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Ist Milch gesund – oder ungesund?

Milch trinken: gesund oder ungesund?

Eine wichtige Quelle für Kalzium oder ein ungesunder Krankmacher? Der Gesundheitswert von Milch ist umstritten und wird heftig diskutiert. Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Sicherlich verträgt nicht jeder Milchprodukte gut und leider sind die Tierhaltungsbedingungen auch nicht immer ideal – doch ist es wirklich gerechtfertigt, Kuhmilch grundsätzlich zu verteufeln, gar als Gift zu bezeichnen? 6 spannende Fragen und ihre Antworten:

1. Brauchen wir Milch?

Nicht unbedingt! Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht sind Milch und Milchprodukte für den Menschen vor allem ein prima Kalzium-Lieferant. Ein Liter Kuhmilch liefert etwa 1200 mg Kalzium – ein Glas Milch deckt also schon rund ein Drittel unseres Tagesbedarfs. Dennoch gibt es weitere gute Kalziumquellen. Wer keine Milchprodukte isst, kann seinen Bedarf auch über andere Lebensmittel decken, z. B. mit kalziumhaltigem Mineralwasser, Brokkoli, Spinat, Grünkohl, Vollkornprodukten, Mandeln und Sesam. Sie trinken lieber pflanzliche Milch? Achten Sie beim Einkauf auf Produkte mit Kalziumzusatz.

2. Stärkt Milch die Knochen?

Gleich vorweg: Diese Ansicht gilt als überholt. Auch wenn wir viel Milch trinken, schützt das nicht vor Knochenbrüchen und Osteoposrose – obwohl wir unserem Körper dadurch viel Kalzium zufügen. Als Schutzfaktor für unsere Knochen ist vielmehr das Vitamin D wichtig, wie Studien des renommierten Harvard-Professors Walter Willet zeigen (Am J Clin Nutr. 2003 Feb;77(2):504-11). Wollen Sie Ihre Knochen stärken, genießen Sie lieber regelmäßig die Sonne, die unsere Vitamin D-Bildung ankurbelt – Milch allein stärkt nicht die Knochen.

3. Warum vertragen viele keine Milch?

Etwa 15 bis 20 Prozent aller Europäer haben eine sogenannte Laktose-Intoleranz, weil ihnen das zur Aufspaltung des Milchzuckers nötige Enzym Laktase fehlt. Daher reagieren sie auf Kuhmilch häufig mit Bauchweh, Blähungen und Durchfall. Doch nicht alle Betroffenen müssen deshalb komplett auf Milch verzichten. Wie empfindlich jeder darauf reagiert, ist äußerst unterschiedlich. Für den Großteil gilt: Kleine Mengen bereiten in der Regel keine Probleme.  Unser Tipp: Gesäuerte Produkte wie Joghurt und Buttermilch sind besser bekömmlich, da sie weniger Laktose als Kuhmilch enthalten und ihre Milchsäurebakterien die Verdauung unterstützen.

4. Ist Frischmilch gesünder als H-Milch?

Heute findet sich in den Regalen vor allem die “längerfrische” ESL-Milch. Sie wird kürzer und weniger hoch erhitzt als H-Milch. Das wirkt sich nicht nur auf den Geschmack positiv aus, sondern auch auf den Nährstoffgehalt. Monatelang haltbare Kuhmilch ist nicht per se ungesünder als Frischmilch, büßt jedoch durch das Erhitzen etwa 20 Prozent an wertvoller Folsäure, 35 Prozent an Vitamin C und 10 Prozent Vitamin B12 ein. Aber auch beim Aufkochen der Frischmilch im Haushalt werden ein Großteil der enthaltenen Vitamine zerstört.

Tabelle: Vitaminverluste (in Prozent) von frischer, längerfrischer ESL-Milch, H-Milch und zu Hause erhitzter Milch im Vergleich zu Rohmilch.

