Schöne Haut: Auch der Säure-Basen-Haushalt spielt dabei eine Rolle.

5 Tipps für eine schöne Haut

Entzündungen, Rötungen, trockene Stellen - die Haut ist ein Spiegel unserer Gesundheit. Essen Sie gesund? Lieben Sie Süßes? Welche Rolle spielt unser Säuren-Basen-Haushalt? Mit diesen Tipps kommen Sie hinter das Geheimnis schöner Haut!

von Cora Högl

So vielseitig unser Leben ist, so unterschiedlich sind auch unsere Hautbilder. Trockene, rissige Haut weist auf einen gestörten Hautstoffwechsel hin. Hautunreinheiten können hormonell bedingt sein oder durch unsere Ernährung ausgelöst werden. Hier kommen 5 Tipps für natürlich schöne Haut!

1. Tipp: Den Haut-Stoffwechsel für schöne Haut optimieren

Gesunde, schöne Haut ist weich, samtig und gleichmäßig. Hauteigene Systeme, sogenannte „natürliche Feuchthaltefaktoren“ (NMF), regeln die Feuchtigkeit der Haut. Sie werden ständig neu gebildet. Geraten die Systeme ins Stocken oder aus dem Gleichgewicht können Hautprobleme auftreten: Trockene, rissige und juckende Haut sind eine mögliche Folge, Hautunreinheiten und fettige Haut eine andere. Wir können einiges dafür tun, damit unser Haut-Stoffwechsel optimal funktioniert:

  • Unser Haut-Stoffwechsel ist auf eine Vielzahl von wichtigen Nährstoffen aus unserer Ernährung angewiesen. Neben ungesättigten Fettsäuren, spielen Vitamine und Spurenelemente eine entscheidende Rolle. Biotin (Vitamin H), Niacin (Vitamin B3) und Vitamin B2 tragen zum Beispiel zum Erhalt einer normalen Haut bei. Ebenso die Spurenelemente Jod und Zink.
  • Durch natürliche Stoffwechselprozesse, aber auch durch Stress oder hohe UV-Strahlen-Belastung entstehen in der Haut freie Radikale, die die Zellfunktionen stören. Antioxidantien schützen die Hautzellen und auch wichtige Nährstoffe vor den Angriffen der freien Radikalen. So tragen u. a. Vitamin C, Vitamin E und Selen zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei.
  • Wichtig für einen reibungslosen Haut-Stoffwechsel ist auch genügend Wasser. 2-3 Liter stilles Wasser pro Tag (auch ungesüßter Tee) versorgen die Haut mit Feuchtigkeit und erleichtern den Austausch von Nährstoffen. Die Haut wirkt straffer und gesünder.
  • Je besser also der Haut-Stoffwechsel funktioniert, desto effektiver können schädigende Faktoren eliminiert werden. Pflege von innen sozusagen!

2. Tipp: Auf einen ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt achten

Eine entscheidende Rolle, ob die Haut gesund und glatt wirkt, spielt auch das Bindegewebe unter der Haut. Ob das Bindegewebe stark ist und damit seiner Stützfunktion nachkommen kann, hängt in entscheidendem Maße vom Säure-Basen-Gleichgewicht ab:

  • Überschüssige Säuren, die im Körper als Abfallprodukte des Stoffwechsels anfallen, lagern sich in großen Mengen zuerst im Bindegewebe ab. Es fungiert dabei wie ein großer Säurepuffer, der es dem Organismus ermöglicht, die schädlichen Säuren einfach zwischen zu speichern.
  • Doch der Speicher für überschüssige Säuren ist begrenzt und ab einem gewissen Maße wird die eigentliche Funktion des Bindegewebes mehr oder weniger stark beeinträchtigt. Achten Sie daher auch auf Ihr Säure-Basen-Gleichgewicht. Es wird maßgeblich durch die Ernährung beeinflusst. Welche Lebensmittel säure- und welche basenbildend sind, erfahren Sie hier.

3. Tipp: Die richtige Pflege – oft ist weniger mehr

Wir verwenden heute täglich diverse Kosmetikprodukte: Cremes, Gele, Seifen, Shampoos, für trockene Haut, für fettige Haut, gegen Schuppen, antibakteriell… Für jeden Anlass und jeden Hauttypen hat die Kosmetikindustrie ein Pflege-Produkt entwickelt.

Selbstgemachte Creme - natürlich für schöne Haut

Wer genau wissen möchte, was in seiner Kosmetik steckt, kann seine Cremes und Lotionen selbst herstellen. Je nach Hauttyp und Geschmack können Grundrezepte leicht variiert werden, z. B. mit frischen Lavendel-Blüten.

