitzt, damit es lange haltbar ist. Dadurch gehen eine Menge wichtiger, natürlicher Inhaltsstoffe verloren. Bei Trockenfutter geht man sogar noch einen Schritt weiter und mischt das Futter aus Mehlen zusammen. Auch diese Ausgangsstoffe müssen vorher sterilisiert werden. Apropos Ausgangsstoffe: Gerade große Konzerne können weltweit große Mengen billigster Rohstoffe beziehen und so den relativ niedrigen Preis anbieten. Die Qualität bleibt dabei auf der Strecke. Auch lässt sich zum Beispiel überhaupt nicht mehr nachvollziehen, was genau im Futter landet und woher es kommt.

Im Fertigfutter finden auch viele Zusatzstoffe Verwendung, die nicht alle deklariert werden müssen. Wie bewerten Sie das?

Bei den Zusatzstoffen muss man die ernährungsphysiologischen von den technologischen Zusatzstoffen unterscheiden. Die ernährungsphysiologischen Zusatzstoffe sollen Nährstoffe ergänzen bzw. ausgleichen, die in den verwendeten Zutaten nicht (oder nicht mehr) enthalten sind. Vitamine, die auf diese Art zugesetzt werden, sind immer synthetischer Art. Es ist zwar immer noch besser, synthetische Vitamine zu haben, als gar keine, aber die natürliche Variante wäre hier wesentlich besser.

Technologische Zusätze wie Bindemittel oder Konservierungsmittel haben dagegen überhaupt keinen gesundheitlichen Nutzen – ganz im Gegenteil, sie lösen sogar oft Allergien aus. Damit haben immer mehr Tiere zu kämpfen.

Trockenfutter ist wie Fast Food für Katzen.

„Trockenfutter wird aus Mehlen hergestellt, diese müssen vorher sterilisiert werden. Der einzige Vorteil dieser Produkte: Sie bedienen die Bequemlichkeit der Menschen.“

Wie kann denn die optimale Fütterung für Hund und Katze aussehen?

Frischfütterung wie BARF (deutsch „Biologisches Artgerechtes Rohes Futter“) ist meiner Meinung nach die beste Ernährungsform. Aber auch gekochtes Frischfutter ist gut geeignet. Man sollte sich allerdings mit dem Bedarf des Tieres und der Berechnung der Rationen auskennen. Das übernehmen in der Regel Ernährungsberater für Tiere. So ein Plan wird einmalig anhand einer persönlichen Beratung oder eines umfangreichen Fragenkatalogs individuell für den Hund oder die Katze erstellt. Vorsicht ist dabei allerdings bei der Knochenfütterung geboten. Die funktioniert nicht bei jedem Tier.

Sehen Sie auch zusätzliche Vitalstoffe in Ihren Plänen vor? Machen zusätzliche Vitamine für Hund und Katze allgemein Sinn?

Ich setze in all meinen Plänen zusätzliche Vitamine, meistens LaVita, ein. So decke ich schon mal die wichtigsten Vitamine und Spurenelemente optimal ab – und zwar so natürlich wie möglich.

Da nämlich die meisten unserer Haushunde heute einen viel geringeren Bedarf an Kalorien haben als Wildhunde oder Wölfe, lässt sich der Vitalstoffbedarf über die Futtermenge alleine kaum mehr decken.

Zum Vergleich: Wölfe fressen in freier Wildbahn rund 6-8 Prozent ihres Körpergewichts täglich. Unsere Haushunde benötigen gerade noch 2-3 Prozent, ansonsten werden sie zu dick. Tiere in besonderen Lebenssituationen wie im Wachstum, im Alter, bei Krankheit, Trächtigkeit oder Arbeitshunde haben einen noch höheren Bedarf an Vitaminen und Spurenelementen.

Gerade auch bei Verdauungs- oder Nierenerkrankungen ist es wichtig, genügend Vitamine zu geben, da die Aufnahme aus dem Futter beeinträchtigt sein könnte.

Wie legen Sie die Dosierung von LaVita fest?

Als Ernährungsberaterin für Tiere rechne ich LaVita mit in die Futterrationen ein. Ein mittelgroßer Hund mit 25 kg kann bis zu 10 ml LaVita täglich bekommen. Einer Katze, die 4 kg wiegt, reicht ein Tropfen bzw. 1 g LaVita pro Tag aus.

Fleischfresser wie Hunde und Katzen haben einen viel kürzeren Darm, als wir es zum Beispiel haben, darum ist die schnelle und gute Verfügbarkeit der Vitamine entscheidend und auch die angebotene Menge sollte hoch genug sein.

Wo findet man den richtigen Ansprechpartner, wenn man sich entscheidet, das Futter des Hundes bzw. der Katze umzustellen. Viele Tierbesitzer wissen bestimmt aus eigener Erfahrung, dass längst nicht jeder Tierarzt eine Ernährungsberatung anbietet.

Ich weiß, nicht jeder Tierarzt hat sich intensiv mit Tierernährung beschäftigt, das ist im Grunde wie bei uns Menschen. Auch über das Internet ist es nicht ganz leicht, einen seriösen Ansprechpartner zu finden. „Ernährungsberater für Tiere“ oder „Tierheilpraktiker“ sind keine geschützten Begriffe. Sie sollten sich vor der Beratung über die Qualifikation aufklären lassen. Ein Selbststudium über wenige Stunden oder mit Hilfe fragwürdiger Literatur wird nicht leisten können, was eine mehrschichtige intensive Ausbildung verspricht. Aber sich Hilfe zu suchen, lohnt sich, im Anschluss kann man dann selbst ans Werk gehen.