Vitamin B6 Vitamin B12 Folsäure Vitamin C
Frischmilch, pasteurisiert
 
8 10 10 20
längerfrische Milch (ESL-Milch)
10 10 10 30
H-Milch

 

10 10 20 35
Erhitzen und Kochen im Haushalt 20 50 > 20 75

5. Macht Milch krank?

Die meisten Experten sagen nein. Wegen der enthaltenen gesättigten Fettsäuren standen Milchprodukte lange in Verdacht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu begünstigen. Doch Studien zufolge ergibt sich bei einem hohen Milchkonsum kein erhöhtes Risiko für Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck oder Schlaganfall. Nach Ansicht des Max-Rubner-Instituts (Bundesforschungsinstitut für Ernährung und Lebensmittel) zeigte sich nach Auswertungen einer Vielzahl von Studien sogar, dass Kuhmilch das Risiko sogar eher senken kann.

Milchgegner halten dagegen, dass Milch nichts für den Menschen ist, sondern von der Kuh für ihre Kälber produziert wird. Das Argument, dass Milch zur Verschleimung der Atemwege beiträgt, ist aber seit jeher bekannt. Deshalb empfehlen nicht nur Naturheilkundler, sondern auch Großmütter, Milch vor allem bei Erkältungen und Husten zu meiden.

6. Löst Milch bei Kindern Allergien aus?

Früher hatten Babys aus Angst vor Allergien vor dem ersten Geburtstag Kuhmilch-Verbot. Heute weiß man jedoch: Nur wenn eine Veranlagung besteht, löst Kuhmilch tatsächlich Allergien aus. Trotzdem sollten Säuglinge nicht mehr als 200 ml Kuhmilch am Tag bekommen – hier können Sie mehr über die Empfehlung des Forschungsinstitus für Kinderernährung erfahren. Aber auch wenn keine Allergie vorliegt, kann es natürlich vorkommen, dass kleine Kinder Kuhmilch schlecht vertragen. Besprechen Sie Ihren Verdacht am besten mit dem Kinderarzt.

Gesunde Ernährung: Alles eine Frage der Menge

Kaum ein Thema ist umstrittener, daher hören Sie am besten auf Ihren Körper was den Genuss von Kuhmilch angeht. Ohnehin außer Acht gelassen sind hier ethische Fragestellungen der Milchproduktion. So finden Sie die Balance: Allzu viel ist bestimmt nicht gesund. Schmeckt und bekommt Ihnen Kuhmilch gut, bleiben Sie in Maßen dabei – tendieren Sie zu pflanzlicher Milch, ist auch das eine gesunde Wahl. Wenn Sie Milch trinken, bevorzugen Sie Bio-Milch, die auch mehr gesunde Omega-3-Fettsäuren liefert.


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Dunja Rieber

ist Ernährungswissenschaftlerin und schreibt seit 2018 für den LaVita-Blog. Ihr Grundsatz für eine gesunde Ernährung: Von allem ein bisschen, von nichts zu viel. Beim Kochen soll es frisch und möglichst ausgewogen sein - aber nicht zu aufwändig, denn im Alltag mit zwei kleinen Töchtern bleibt nicht viel Zeit, um lange in der Küche zu stehen.

40 Kommentare
    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Hallo Julian,
      Vielen Dank für Ihren Kommentar und das Lob!
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  1. Silke de Candido sagt

    sehr guter und praktischer Bericht über Milch und Milchprodukte.
    Danke für die Informationen.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Hallo Frau de Candido,
      Vielen Dank für Ihren Kommentar und das Lob!
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  2. Sabina Gehrmann sagt

    Kein guter Bericht ….Milch ist nicht für den Menschen gedacht sondern für das Kälbchen, welches die Kuh (meist unfreiwillig durch Zwangsbefruchtung) zur Welt bringt. Kälbchen wird dann der Kuh weggenommen, damit der erwachsene Mensch Babynahrung zu sich nehmen kann./.

    • Ja Mie sagt

      genau so ist es leider, traurig aber wahr
      ich trinke daher nur pflanzendrinks
      und verzichte auf Käse und Co.

    • Renate sagt

      Sehr geehrte Frau Gehrmann,
      Sie essen bestimmt auch keinen Honig, oder? Man nimmt ja den fleißigen Bienchen ihre Nahrung weg! Wozu wird dann bereits im Alten Testament ein Land, in dem Milch und Honig fließen, als edel und als das verheißene Land bezeichnet? Warum wird Gott als gnädig gelobt für ein Land mit solchem Reichtum? Durfte das Volk Israel diesen Reichtum nicht nutzen?
      Ich finde es nicht in Ordnung, einen gut durchdachten Bericht, der jedem Menschen seine Überzeugung und Handlungsfreiheit lässt, als “kein guter Bericht” abzukanzeln. Sie können doch essen und trinken, was Sie für richtig halten. Aber lassen Sie bitte anderen Ihre Freiheit, das ebenso zu tun!

