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Welche Lebensmittel sind säurebildend, welche sind basenbildend?

Unser Stoffwechsel kann nur in einem bestimmten pH-Bereich optimal funktionieren und zwar im leicht basischen. Um diesen zu halten und nicht zu „sauer“ zu werden, verfügen wir über mehrere Regulationsmöglichkeiten. Doch sie sind nicht unerschöpflich. Darum gilt es, sich bereits bei der Auswahl der Lebensmittel die Frage zu stellen, was uns sauer macht. Hätten Sie es gewusst?

Jeden Bissen und jeden Schluck, den wir zu uns nehmen, muss unser Körper verarbeiten. Dabei finden unzählige physikalische und chemische Vorgänge statt. Unsere Ernährung „reagiert“ sozusagen mit unserem Körper. Wie diese Reaktionen aussehen, ist für jede Lebensmittelgruppe anders. Dazu werden sie in säurebildende und in basenbildende Gruppen eingeteilt. Um ein säurebildendes Lebensmittel zu neutralisieren, muss der Körper Basen bereitstellen. Eine wichtige Base zum Ausgleich ist zum Beispiel Calcium, das dazu aus seinen körpereigenen Speichern gelöst wird.

Ernähren wir uns nun zu sehr von säurebildenden Lebensmitteln, kann unser körpereigenes Ausgleichssystem an seine Grenzen kommen – wir übersäuern. Besonders nach einer großen Mahlzeit mit viel Fleisch und eventuell sogar noch mit Dessert zum Abschluss kann unser Säure-Basen-Haushalt durcheinandergeraten. Um auf der sicheren Seite zu bleiben, sollte das Verhältnis von basen- zu säurebildenden Nahrungsmitteln stets bei ca. 80 zu 20 liegen.

Aber keine Panik: Sie brauchen sich nicht von Zahlen abhängig machen! Diese Säure-Basen-Tabelle gibt Ihnen ein Gespür für die Wirkungen von Lebensmitteln. Eine abwechslungsreiche Ernährung mit besonders vielen Kräutern, Obst und Gemüse macht alles Nachrechnen unnötig.

Säure-Basen-Tabelle für den ausgeglichenen Säure-Basen-Haushalt


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Cora Högl

ist seit 2013 Redakteurin bei LaVita. 2016 machte sie die Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin (IHK). Privat liebt sie es gesund zu kochen - lässt sich aber auch sehr gerne bekochen. Die so gewonnene freie Zeit verbringt sie dann am liebsten mit ihren Hunden in der Natur oder im eigenen Garten.

17 Kommentare
  1. karl Bertram sagt

    Was haltet Ihr von dem neuen Gewichtsverlust Mittel „Schwarzer Kaffee ohne Koeffin“? Es wird versprochen 14Kg in 4 Wochen zu verlieren.
    Danke für eine Antwort.

    • Bertram sagt

      ich halte das für eine utopie, kaffee – ob mit oder ohne koffein ist ein suchtmittel.
      der gebrannte kaffee ist sehr säurebildend – denke ich – oder gibt es andere Meinungen ?
      pro woche 3,5 kg zu verlieren erfordert eine nahrungsumstellung, weniger essen, wobei
      schwarzer kaffee alleine das nicht kompensieren kann – täglich sollten 1,5 liter flüssigkeit,
      wasser getrunken werden, kaffee entwässert auch , schwarzer kaffee….

      vielleicht ist die Wirkung bei grünen kaffee anders –

    • Sonnenschein sagt

      Na klar,wenn man 4 Wochen nur von Kaffee lebt und sonst nix, nimmt man bestimmt ab ;).
      3 ausgewogene Mahlzeiten am Tag und KEIN Süßstoff und KEINE Ligthprodukte,dann klappt es. Ach und natürlich ein Gläschen Lavita,oder auch 2 am Tag :). Keine Diät, nur vernünftig essen macht schlank und zufrieden. Diäten machen dick,vor allem wenn man sie beendet hat.

