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So esse ich mich jung!

Gesund altern

Internationale Studien zeigen: Eine gesunde Ernährung wirkt nicht nur lebensverlängernd, sie hilft auch, bis ins hohe Alter fit und gesund zu bleiben.

Nie zuvor wurden wir Menschen so alt, wie heute. Das wäre doch eigentlich ein Grund zur Freude, oder? Umfragen zeigen aber, dass mehr als die Hälfte der Deutschen dem Alter nicht nur mit Vorfreude entgegenfiebert.

Es schwingt auch Angst mit – Angst, das Alter und den wohlverdienten Ruhestand aus gesundheitlichen Gründen nicht voll genießen zu können oder gar ein Pflegefall zu werden.

Älter zu werden ist ein lebenslanger und natürlicher Prozess. Wir können ihn nicht aufhalten, wohl aber bremsen, bewusst erleben und genießen. Namhafte Experten, wie z. B. der Anti-Aging-Professor und Buchautor Christoph M. Bamberger weisen immer wieder darauf hin, dass vor allem unser Lebensstil entscheidet, ob wir es schaffen, gesund und glücklich älter zu werden. Anti-Aging hat für Bamberger nichts mit Schönheitsoperationen oder anderen kosmetischen Maßnahmen zu tun. Er sieht darin vielmehr das Wissen, wie man frühzeitiges Altern verhindern kann.

Jeder Siebte hat die Gene, 100 Jahre alt zu werden

Das Thema steht seit Jahren verstärkt im Mittelpunkt der Wissenschaft. So entdeckten Forscher der Universität Boston (USA), dass zwar jeder siebte Mensch die genetischen Voraussetzungen für eine Lebenszeit von 100 Jahren besitzt, aber nur jeder Hundertste wirklich so alt wird. Die Erklärung fanden sie in unserem Lebensstil: Ungesunde Ernährung, Bewegungsmangel, zu wenig Schlaf sowie übermäßig Alkohol und Nikotin wirkten statistisch deutlich lebensverkürzend. Forscher der Universität Cambridge (England) kamen zu einem fast identischen Ergebnis: Nicht rauchen, Sport treiben, Alkohol in Maßen und täglich reichlich Obst und Gemüse – diese vier einfachen Verhaltensregeln können das Leben durchschnittlich um 14 Jahre verlängern.

Durch die Ernährung zu Herzgesundheit, Wohlbefinden und Vitalität

Vielen geht es aber nicht nur darum, länger zu leben. Wichtiger ist es, den Lebensjahren Qualität zu geben und möglichst lange fit und gesund zu bleiben. Die Ernährung ist auch hier eines der Hauptkriterien. Doch leider bauen sich mit den Jahren immer mehr Hürden auf, die eine gesunde Ernährung und damit auch die Versorgung mit allen wichtigen Nährstoffen erschweren. Allein durch die natürliche Abnahme der Verdauungsfunktionen können wir die in der Nahrung vorhandenen Nährstoffe schlechter aufnehmen, verwerten und speichern. Dazu kommt, dass bei vielen Senioren der Grundbedarf an den wichtigen Gesundheitsstoffen durch Medikamenteneinnahme oder auch chronische Erkrankungen zusätzlich erhöht ist.

Wenn Uromas Appetit nachlässt

Mit zunehmendem Alter werden die Hindernisse für eine gesunde Ernährung höher. Eine einschneidende Veränderung sind z. B. die „Dritten Zähne“. Sie können schlagartig das gewohnte Essverhalten unangenehm, umständlich oder sogar unmöglich machen. Knackiges Gemüse, frisches Obst, Körner, Nüsse? „Nein, danke. Das kann ich leider nicht mehr beißen.“ Dazu kommt ein natürliches Nachlassen von Geschmacks- und Geruchssinn. Viele Gerichte schmecken fad, das Essen macht weniger Freude und der Appetit lässt nach. Die Gefahr: Appetitverlust und die damit verbundene sinkende Nährstoffaufnahme schwächen den Organismus und führen zu Müdigkeit und Energielosigkeit. Nicht zuletzt lässt im Alter naturgemäß auch das Durstgefühl nach, wodurch die Gefahr einer gefährlichen Dehydrierung steigt.

Es ist nie zu spät für eine gesunde Ernährung

Mit welchem Alter sollten wir uns also spätestens mit unserer Ernährung auseinandersetzen? Bereits ab dem 30. Lebensjahr beginnt sich unser Organismus zu verändern. Nach und nach verringert sich der Kalorienbedarf, während der Vitalstoffbedarf bis ins hohe Alter gleich bleibt (siehe Schaubild).

Infografik-Senioren

Grund für diesen langsamen, schleichenden Prozess ist eine Umstellung des Stoffwechsels. Frauen spüren die Veränderung in den Wechseljahren und der damit verbundenen Hormonumstellung oft besonders deutlich. Gleichzeitig bewegen wir uns mit dem Alter normalerweise weniger.

Das Bewusstsein, sich gesund zu ernähren, kann also nicht früh genug einsetzen. Doch unsere Körperzellen nehmen Positives in jedem Alter gerne an. Und darum gilt vor allem: Für eine gesunde Lebensweise ist es nie zu spät!

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Cora Högl

Cora Högl

ist seit 2013 Redakteurin bei LaVita. 2016 machte sie die Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin (IHK). Privat liebt sie es gesund zu kochen - lässt sich aber auch sehr gerne bekochen. Die so gewonnene freie Zeit verbringt sie dann am liebsten mit ihren Hunden in der Natur oder im eigenen Garten.

1 Kommentare
  1. Gießler, Carissima sagt

    Das waren super Informationen und sehr spannend zu lesen.
    Trotzdem ich mich schon lange mit gesunder Ernährung beschäftige, habe ich noch
    einiges dazu gelernt.
    Vielen Dank!
    Herzliche Grüße und ein frohes Osterfest
    Carissima Gießler

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