Vielen Dank, Frau Herrmann, für das tolle Gespräch!

 

Vor kurzem haben wir diesen tollen Erfahrungsbericht mit LaVita von Birgit Ströhle aus dem Tierheim Tuttlingen bekommen:

Birgit Ströhle ist Ernährungsberaterin für Tiere und arbeitet im Tierheim Tuttlingen. Als sechs kleine Welpen ohne Mutter bei ihr abgegeben wurden, stand sie vor einer großen Herausforderung: Sie waren krank, abgemagert und voller Parasiten. In diesem Erfahrungsbericht erzählt sie, wie sie die Kleinen durchbrachte und wie LaVita dabei helfen konnte.
Abgemagert, verwahrlost und ängstlich fanden die Tierschützer die sechs kleinen Welpen vor. Dank ihrer intensiven Pflege konnten alle überleben und gedeihen prächtig.

Abgemagert, verwahrlost und ängstlich fanden die Tierschützer die sechs kleinen Welpen vor. Dank Birgit Ströhles intensiver Pflege konnten alle überleben und gedeihen heute prächtig.

„Seit vielen Jahren arbeite ich im Tierheim Tuttlingen. Wir hatten nun sechs sehr kleine Welpen bekommen, die in einem sehr schlechten Zustand waren. Durch meine Ausbildung zur Ernährungsberaterin für Tiere kam ich dann auf die Idee den Kleinen einmal täglich LaVita zu verabreichen – mit Erfolg!

Aufgrund von Parasitenbefall wurden sie anfangs mit Medikamenten behandelt, auf die sie mit starken Nebenwirkungen reagierten. Mit Schonkost (Morosche Möhrensuppe), ergänzt durch LaVita, haben wir trotzdem alle Welpen durchgebracht. Die Kleinen gedeihen sehr gut, obwohl sie ohne Mutter aufgewachsen sind.

Für mich persönlich sind unsere Welpen der schönste Beweis, dass es sich lohnt, sich mit dem Futter unserer Tiere auseinander zu setzen.“

LaVita für Hunde: Dieser Welpe wuchs mit LaVita auf.

Einer der Welpen, Toni, lebt bei Familie Ströhle zur Gewöhnung an den Menschen. „Trotz aller Widrigkeiten ist er ist wunderschön gewachsen.“, schwärmt Birgit Ströhle.

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Cora Högl

Cora Högl

ist seit 2013 Redakteurin bei LaVita. 2016 machte sie die Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin (IHK). Privat liebt sie es gesund zu kochen - lässt sich aber auch sehr gerne bekochen. Die so gewonnene freie Zeit verbringt sie dann am liebsten mit ihren Hunden in der Natur oder im eigenen Garten.

7 Kommentare
  1. Sabine Bernardy sagt

    Ich habe gelesen, dass bei La Vita ganze Zwiebeln und ganze Trauben verarbeitet werden, die für Hunde unverträglich sind. Wie ist das mit der Empfehlung zu vereinbaren?

    • LaVita
      LaVita sagt

      Hallo Frau Bernardy,

      ja, es ist richtig, dass Trauben und Zwiebeln in größeren Mengen für Hunde ungesund sein können, allerdings sind dazu je nach Größe des Tieres viele, teils mehrere hundert Gramm nötig.
      In LaVita sind die beiden Zutaten dagegen nur zwei von über 70 Lebensmitteln und damit entsprechend hoch verdünnt. Auch wenn Sie Ihrem Hund täglich mehrere Portionen LaVita geben würden, bestünde noch keinerlei Grund zur Sorge. Die Vorteile überwiegen hier klar.

      Wir hoffen, wir konnten Ihre Frage damit beantworten!
      Herzliche Grüße, Ihr LaVita-Team

  2. AnnK sagt

    Hallo liebes LaVita-Team,

    wie genau kann man LaVita dem Hund verabreichen, einfach in das Fressen geben oder muss es zusätzlich (wie beim Menschen) mit Wasser verdünnt werden?
    Vielen Dank!

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Hallo AnnK, zur besseren Aufnahme der Vitalstoffe aus LaVita empfiehlt es sich schon, etwas Wasser dazuzugeben. Ich rühre es z. B. mit ins Futter ein und gebe dann noch etwas Wasser mit dazu. Dadruch wird alles zwar etwas breiig, wird aber trotzdem gerne gefressen 🙂 Viele Grüße, Cora Högl

  3. Petra SchaafyGarcia sagt

    Hallo,

    ich habe 2 Katzen, eine davon ist Futtermittelallergikerin, kann ich ihr Lavita trotzdem geben und falls ja wieviel?

    Viele Grüße

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Hallo Petra, bei Tieren mit Futtermittelallergie ist eine pauschale Aussage leider nicht möglich. Hier müssten Sie ausprobieren, ob LaVita vertragen wird. Dazu reicht ein kleiner Tropfen LaVita, den Sie unters Futter mischen. Je nach Ausprägung der Allergie sollten Sie spätestens nach ein paar Tagen Gewissheit haben. Vertragen die Katzen LaVita, reicht laut Heidi Herrmann ein Gramm LaVita täglich aus – das entspricht etwa einem Tropfen pro Tag, den Sie unters Futter mischen. Viele Grüße, Cora Högl

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