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Schlafstörungen: 6 Gründe, warum Sie schlecht schlafen

Das sind die häufigsten Schlafprobleme

Schlafstörungen sind eine der häufigsten psychosomatischen Beschwerden. Leider werden sie oft nicht ernst genommen. Bei chronische Schlafstörungen quält man sich durch die Nacht und hat das Gefühl, der Einzige zu sein, der dieses Problem hat – alle anderen schlafen gut. Tatsächlich hat etwa jeder vierte Erwachsene in Deutschland Probleme mit dem Ein- oder Durchschlafen.

Warum ist gesunder Schlaf so wichtig?

Unser Leben folgt einer inneren Uhr. Sie richtet sich nach dem Wechsel von Tag und Nacht. Diesem Tagesrhythmus passen sich Körperfunktionen und psychisches Befinden an. Die Körpertemperatur oder die Ausschüttung von Hormonen wird dadurch gesteuert. Auch die Gedächtnisleistung ist wesentlich von gesundem Schlaf abhängig.

Wer zu wenig schläft riskiert auf Dauer übrigens auch Übergewicht. Neben der Ausschüttung von Hormonen, die für unseren Appetit verantwortlich sind, wird nämlich durch einen schlechten Schlaf auch der Kohlenhydratstoffwechsel beeinflusst.

Gleichzeitig stehen Schlafstörungen in eindeutigem Zusammenhang mit einem erhöhtem Stresshormonspiegel, Herzrhythmusstörungen und Bluthochdruck. Damit erhöht sich auch das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko. Sogar unser Immunsystem wird bei zu wenig Schlaf beeinträchtigt. Vor allem die Aktivität der natürlichen Killerzellen leidet.

Wir zeigen Ihnen hier die 6 häufigsten Gründe, die Sie um Ihren Schlaf bringen.

1. Sie sind aus dem Rhythmus

Viel zu oft missachten wir die Signale unseres Körpers. Müdigkeit versuchen wir tagsüber mit aufputschenden Getränken wie Tee und Kaffee zu verdrängen. Abends arbeiten wir zu lange oder schlafen oft schon vor dem Fernseher ein.
Wir fühlen uns müde und sind trotzdem überdreht und kommen nicht zur Ruhe. Noch extremer wird der Schlaf-Wach-Rhythmus bei Schichtarbeitern und Reisenden durch den geänderten Biorhythmus beeinträchtigt. Hier sind gesundheitliche Risiken stark erhöht.

2. Der Alltags-Stress lässt Sie nicht los

Zeitdruck bei der Arbeit, Konflikte mit dem Partner und privater Wochenendstress – in solchen Stressphasen fällt das Abschalten besonders schwer. Am Morgen ist der letzte Gedanke des Abends der erste. Lässt man sich vom Alltag bis in den Abend hinein beherrschen, schläft man schlechter oder im schlimmsten Fall gar nicht. Tipps, wie Sie den Stress besiegen können finden Sie übrigens hier.

3. Ängste belasten Sie

Seelische Ursachen sind weitaus komplexer in den Griff zu bekommen, als „gewöhnlicher“ Alltagsstress. Sogar unrealistische Erwartungen an das Schlafverhalten kann sich zu einer Angst entwickeln. Die Angst vor einer weiteren schlaflosen Nacht erhöht die innere Unruhe.

Wen starke Ängste oder gar Panikattacken um den Schlaf bringen, kann sich zum Beispiel an erfahrene Schlaf-Therapeuten wenden.

4. Keine echte Hilfe: Alkohol und Medikamente

Ein, zwei Bierchen und das Einschlafen fällt gleich viel leichter? Viele kennen diesen Effekt von Alkohol bestimmt. Was aber auf den ersten Blick nicht auffällt: Unter Alkohol leidet die Schlafqualität enorm. Zwar schläft man schneller ein, aber unter Alkohol träumt man weniger und das Gehirn kann sich schlechter erholen. Folgen können Konzentrationsschwierigkeiten und Gedächtnisprobleme sein.

Der Schlaf-Wach-Rhythmus wird auch durch einige Medikamente (beachten Sie den Beipackzettel) erheblich beeinflusst. Sie können bis in die Nacht hinein aufputschend wirken. Sogar spezielle Schlafmittel können Schlafstörungen fördern. Sie sollten deshalb nur gezielt und nach ärztlicher Anordnung für eine kurze Zeitspanne eingenommen werden.

