Ältere Beiträge, Lifestyle
Kommentare 6

Stress ade: Mit diesen 6 Tipps ist jeder Tag ein kleiner Urlaub

Gegen Stress hilft ein Morgenritual

Warum sind wir im Urlaub schön entspannt und sobald uns der Alltag wieder hat, hetzen wir von einem Termin zum nächsten? Die Antwort ist relativ einfach: Wir haben im Urlaub den Kopf frei. Und obwohl wir in der freien Zeit oft aktiver sind als im Alltag, fühlen wir uns nicht gestresst. Unser Unterbewusstsein signalisiert uns, dass wir WOLLEN und nicht MÜSSEN. Und das macht den Unterschied. Aber auch im Alltag ist es möglich den Druck abzubauen – mit diesen einfachen Tricks.

Ist der Kopf gestresst, verkrampfen die Muskeln

Wenn wir uns gestresst fühlen, ist unser ganzer Körper unter Anspannung. Muskeln verhärten sich und der Darm ist in Alarmbereitschaft. Auf Dauer ist das alles mehr als ungesund. Der Rücken fängt an zu schmerzen, die Verdauung mag nicht mehr so richtig funktionieren. Und das alles nur, weil wir uns Stress machen? Natürlich müssen Abgabetermine eingehalten werden und wir möchten pünktlich sein – aber bitte entspannt und mit einem Lächeln auf den Lippen. Zu schön um wahr zu sein? Nein, das funktioniert wirklich! Im Selbsttest ausprobiert, hier die Top 6 für einen ganz normalen Stresstag.

1. Morgenritual einführen

Am Morgen sind wir frisch, ausgeruht und entspannt. Bitte behalten Sie dieses Gefühl so lange wie möglich. Manchmal reicht schon der Gedanke an die bevorstehenden Aufgaben und man fühlt sich gestresst. Und genau das ändern wir jetzt!

Suchen Sie sich ein Morgenritual aus: Wer viel Zeit investieren kann und möchte, kann eine kleine Runde Yoga oder Tai Chi machen. Es wirkt Wunder! Wer die Zeit nicht hat, nimmt sich zumindest 2-3 Minuten Zeit mit der Tasse dampfendem Kaffee oder Tee und stellt sich ans Fenster. Was sehen Sie? Sitzen Vögel auf den Bäumen, ändert sich die Lichtstimmung durch die aufgehende Sonne? Beobachten Sie einfach die Umwelt draußen – ohne Gedanken an das, was heute noch kommt. Denken Sie nur daran, was gerade ist. Mit dem Abstellen der Tasse geht Ihr Tag los. Dieses kleine Achtsamkeits-Ritual bringt mehr, als Sie glauben!

2. Ein Vormittag mit Abwechslung

Bringen Sie Abwechslung in Ihren Vormittag, genauer gesagt in ihren Körper. Durch eine schnelle Abfolge von An- und Entspannung werden die Muskeln fit und Sie ausgeglichen. Progressive Muskelentspannung nach Jacobson ist das Zauberwort. Dabei geht es darum, bewusst zu spüren, was sich im Körper während der Anspannung tut und was sich verändert, wenn man wieder „loslässt“.

Probieren Sie es aus: Setzen Sie sich gerade hin, ziehen Sie die Schultern nach oben und halten Sie diese Position für einen Moment. Schultern wieder „fallenlassen“ und nachfühlen. Mindestens fünf Wiederholungen sind sinnvoll.

Sie können nach Belieben jeden Muskel (Bein, Arm, Stirn usw.) ausprobieren, das bringt noch mehr Abwechslung. Außerdem lässt sich die Übung problemlos am Schreibtisch, an der roten Ampel, auf der Toilette oder in der Einkaufsschlange ausführen.

3. Mittags an die frische Luft

Ein tiefes Durchatmen bei frischer Luft entspannt – und entspannt kann man dem Stress besser trotzen. Wenn Sie mit dem Atmen auch noch einen Mini-Spaziergang verknüpfen, dann können Sie schnell Kopfschmerzen, Müdigkeit und schlechte Laune vertreiben. Beim Spazierengehen lassen sich Gedanken besser ordnen und die Muskeln lockern. Durch das tiefe Ein- und Ausatmen kommt man innerlich zur Ruhe. Und es muss nicht immer der ausgiebige Waldspaziergang sein – es reicht der kurze Spaziergang um den Block.

