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Wie steht es um Ihre Schilddrüse?

Für eine gesunde Schilddrüse

Müde, lustlos, langsamer Stoffwechsel? Oder plötzlich nervös und aufbrausend? Oft spielt die Schilddrüse dabei eine Rolle.

Schätzungen zufolge hat fast jeder dritte Deutsche Probleme mit seiner Schilddrüse, wobei die Dunkelziffer besonders hoch sein dürfte. Doch was hat es mit dieser kleinen Hormondrüse auf sich und warum hat sie derart Einfluss auf unseren Stoffwechsel und unser Gefühlsleben?

Die Schilddrüse sitzt im Hals knapp unterhalb des Kehlkopfes. Sie speichert das wichtige Spurenelement Jod und bildet die für den Stoffwechsel wichtigen Schilddrüsenhormone. Zuviel davon kurbeln den Stoffwechsel über die Maßen an. Herzrasen, ungewollte plötzliche Gewichtsabnahme, Schlafprobleme, Schweißausbrüche und Stimmungsschwankungen können auftreten. In diesem Fall liegt eine Schilddrüsenüberfunktion liegt vor.

Werden dagegen zu wenige Schilddrüsenhormone gebildet, schaltet der Stoffwechsel auf Sparflamme. Bei dieser sogenannten Schilddrüsenunterfunktion klagen Betroffene meist über Müdigkeit, Lustlosigkeit, depressive Verstimmungen, vermehrtes Kälteempfinden und nicht selten auch über vermehrte Gewichtszunahme, obwohl sie nicht mehr essen als früher.

Die bekannteste Störung der Schilddrüse ist auch heute noch der Kropf (Struma) als sichtbares Zeichen von Jodmangel. Während hier verstärkt Jod empfohlen wird, wird bei der Schilddrüsen-Autoimmunerkrankung Hashimoto geraten, die Jodzufuhr gering zu halten.

Das können Sie für Ihre Schilddrüse tun

Damit die Schilddrüse gesund bleibt und störungsfrei arbeiten kann, ist sie besonders auf eine gesunde Ernährung angewiesen. Der bekannteste Schilddrüsen-Nährstoff ist Jod, das vor allem in Seefisch enthalten ist, aber auch über jodiertes Speisesalz und Backwaren mit jodiertem Speisesalz aufgenommen wird. Die Schilddrüse benötigt aber auch Selen. Unsere wichtigsten Quellen dafür sind ebenfalls Fisch, aber auch Fleisch, Milchprodukte sowie Vollkorn-Getreide und manche Gemüsesorten (z. B. Hülsenfrüchte, Spargel).

Weitere Tipps, wie Sie Ihre Schilddrüse gesund halten, finden Sie hier.

Cora Högl

Cora Högl

ist seit 2013 Redakteurin bei LaVita. 2016 machte sie die Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin (IHK). Privat liebt sie es gesund zu kochen - lässt sich aber auch sehr gerne bekochen. Die so gewonnene freie Zeit verbringt sie dann am liebsten mit ihren Hunden in der Natur oder im eigenen Garten.

1 Kommentare
  1. Iris Strehle sagt

    Bei einer Schilddrüsenunterfunktion mit Hashimoto sollte man jedoch strikt auf die Jodmenge achten, denn hier kann zu viel Jod die chronische Entzündung ankurbeln und damit die Selbstzerstörung der Schilddrüse nur noch fördern.

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