    • Sebastian Pinne sagt

      So ein Schwachsinn … 14kg Fett wären 98 000 kcal … Wie will man die in 4 Wochen einsparen? Leere Versprechungen, zumal das Bindegewebe wohl sehr darunter leiden würde.

  2. Interessante Empfehlung! Wir haben das auf unserer Terasse ganz ähnlich umgesetzt. Gibt es noch mehr Anleitungen zu dem Thema?

  3. Gitta sagt

    Was ist Milch denn nun: schwach basenbildend oder schwach säurebildend? Ganz unabhängig davon, dass Milch ja Tierbabynahrung ist …

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Hallo Gitta, Milch ist schwach säurebildend. An der Stelle in der Grafik bei „schwach basenbildend“ gehört eigentlich Molke. Wir werden den Fehler beheben. Vielen Dank für den Hinweis!

  4. Susanna sagt

    Meinen Recherchen nach gibt es Unterschiede bei den „Milchen“. Ziege und Rohmilch wird wohl von vielen Menschen gut vertragen und auch gut verstoffwechselt. Sahne und Butter (auch Bio) seien neutral. Ich persönlich halte es da mit der „guten alten Zeit“ und trinke in Maßen Rohmilch. M.E. ist das Hauptproblem die Massenfertigung von Lebensmitteln. Vielen ist ja eine ausgewogenen frische Ernährung gar nicht möglich, weil die Produkte nicht erhältlich sind. Selbst wo man es nicht sieht: Imker aus der Nachbarschaft haben erzählt, dass die Bienen die Sonnenblumen, die im großen Stil angepflanzt wurden konsequent meiden. Also wahrscheinlich auch irgendwas manipuliertes, degeneriertes…. Möglichst viel selbst kochen, aus der Region und die gute Laune nicht verlieren!

  5. Eva-Marie Rothermel sagt

    Was ist mit einem Glas Wasser mit Zitronensaft? Zitrone ist doch auch basisch, oder?

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Hallo Frau Rothermel, ja, Zitrone schmeckt zwar extrem sauer, wird aber basisch verstoffwechselt 🙂 Viele GRüße, Cora Högl

  6. Ute Hermann sagt

    Guter, wichtiger Artikel, Säure-Basen-Gleichgewicht sollte Beachtung finden.
    Ich selber achte auch darauf.

  7. Ulla Jungius-Weidtmann sagt

    Kann ich Lavita trinken mit Lebensmittelallergien gegen Kern-Und Steinobst, Nüsse usw??. Ulla

  8. In der Familie essen wir gern selbst gebackenen Kuchen. Ich würde gern wissen welcher Mehltyp und welches
    Süßungsmittel sich aus der Sicht der ausgeglichenen Säure-Basen Ernährung am besten eignet. Vielen Dank

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Liebe Iva, vielen Dank für Ihren Kommentar! Wenn Sie beim Backen auf Ihre Säure-Basen-Haushalt achten wollen, empfehle ich Ihnen, es mit Buchweizenmehl zu versuchen. Buchweizen ist kein echtes Getreide und wirkt damit weniger säurebildend als Weizen-, Dinkel- oder Roggenmehl. Zum Vergleich: Buchweizen hat einen PRAL-Wert von +3,7 (leicht sauer), Weizenmehl dagegen von +6,9 (mittelstark sauer). Zum Süßen können Sie gewöhnlichen Haushaltszucker benutzen. Allerdings empfehle ich, die Menge soweit wie möglich zu reduzieren – oft ist es möglich bis zu einem Drittel weniger Zucker zu verwenden, als im Rezept veranschlagt. Der Geschmack ist trotzdem lecker! Zucker wirkt im Körper weder säure- noch basenbildend. Er hat aber anonsten eher negative gesundheitliche Auswirkungen, daher sollte er in Maßen genossen werden. Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen! Viele Grüße, Cora Högl

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