    • stimme mit ihrer meinung zu 100 % überein. gerade die milch heute aus massentierhaltung und dauerschwangerschaft von kühen ist alles andere als gesund.

  3. Irmgard Thomsen sagt

    Hallo Frau Rieber,
    ich finde Ihren Artikel sehr überzeugend und gut beschrieben, es hilft auf jeden Fall in wichtigen Punkten weiter. danke

  4. Christina sagt

    Ich habe Asthma. Seitdem ich Milch und Milchprodukte meide; außer Butter u Käse , brauche ich nur noch selten Medikamente und Sprays

  5. Theo Krebber sagt

    Kalziumhaltiges Mineralwasser als Kalziumquelle ? Dieses Kalzium ist anorganisch. Erst die Pflanze wandelt anorganisches Kalzium in organisches K. Und wird dann erst für den Menschen verwertbar. Viele Menschen trinken permant sogenannte Heilwässer und wundern sich dann, dass sie „verkalken“.

  6. Inzw. wurde fest gestellt, dass Milch angeblich bei Erkältung nicht schadet, da die Schleimbildung nicht in den Atemwegen statt findet….

  7. M. Sailer sagt

    Guten Tag,
    ich trinke gerne ab und zu ein Glas Bio-Milch vom Bauern nebenan und es interessiert mich nicht, ob die Milch für ein Kälbchen gedacht sein sollte- schliesslich sind die meisten Nahrungsmittel nicht explizit für den Menschen gedacht u unsere Veganer töten schliesslich auch Pflanzen und Keimlinge, welche andere Zukunftspläne hatten als vom Veganer vorgesehen.
    Mir fehlt im Bericht jedoch ein Hinweis, ob Milch Wachstumshormone enthält, welche für mich als Erwachsenen schädlich sein können.

  8. Natalie sagt

    Milch ist dazu da, um ein Kälbchen in kürzester Zeit auf 500kg zu bekommen. Das soll für den Mensch gesund sein?!
    Sexualhormone, Wachstumshormone und ganz davon abgesehen die entzündeten Euter und anderen Krankheiten inkl. Medikamentenrückstände wodurch die Milch nicht verschont bleibt.
    Von den Leiden der Tiere will ich gar nicht erst anfangen…

  9. Eugen R. sagt

    Bin seit ein Jahr veganer.
    Fazit
    Werde für immer veganer bleiben.
    Alles ist besser ,ganz andere Lebensqualität.

  10. Steffani Hölscher sagt

    Ein wichtiger Punkt wurde vergessen: Milch bedeutet unfassbares Leid in der grausamen Milchindustrie für die Milchkühe. Und da wir Milch nicht brauchen, wie sehr richtig im Artikel beschrieben wurde, sollten wir einfach mal aufhören dieses überflüssige Produkt zu konsumieren. Jahr für Jahr werden die Kühe zwangsgeschwängert, nach der Geburt wird ihnen jedes mal ihr Kind weggenommen, dass sie ebenso lieben wie Menschenmütter ihre Kinder. Das Kalb ist entweder über und wird nach kurzer einsamer Lebenszeit im Kälberiglu als Baby geschlachtet oder kommt selbst als Milchkuh in den Kreislauf. Und alles für ein Produkt, was wir absolut nicht benötigen und was der Gesundheit nicht nützlich ist. Es gibt wunderbare Alternativen, die man sogar ganz leicht selbst herstellen kann. Selbstgemachte Nussmilch ist ein Gedicht und wesentlich gesünder. Bitte über das Thema informieren und keine Milch mehr konsumieren!

  11. Christoph Weiser sagt

    Alleine die für die heutige Milchproduktion “nötige” Massentierhaltung und die damit verbundene Tierschlachtung ist für mich ausreichend, um Milchprodukte generell zu meiden; auch der Bauer um die Ecke muss letztendlich auf dem Markt bestehen können und die “anfallenden” Kälber verkaufen oder schlachten – wegsehen macht es nicht besser.
    Selbst wenn dies nur ein klitzekleiner Beitrag ist, möchte ich ihn leisten.
    WIr bezeichnen uns als moderner Mensch, argumentieren aber trotz schier unendlicher Möglichkeiten Dank des stetigen Fortschritts mit Steinzeitargumenten zum Leid aller Schwächeren..