Dass man es nicht selten mit der Hautpflege und -hygiene übertreibt, wird aber immer deutlicher. So zerstören viele Seifen und Duschgels die natürliche Schutzbarriere der Haut, deren gesunder pH-Wert im leicht sauren Bereich liegt. Antibakterielle Produkte töten nicht nur Krankheitserreger ab, sondern auch nützliche Mikroorganismen, die unsere Haut bevölkern und für eine gesunde Hautflora nötig sind.

Überhaupt wissen wir meist nicht genau, was wir uns da eigentlich auf die Haut schmieren. Die Zutatenlisten der Kosmetikprodukte lesen sich wie ein gut sortierter Chemiebaukasten. Der Grund dafür ist, dass die meisten Hersteller ihre Inhaltsangaben mit den lateinischen Bezeichnungen deklarieren, oft auch in englischer Sprache. Dies ist in Deutschland legal, erschwert dem Verbraucher aber eine genaue Recherche. Denn viele Kosmetik- und Pflegeprodukte stehen gerade aufgrund ihrer Inhaltsstoffe in der Kritik:

  • Einige Inhaltsstoffe stehen unter Verdacht, über die Haut in den Körper zu gelangen. Sogenannte „Parabene“ sind das wohl bekannteste Beispiel. Sie werden meist als Konservierungsstoff eingesetzt und wirken im Körper wie Hormone. In Dänemark sind sie für Kinder unter drei Jahren bereits verboten. Auch Duftstoffe können Probleme bereiten, zum Beispiel Allergien auslösen. Inhaltsstoffe, die aus Mineralöl gewonnen werden, sind ebenfalls heftig umstritten.
  • Naturkosmetik ist meist frei von derartigen bedenklichen Zutaten. Die Verträglichkeit muss aber auch hier von Fall zu Fall getestet werden. Wer ganz auf Nummer sicher gehen will, kann Cremes und Seifen auch selbst herstellen. Rezepte für eigene Gesichtsmasken finden Sie hier.

Unser Tipp: TOXFOX ist eine App für Smartphones, die anhand des Produkt-Barcodes erkennt, ob hormonell wirksame Stoffe in einem Pflege-Produkt verwendet werden. Die App wurde vom BUND entwickelt und ist kostenfrei im App Store oder Google Play Store herunterzuladen.

 

4. Tipp: Zucker reduzieren, Zigaretten verbannen, Alkohol minimieren

  • Studien weisen darauf hin, dass ein hoher Konsum von weißem Zucker das Hautbild verschlechtert. Gleichzeitig beschleunigt Zucker die Hautalterung, denn er lagert sich im Hautgewebe ab und wirkt dort wie ein Klebstoff. Die Schäden, die dadurch entstehen, lassen die Haut älter und faltiger aussehen.
  • Dass auch Rauchen die Haut übermäßig schnell altern lässt, ist heute unumstritten. Das Nikotin aus dem Zigarettenrauch vermindert die Durchblutung der Haut. Dies sorgt für eine schlechte Nährstoffversorgung und begünstigt Entzündungen. Gleichzeitig sorgt das Rauchen für ein Absinken des Collagen- und Elastinspiegels, die Haut verliert dadurch an Elastizität – Falten bilden sich schneller. Alles Faktoren die eine schöne Haut aus dem Gleichgewicht bringen können.
  • Übermäßiger Alkoholkonsum kann alle Organe des Körpers schädigen. Sichtbar werden die Schäden an der Gesundheit oft zuerst am Hautbild, denn Alkohol entzieht dem Körper viel Wasser, die Haut wird knittriger und altert schneller. Auch die Aufnahme von wichtigen Vitaminen kann durch Alkoholkonsum behindert werden.

5. Tipp: Für schöne Haut: Sonne ja, aber keine Exzesse!

Jetzt im Frühling sind wir für jeden Sonnenstrahl dankbar. Und das ist auch richtig, denn die UV-B-Strahlen der Sonne sind wichtig, für unsere Gesundheit und die körpereigene Vitamin-D-Produktion. Doch mehr als 15-30 Minuten pro Tag (je nach Hauttyp) sollten wir uns nicht ungeschützt der Sonne aussetzen. Sonst überwiegen die negativen Folgen der UV-Strahlen. Denn sie schädigen die Zellen der Haut und auch deren Erbgut. So beschleunigen sie die Hautalterung und können im schlimmsten Fall die Entwicklung von Hautkrebs begünstigen.

Wer gesund sonnenbaden möchte, hält sich darum an die zeitliche Begrenzung pro Tag. Danach sind Sonnencremes oder der Aufenthalt im Schatten zu empfehlen.

Übrigens: Haare und Nägel werden aufgrund ihres Aufbaus auch zum „System Haut“ gezählt. Fast alle Faktoren, wie beispielsweise das Prinzip des Haut-Stoffwechsels oder der Einfluss von Genussmitteln, treffen auch auf Haare und Nägel zu.

