Spuren von Pestiziden finden sich bereits in unseren Haaren.

Schadstoffe bis in die Haarspitzen

Pestizide im Körper: Wir alle wollen Schadstoffe meiden. Umso erschreckender, dass sich trotzdem bei vielen Pestizide in den Haaren nachweisen lassen. Das belegt eine aktuelle Untersuchung.
von Dunja Rieber

Eine Vielzahl von Schadstoffen lässt sich in unseren Haaren nachweisen. Für den Agrar-Atlas 2019 wurde jetzt untersucht, inwieweit sich auch Rückstände von Pestiziden darin finden.

Denn obwohl immer mehr Kunden Bio-Produkte bevorzugen, ist die in der EU gespritze Menge an Pflanzenschutzmitteln seit Jahren auf hohem Niveau. Die Auswirkungen auf die Umwelt sind bekannt: Pestizide verschmutzen unser Grundwasser, Monokulturen zerstören den Lebensraum und die Nahrung für Vögel und Insekten und immer wieder finden sich überschrittene Höchsmengen in unseren Lebensmitteln.

Und auch unser Körper zeigt bereits Spuren des vielfältigen Pestizid-Einsatzes. Diese Grafik zeigt wie allgegenwärtig Pestizide in unserem Alltag bereits sind:

Rückstände von Pestizidne finden sich auch in unseren Haaren.

Rückstände von 15 Pesitziden in Haarproben. Zahl der Getesteten und Anteil der belasteten Proben. Quelle: Agrar-Atlas 2019

Repräsentativ sind die Ergebnisse wegen der geringen Proben-Anzahl zwar nicht, aber die Trefferquote ist dennoch erstaunlich hoch. Hintergrund der Studie ist die derzeitge Diskussion über Schadstoffe aus der Umwelt, die hormonähnliche Wirkungen entfalten können und deshalb auch Umwelthormone genannt werden. Bei einigen Pesiziden wird eine solche Wirkung vermutet, ebenso wie bei einigen Holzschutzmitteln und Kunststoffen.

Einige Schadstoff-Experten kritisieren die Ergebnisse des Agrar-Atlas und werfen „Panikmache“ vor. Die Mengen an Pesiziden seien teilweise gering und ein Nachweis einer Anreicherung im Körper ließe nicht automatisch Rückschlüsse auf eine Gesundheitsgefährdung zu. Dennoch: Wer möchte schon Pestizide im Körper haben? Wir sind heute vielen unterschiedlichen Schadstoffen ausgesetzt. Wie sie untereinander wirken und ob sie sich gegenseitig in ihrer Wirkung verstärken, weiß niemand.

 

Das LaVita Qualitätsversprechen

Die Qualitätssicherung fängt bei uns mit der sorgfältigen Auswahl unserer Lieferanten an. Für LaVita verwenden wir nur beste und völlig ausgereifte Zutaten. Denn viele Vitamine und sekundäre Pflanzenstoffe werden erst am Ende des Reifeprozesses gebildet. Ein schonendes Herstellungsverfahren sorgt dafür, dass diese wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben. Selbstverständlich ist LaVita frei von Schad- und Zusatzstoffen. Dabei wird LaVita auf ein Spektrum von insgesamt 450 Pestiziden untersucht.

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Dunja Rieber

ist Ernährungswissenschaftlerin und schreibt seit 2018 für den LaVita-Blog. Ihr Grundsatz für eine gesunde Ernährung: Von allem ein bisschen, von nichts zu viel. Beim Kochen soll es frisch und möglichst ausgewogen sein - aber nicht zu aufwändig, denn im Alltag mit zwei kleinen Töchtern bleibt nicht viel Zeit, um lange in der Küche zu stehen.

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