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Venen-Gesundheit: 8 Tipps gegen schwere Beine und Krampfadern

Gesunde Venen: Tipps für schöne Beine

Schwere, geschwollene oder sogar schmerzende Beine? Fast jeder vierte Deutsche hat Probleme mit seinen Venen. Im Sommer verschlimmern sie sich meist durch die Hitze noch. Hier finden Sie 8 Tipps für Ihre Venengesundheit.

Jeden Tag leisten unsere Venen Unglaubliches: Sie pumpen – zum Teil entgegen der Schwerkraft – rund 8.000 Liter Blut zurück zum Herzen. Die meiste Arbeit haben dabei unsere Beinvenen. Sie müssen das „verbrauchte“, sauerstoffarme Blut über einen Meter nach oben Richtung Herz pumpen. Unterstützen wir sie dabei nicht, kann es zu dicken Beinen, Krampfadern, Besenreisern und sogar Thrombosen kommen. Diese Tipps sorgen für gesunde Venen.

1. Wadenmuskeln trainieren

Ein ausgeklügeltes System aus Venenklappen und einer sogenannten „Muskelpumpe“ sorgt in den Venen dafür, dass das Blut sogar entgegen der Schwerkraft fließen kann. Und genau diese Muskelpumpe lässt sich trainieren. Bei jeder Anspannung unserer Beinmuskeln wird Blut weiter Richtung Herz gepumpt.

Je mehr Sie sich bewegen, desto besser funktioniert das also. Schon ein Spaziergang oder Treppensteigen erleichtert unseren Venen die Arbeit merklich. Selbst wenn Sie tagsüber, z. B. im Büro, lange sitzen müssen, können Sie die Muskelpumpe anschieben: Wippen Sie einfach von den Zehenspitzen auf die Fersen und wieder zurück.

2. Kalte Wassergüsse

Kälte sorgt dafür, dass sich unsere Blutgefäße zusammenziehen. Bei Hitze sind unsere Blutgefäße geweitet, denn sie wollen Körperwärme abgeben. Doch für unsere Venen ist das fatal. Durch den höheren Durchmesser sinkt der Druck in den Venen. Das Blut sackt regelrecht nach unten – in unsere Beine.

Perfekt an heißen Tagen sind daher kalte Beingüsse, wie sie beim Kneippen angewendet werden. Führen Sie dabei einen weichen, kalten Wasserstrahl an der Außenseite Ihrer Beine vom Knöchel bis zum Oberschenkel und an der Innenseite wieder nach unten. Wiederholen Sie das bis zu zehnmal. Durch den Kältereiz ziehen sich die Blutgefäße zusammen, die Beine schwellen spürbar ab und Schmerzen werden reduziert. Alternativ können Sie natürlich durch einen kalten Bach oder ein Kneippbecken waten.

3. Gesund essen

Die Ernährung spielt für die Venengesundheit ebenfalls eine wichtige Rolle. Ein großes Augenmerk liegt dabei auf dem Körpergewicht. Übergewichtige Menschen leiden viel öfter unter Venenproblemen als Normalgewichtige. Lesen Sie hier, wie Sie gesund abnehmen können.

Eine gesunde Ernährung versorgt Sie mit wichtigen Vitalstoffen für ein gesundes Bindegewebe, aus dem die Venenwand und auch das umliegende Gewebe besteht. So tragen z. B. Mangan und Kupfer zu einem intakten Bindegewebe bei.

Gleichzeitig ist es wichtig, genug zu trinken – gerade im Sommer. Trinken Sie zu wenig, verdickt sich das Blut und fließt dadurch schwerer. Dabei steigt auch die Thrombosegefahr. Zwei Liter Wasser pro Tag sollten für einen gesunden Erwachsenen in etwa sein.