Wer die passende, natürliche Gesichtsmaske für seinen Hauttyp sucht, der wird bei uns auf dem Blog fündig: Hier gehts zum Artikel.

So altert unsere Haut: Mit bis zu zwei Quadratmetern Größe und einem Gewicht von etwa 10 Kilogramm ist die Haut unser größtes und vielseitigstes Organ des menschlichen Körpers. Jeder Quadratzentimeter besteht dabei aus etwa 600.000 Zellen. Über sie treten wir mit der Außenwelt in Kontakt, fühlen, kommunizieren, regulieren und reagieren. Alles was wir tun und wo wir es tun hat einen mehr oder weniger großen Einfluss auf unsere Haut.

Ein Faktor, dem wir allerdings alle ausgesetzt sind und den wir nicht beeinflussen können, ist die Zeit. Man unterscheidet bei der Hautalterung zwischen dem sogenannten Zeitaltern und dem Umweltaltern. Das Zeitaltern beschreibt dabei die genetische Veranlagung unserer Hautzellen, sich mit den Jahren immer schlechter regenerieren zu können. Es setzt zwischen dem 20. Und 30. Lebensjahr ein und schreitet bis zu unserem Tod fort –wir können es nicht beeinflussen.

Verstärkend zum Zeitaltern gesellt sich das Umweltaltern. Je nach Lebensweise, Ernährung und Umweltfaktoren kann es die natürliche Hautalterung verstärken bzw. beschleunigen. Hier kann jeder bewusst ansetzen und etwas für eine natürlich schöne Haut tun.

 


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Cora Högl

ist seit 2013 Redakteurin bei LaVita und aktuell in ihrer ersten Babypause. 2016 machte sie die Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin (IHK). Privat liebt sie es gesund zu kochen - lässt sich aber auch sehr gerne bekochen. Ihre freie Zeit verbringt sie am liebsten mit ihren Hunden in der Natur oder im eigenen Garten.

4 Kommentare

  • Bischof Hans-Peter

    Ich verwende seit ca. 2 Jahren LaVita. Bin im großen und ganzen zufrieden, fühle mich gut.
    Habe aber das Problem seit ich LaVita nehme, dass ich eine sehr trockene Haut habe.
    Als ich 2015 LaVita eine weile abgesetzt habe, hat sich die Haut relativ bald wieder nomalisiert.
    Werde jetzt wenn die Flasche leer ist, wieder absetzen und schauen wie sich die Haut verhält.
    Oder haben Sie eine Erklärung dafür???

    MfG

    Bischof Hans-Peter

  • E. Grimme

    Ich nehme seit 3,5 Jahren Lavita und kann nicht bestätigen, daß meine Haut trockener geworden ist. Mit jetzt 67 Jahren habe ich von meinem Arzt ein schönes Kompliment bekommen: ” Sie haben eine tolle Haut”. Allerdings rauche ich nicht und vermeide Zucker und Alkohol.

  • Natascha

    Ich nehme Lavita seit Paar Monaten. In dem Vitalstoffkonzentrat ist allerdings genau das Richtige für meinen Körper, wie auch für die Haut. Meine Haut sieht aber nicht besonders “vital” aus. Das liegt aber bestimmt nicht an dem Lavita selbst. Ich würde mir die Fragen stellen:
    1. Wie viele Stunden pro Tag schlafe ich? (Regenerationszeit berücksichtigen)
    2. Was esse ich? (Wie viel Rohkost ist dabei?)
    3. Wie viel trinke ich Pro Tag und was?
    4. Wie sieht es mit dem “Alltagstress” aus?
    5…… Selbst die besten Vitalstoffkonzentraten können den ungesunden Lebensstil nicht ganz ausgleichen.
    Fangen Sie an bei sich “aufzuräumen” und Ihre Haut wird Ihnen dafür danken.
    Ich wünsche Uns viel Erfolg dabei – weil bei den ganzen “Aufräumarbeiten” sind Sie nicht allein.

  • Gute Punkte, gerade die Ernährung ist denke ich sehr wichtig für die Haut. Ich merke an mir selbst, wenn ich undiszipliniert werde und zuviel Zucker esse, verschlechtert sie sich sehr schnell. Schlaf ist finde ich auch wahnsinnig wichtig und macht bei mir einen großen Unterschied. Ich habe auch kürzlich gelesen das psychologische Faktoren wie Stress oder Unzufriedenheit mit der Lebenssituation eine wichtige Rolle spielen (Link von der Red. entfernt. Bitte beachten Sie unsere Netiquette). Man sollte also generell auf einen rundum ausgeglichen Lebensstil achten, was mir leider auch nicht immer so leicht fällt.

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