4. „In die Ferne schweifen“ am Nachmittag

Nichts entspannt die computergeplagten Augen mehr, als ein Blick in die Ferne. Wer täglich mehrere Stunden am Schreibtisch verbringt, sollte ab und zu den Kopf heben und aus dem Fenster blicken.

Suchen Sie sich einen weit entfernten Punkt und betrachten Sie diesen in aller Ruhe. Das kann ein Häuserdach sein, ein Baumwipfel oder an was Ihre Augen persönlich haften bleiben.

Wer kein Fenster in der Nähe hat, macht genau das Gegenteil: Schließen Sie die Augen, halten Sie beide Hände flächig vor das Gesicht und gönnen Sie den Augen die Dunkelheit. Wer mag, kann sich vor seinem inneren Auge ein Erinnerungsbild aus dem letzten Urlaub oder einer schönen Situation hervorholen. Verharren Sie einen Moment in dieser Ruhephase.

5. Abends den Tag abschütteln

Ein Ritual, das sich anfangs komisch, dann lustig und am Ende gut anfühlt und sogar Spaß macht. Heimkommen, Jacke aus, Arbeitstasche aufgeräumt und dann mal kräftig durchschütteln. Beginnen Sie mit den Händen, dann bewegen sich die Arme mit, dann die Schultern und am Ende hüpfen oder tanzen Sie sich ausschüttelnd durch den Raum. Auch hier genügen wenige Sekunden oder Minuten und die Last und Anspannung des Tages ist weggeschüttelt.

6. Entspannt einschlafen

Der letzte Tipp für diesen Tag kommt aus der Yogalehre und hilft, wenn die Gedanken nicht aufhören wollen zu kreisen. Legen Sie sich entspannt auf den Rücken, die Beine liegen gestreckt auf der Matratze und die Füße fallen leicht nach außen. Nun legen Sie Ihre Hände seitlich hinter den Ohren an den Kopf. Streichen Sie 3-5 mal seitwärts über den Hals und den Nacken zu den Schultern.

Nach dem letzten Mal legen sie die Arme entspannt neben den Körper. Jetzt gehen Sie geistig nacheinander alle Körperteile durch und lassen diese warm und schwer werden indem sie intensiv daran denken. Stellen Sie sich das Bein oder den Arm bildlich vor. Das hilft, störenden Gedanken keinen Raum zu lassen. Und am Ende: Schlafen Sie gut!

Mein persönlicher Notfall-Tipp: Wenn Sie in einer akuten Stresssituation sind, dann achten Sie einen Moment auf Ihre Zunge. Ist diese oben an den Gaumen gepresst und die Zähne beißen zusammen? Entspannen Sie, indem Sie genau das Gegenteil tun: Lassen Sie die Zunge entspannt hinter den unteren Vorderzähnen ruhen und öffnen Sie leicht den Mund, um einzuatmen. Es hilft sofort, eine große Anspannung zu entschärfen!

Print Friendly, PDF & Email

Sara Zeitlmann

Sara Zeitlmann

arbeitet seit 2002 als Redakteurin und liebt es die Geschichte hinter einer Geschichte zu sehen. Zu ihren Lieblingsthemen gehört dabei schon immer alles, was sich mit Gesundheit und Natur beschäftigt. Bis zur Babypause 2014 war sie weltweit fürs Fernsehen unterwegs, jetzt bleibt sie lieber in der Nähe der Familie, ihrem Kräutergarten und schreibt u. a. als Gast-Autorin für den LaVita Blog.

6 Kommentare
  1. Thomas Kunzmann sagt

    Prima Tips. Da ich selbst Yoga praktiziere weis ich wie wichtig die Entspannung ist.

  2. Erna Sopjani sagt

    Ihre Tips für Stressbewältigung sind super u. sehr hilfreich!
    Es macht Spaß, ihre Artikel zu lesen.

  3. Elfi Miglio sagt

    Großartig, genau auf den Punkt gebracht, wie man sich bei Stress fühlt und prima Tipps um Abhilfe zu schaffen. Danke, sehr schön.

  4. Vielen Dank für Ihre Tipps. Ich habe sie gleich ausprobiert und werde die Übungen auch in Zukunft ausführen. Weiter so!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.