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Hallo Herr Weiser,
      Jeder klitzekleine Beitrag ist immer noch besser als gar nicht erst anzufangen, das ist ein wichtiger Punkt. Wo man anfängt, liegt bei jedem Einzelnen selbst: Der eine kauft Bio-Fleisch, der andere vermeidet Müll und kauft in Unverpackt-Läden, andere verzichten auf Leder. Das Anfangen zählt, nach und nach kommen von ganz alleine weitere kleine Schritte hinzu…
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  12. Helga Tack sagt

    Hallo Frau Rieber
    Danke für den gut geschrieben Artikel, ich bevorzuge Rohmilch direkt vom Bauernhof oder aus dem Milchautomaten, denn in dieser Milch sind alle Nährstoffe und Vitamin voll enthalten. Es ist Regional und man sieht wie die Tiere gehalten werden.
    Viele Grüße
    Helga

  13. Ch. Heil sagt

    Liebe Frau Rieber,
    ich wundere mich immer wieder über die Einstellung zu Kuhmilch. Kuhmilch wird noch gar nicht all zu lang konsumiert, da es früher ohne Strom keine Kühlschränke gab und Milch in der Wärme stehend schnell “sauer” wurde. Ich erinnere mich noch in den 70er Jahren, dass meine Mutter die restliche Frischmilch auf die Fensterbank gestellt und zu Dickmilch hat werden lassen.
    Nach meinen persönlichen Erfahrungen hat Milch und deren Produkte nichts in unserer Ernährung zu suchen! Das Kalzium in der Milch lässt unsere Knochen weich werden! Kuhmilch ist ausschließlich für ihr Kälbchen gedacht, so auch die Ziegenmilch und Schafsmilch. Diese sind NICHT für den Menschen gemacht! Muttermilch von Menschen wird auch nicht “industriell” vermarktet!
    Überhaupt ist der Mensch ein rein VEGANES Lebewesen! So auch jedes Tier!
    Milch und die daraus gewonnenen Produkte dienen nur der Vermarktung, Geschäftemacherei für die Landwirte, Geschäfte und Pharmaindustrie. Denn Allergien sind neben vielen anderen Krankheiten eine gute Einnahmequelle für die Pharmaindustrie, Ärzte und Heilpraktiker und sonstwie ernannten Heiler/innen.
    Die Kühe (auch die auf den Bio-Höfen!) werden für die Gier der Menschen ausgebeutet, gequält, gefoltert und grausam getötet. Diese Leiden gehen mit zu den Menschen, die Milch konsumieren, egal ob flüssig oder in Form von Käse, Butter, Joghurt etc.
    Auch der DGE ist längst bekannt, dass Kuhmilch ungesund für den Menschen ist, ihnen aber Verbote auferlegt wurden, dies zu veröffentlichen.

  14. Olivia sagt

    Bin enttäuscht über diesen Bericht und dachte eigentlich, Sie wären besser informiert.
    Es gibt zb. neben der Laktose noch das Milcheiweiß, auf das viele Menschen mit Unverträglichkeiten reagieren. Laktose, also der Milchzucker ist nicht der einzige Bestandteil, der etlichen Menschen Schwierigkeiten bereitet. Und man weiß heute, dass das Calcium in der Milch vom menschlichen Körper gar nicht aufgenommen werden kann. Im Gegenteil, es wird Calcium entzogen. Aber natürlich wird die Industrie dem Menschen weiter vermitteln, dass Milch wichtig und gut ist. Bringt ja doch viel Gewinn. Soviel nur kurz zu ihrem Bericht.
    Die Milch sollte also dort bleiben, wo sie hingehört. Für für die Kälbchen.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Hallo Olivia,
      Über das Thema Milcheiweiß haben wir bereits einen Artikel verfasst – hier können Sie sich gerne informieren.
      Auch ich finde es nicht richtig, wenn die Industrie Meinungsmache betreibt. Genau deshalb ist eine neutrale Berichterstattung, die auf wissenschaftlichen Fakten beruht und beide Seite beleuchtet, so wichtig. Nicht minder wichtig sind natürlich auch das persönliche Empfinden und die Veträglichkeit jedes Einzelnen.
      Zum Thema Kalzium-Aufnahme: In der Milch ist das Kalzium überwiegend an Kasein gebunden. Durch die Wärmebehandlung zur Haltbarmachung steigt der Anteil gebundener Kalzium-Phosphatkomplexe. Deshalb die Aussage, das in der Milch gebundene Kalzium könne vom Körper nicht resorbiert werden. Allerdings wird Kalzium in unserem Körper im sauren Magenmilieu aus seinen Bindungen freigesetzt und kann so resorbiert werden. Die Kalziumresorption aus Milch liegt beim Erwachsenen zwischen 25 bis 40 Prozent. Einfluss auf die Resorption beim Menschen nehmen u. a. unter anderem der persönliche Vitamin D-Status und die individuelle Kalziumversorgung.
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  15. Britta Mansfeld sagt