5. Sie betten sich ungünstig

Wie man sich bettet, so liegt man – diese alte Redewendung lässt sich natürlich perfekt auf unsere Schlafsituation anwenden. Umgebungsbedingungen wie zum Beispiel Lärm, Hitze, Kälte, Helligkeit, schlechte oder trockene Luft rauben uns – manchmal unbewusst – den Schlaf. Doch auch die Qualität des Bettes, des Lattenrosts, der Matratze, der Decke und des Kissens sowie der Bettwäsche haben einen entscheidenden Einfluss auf unsere Nachtruhe.

6. Sie atmen nicht richtig

Weitere Gründe für einen schlechten Schlaf können eine behinderte Nasenatmung durch Infekte oder Allergien sowie chronische Nasennebenhöhlenentzündungen sein. Auch Kaffee oder Rauchen fördert das Anschwellen der Schleimhäute nachts. Das Atmen ist entsprechend erschwert und der Körper kann sich nicht optimal erholen.

Atmungsstörungen nehmen eine Sonderstellung bei den körperlichen Beeinträchtigungen ein. Möglich ist zum Beispiel eine sogenannte „Schlafapnoe“. Darunter versteht man nächtliche Atemaussetzer, die durchaus ernstzunehmende, gesundheitliche Folgen haben können.

Sie sehen also: Sich um einen erholsamen und gesunden Schlaf zu kümmern ist alles andere als eine Nebensache. Oft kann man schon mit kleinen Veränderungen eine große Verbesserung der Schlafqualität erreichen. Bitte schlafen Sie gut!

 

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Sabine Renauer

Sabine Renauer

berät seit 2012 LaVita-Kunden am Telefon rund um die Themen Gesundheit, Ernährung und ntürlich LaVita. 2015 absolvierte sie die Ausbildung zur Gesundheitsberaterin (IHK). In ihrer Freizeit genießt sie die Ruhe beim Wandern im Wald und in den Bergen.

10 Kommentare
  1. Sigrid Geiß sagt

    Hallo und guten Tag, mein großes Problem, mich an Sie zu wenden, ist mein durch Medikamente verursachtes Übergewicht. Seit vielen Jahren nehme ich täglich ein Schilddrüsenpräparat und Betablocker gegen Bluthochdruck ein. Hinzukommen Präparate gegen die dadurch auftretenden Nebenwirkungen. Also befinde ich mich in einem Teufelskreis. Das alles habe ich viele Jahre hingenommen – aber jetzt ist Schluss damit. Vor allen Dingen wehre ich mich dagegen, alles wortlos hinzunehmen und der Willkür ausgesetzt zu sein. Ich bin ein positiv denkender Mensch und versuche meinen Bluthochdruck auf natürliche Weise in den Griff zu bekommen. Vor allen Dingen will ich die Ursachen und nicht die Symptome bekämpfen. Wer kann mir einen ehrlichen Rat geben, damit ich mein Ziel erreichen kann? Für Ihr Interesse und Ihre Aufmerksamkeit bedanke ich mich im Voraus bestens.

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Liebe Frau Geiß,

      erst einmal herzlichen Dank, dass Sie Ihre Geschichte mit uns teilen! Der erste Schritt hin zu einem gesünderen Leben ist sicherlich der feste Entschluss, es selbst in die Hand zu nehmen.

      Hier auf dem Blog geben wir viele, allgemeingültige Tipps für einen gesünderen Lebensstil. Eine persönliche Beratung können wir aber leider derzeit nicht leisten. Möglicherweise haben Sie die Möglichkeit, sich an einen ausgebildeten Gesundheitsberater in Ihrer Nähe zu wenden?