4. Beinmassagen

Sanfte Beinmassagen können unsere Venen stärken und in ihrer Arbeit unterstützen – allerdings nur, wenn sie richtig ausgeführt werden! Von kräftigen Massagen sollten Sie bei Venenleiden ganz absehen. Streichen Sie sanft über die Beine und – am wichtigsten – nur von unten nach oben. Andersherum behindern Sie nur den Rückfluss zum Herzen und belasten Ihre Venen unnötig. Im schlimmsten Fall können Sie dabei sogar Thrombosen auslösen. Empfehlenswert für die richtige Beinmassage sind spezielle Massageroller, die mit wenig Druck über die Beine gerollt werden. Sie bekommen sie in der Apotheke oder auch in der Drogerie.

5. Stützstrümpfe

Stützstrümpfe (auch Kompressionsstrümpfe genannt) sind bei Venenleiden sowohl in der Schulmedizin, als auch in der Naturheilkunde anerkannt. Sie üben von außen Druck auf das Bein aus und erleichtern damit das Zurückfließen des Blutes. Die Venen können sich nicht ausdehnen und weniger Blut sackt zurück.

Den altbackenen Ruf haben moderne Stützstrümpfe übrigens zu Unrecht. Sie sind heute in allen möglichen Farben erhältlich und von normalen Strumpfhosen oder Leggins kaum mehr zu unterscheiden. Scheuen Sie sich also nicht, vor langen Flugreisen oder ähnlichem, Ihre Venen mit Kompressionsstrümpfen zu unterstützen. Ihren gesunden und schönen Beinen zuliebe!

6. Rotes Weinlaub

Schon in der Antike wurde Rotes Weinlaub als Heilpflanze verwendet. Die Blätter der Färberrebe – eine besonders alte Rebsorte – werden besonders bei Venenleiden gerne empfohlen. Durch ihren hohen Gehalt an sekundären Pflanzenstoffen (vor allem Flavonoide und Polyphenole) wirken sie antioxidativ.

Dadurch stärken sie die Venenwände und können sie vor Entzündungen schützen. Rotes Weinlaub gibt es sowohl als Kapseln als auch als Creme zur äußeren Anwendung.

7. Rosskastanie

Die Rosskastanie dient nicht nur als Schattenspender im Biergarten, sondern auch als natürlicher Venenschutz. Dafür werden die Samen der Rosskastanie verwendet. Sie können helfen, unsere Venenwände abzudichten, sodass weniger Wasser ins Gewebe austreten kann. Gleichzeitig werden die Venen gestärkt und Schwellungen klingen ab.

8. Die Beine hochlegen!

Legen Sie ruhig öfter die Beine hoch! Gerade nach einem anstrengenden Tag, an dem Sie viel stehen oder sitzen mussten, freuen sich Ihre Beinvenen auf eine Entlastung. Im Liegen sollten Sie die Beine höher lagern als den Rumpf, so unterstützt die Schwerkraft Ihre Venen beim Zurückpumpen des Blutes zum Herzen.

Natürlich ersetzt das Hochlegen der Beine nicht die tägliche Bewegung (siehe Tipp 1). Aber Entspannen lässt sich doch eh am allerbesten nach getaner Arbeit.

Cora Högl

Cora Högl

ist seit 2013 Redakteurin bei LaVita. 2016 machte sie die Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin (IHK). Privat liebt sie es gesund zu kochen - lässt sich aber auch sehr gerne bekochen. Die so gewonnene freie Zeit verbringt sie dann am liebsten mit ihren Hunden in der Natur oder im eigenen Garten.

2 Kommentare
  1. Elma Müller sagt

    Ich lese immer wieder gern Ihre Tipps zur Gesundheit und Ernährung. Lavita trinke ich nun schon über ein Jahr, jeden Morgen nüchtern mit einem Glas Mineralwasser. Es bekommt mir gut. Ich fühle mich gesund und wohl. Vielen Dank und freundliche Grüße E. Müller

  2. Gabriele Heinrich-Prattki sagt

    Hallo, mein Mann und ich nehmen bereits seit Jahren Lavita und möchten nicht mehr darauf verzichten. Wir sollten noch darauf achten, gesund zu essen.

    Mit freundlichen Grüssen
    Gabriele Heinrich- Prattki

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