      Mit freundlichen Grüße,
      Cora Högl

    • Wolfram Glinski sagt

      Sehr geehrte Frau Geiß,
      der Entschluß, sich von den chemischen Medikamenten zu trennen ist gut. Die Schulmedizin kummert sich nicht um Ursachen sondern nur um Symtome und nimmt keine Rücksicht auf den Menschen. Für erhöhten Blutdruck gibt es viele Urschen, die wichtigsten: A) die Ernährung, siehe unter Eiweißspeicherkrankheiten in der „Überwachungsmaschine“ und B) lebensbedingte Ursachen, Spannungen (das sind unsere mentalen, privaten Baustellen in Arbeit, Familie, Umfeld usw.).
      Die Schilddrüse ist der Taktgeber des Darmes und umgekehrt. Meiden Sie Jodsalz, fluorhaltige Zahnpasten und versuchen Sie sich vitalstoffreich, vollwertig zu ernähren. Meiden Sie alle Genussgifte, die das Leben angeblich versüßen.
      Bitte setzen Sie die Medikamente nicht knall auf Fall ab, der Körper kann sonst mit Entzugsymptomen reagieren, versuchen Sie sich auszuschleichen durch kontinuierliche Reduktion der Dosierungen. Ich empfehle weiterhin, sich an einen guten Naturheilkundler zu wenden. Alles Gute und vorallem gute Besserung!

  2. Rosemarie Hess sagt

    Hier schreibt Rosemarie: Frau Geiß könnte meine Zwillingsschwester sein, ich habe genau
    die gleichen Probleme u. die gleichen Medikamente u. auch Übergewicht u. nachts die Nase
    zu etc.
    Können Sie mir auch helfen ?
    Bin sehr gespannt auf Ihre Antwort.
    Danke u. Gruß Rosemarie

  3. Hubert Maltry sagt

    Liebe Frau Geiß, liebe Frau Hess,

    mit den von Ihnen geschilderten Probleme leben viele Menschen. Leider. Und wie Sie schreiben werden viel zu oft nur die Symtome und nicht die Ursachen behandelt.
    Anders ist das allerdings in der Alternativmedizin. Seit vielen Jahren bekomme ich regelmäßig „News“ von Rene´ Gräber mit vielen Informationen über den Zusammenhang von Gesundheit und Ernährung. Rene´ Gräber ist Heilpraktiker, Gesundheits- und Sportpädagoge und Sportphysiotherapeut. Seine Infos haben mir schon oft geholfen. Lesen Sie doch mal rein… http://www.renegraeber.de vielleicht hilft es auch Ihnen.

    Viele Grüße
    Hubert Maltry

  4. Thorsten Prietz sagt

    Hallo,

    ich greife noch einmal das Thema „Schlafkiller“ Restless Legs Syndrome auf.
    Leider gab es darauf noch keine Antwort.
    Das ist eine Nervenkrankheit, die meistens nur mit starken Medikamenten behandelt wird
    und vielen Ratschlägen.

    Mich würde interessieren, ob es eine wirkliche Alternativmedizin gegen diese Nervenkrankheit gibt.
    Akupunktur, Magnesium, VitaminB – alles schon ausprobiert.

    Es wäre toll, wenn man sich dieser Sache mal ernsthaft annehmen würde und damit vielen Menschen,
    die ebenfalls davon betroffen sind, eine echte Alternative aufzeigen könnte.

    Viele Grüße

    Thorsten

    • Lothar sagt

      Zum Restless-legs-Syndrom:

      Ich habe damit selbst keine Erfahrung, aber ich weiß von einer erfahrenen Heilpraktikerin und Ayurveda-Therapeutin, daß sie ihre Schwester mit Schüssler-Salzen behandelt hat und daß dadurch die restless legs bleibend(!) verschwunden sind. Welche Salze sie verwendet hat, weiß ich nicht, aber das ließe sich mit Kinesiologie oder durch Pendeln herauskriegen.
      Ich wünsche Besserung und vollständige Heilung.

      Lothar

  5. Marko Huemer sagt

    Guten Tag Sabine! 🙂
    Du hast hier eine tolle Liste, von Dingen, die einen guten Schlaf verhindern können, erstellt.
    Arbeits-Stress und und Ängste spielen wirklich sehr häufig eine Rolle dabei. Dabei kann es ja auch zum Burnout kommen. Ich selbst hatte früher auch sehr oft Probleme mit dem Einschlafen. Hierbei haben mir diese Tipps sehr geholfen: https://www.youtube.com/watch?v=IRVtT-QiCzY
    Wichtig ist hierbei die passende Technik (Meditation, Lesen,…) für sich selbst zu finden, dann schafft man es, schneller und besser zu schlafen.

    Mach so weiter mit deinen Blog-Beiträgen 😉

    LG Marko

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