    Ich finde den Artikel unvollständig, denn derzeit wirft der Konsum von Milch noch mehr Fragen auf:
    Übersäuern Milchprodukte den Körper und entziehen ihm dadurch Kalzium?
    Schädigt homogenisierte Milch die Gefäße?
    Wie wirken die Hormone einer ständig trächtigen und laktierenden Kuh auf den Menschen?

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Hallo Maria,
      genau, pasteurisierte Frischmilch im Vergleich zu Rohmilch.
      Viele Grüße,
      Dunja Rieber

  16. Cornelia sagt

    Wo sind die Fakten, dass Milch genmanipulierend wirkt, das Wachstum anregt, was bei Erwachsenen va. auch Krebs- und Fettzellen betrifft?! Milch ist vielleicht für Kinder gut und für die kälbchen…. Erwachsene Kühe trinken auch keine Milch…

  17. Nicole S. sagt

    Milch kann krank machen! Schwerstkrank sogar! Sodass es sogar zum Tode durch Organversagen kommen kann! Nämlich dann, wenn man von der seltenen Stoffwechselerkrankung Galaktosämie betroffen ist! Die herkömmliche Laktose-Intoleranz ist dagegen ein Witz! Zu schade, dass bei Milchunverträglichkeit immer nur von der Laktose-Intoleranz gesprochen wird. Das wirkliche Problem haben die Menschen, die Galaktose nicht aufspalten können!

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Hallo Nicole,
      Vielen Dank für Ihren wichtigen Hinweis! Sie haben durchaus Recht. Glücklicherweise gehört ein Bluttest auf Galaktosämie in Deutschland bereits seit 1978 zu den gesetzlich festgelegten Untersuchungen beim Neugeborenen und findet routinemäßig am vierten Lebenstag statt. Der genetisch bedingte Enzymdefekt lässt sich nicht therapieren. Die Betroffenen müssen ein Leben lang galaktosehaltige Nahrungsmittel und die in Milchprodukten enthaltene Laktose meiden (Laktose wird im Dünndarm in Glukose und Galaktose gespalten).
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  18. Jacques Beer sagt

    Hallo Frau Fieber,
    ich finde diesen Bericht deswegen sehr gut, weil er nicht direkt polarisiert. Sie beschreiben die Wirkung der Nahrungsmittel genau so wie sie auch auftreten, nämlich alles mit der passenden Dosis. Die Dosis macht das Gift, wie wir früher so schön in der Schule gelernt haben. Übrigens sind wir Menschen heute leider fast nicht mehr in der Lage unbehandelte frische Milch zu konsumieren, da wir durch unsere immer steriler werdende Art zu leben mit den hohen Keimzahlen in der Milch nicht mehr klar kommen. Das ist auch ein Grund warum auch die Frischmilch zumindest pasteurisiert werden muss.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Vielen Dank für Ihren Kommentar. Die Vitaminverluste beziehen sich auf das Pasteurisieren, also auf den Vergleich mit Rohmilch.
      Viele Grüße,
      Dunja Rieber

  19. Laszlo Millin sagt

    Danke für die Information.
    Ist Hafermilch ein guter Austausch für Kuhmilch?

    Mit vielen Grüßen
    Laszlo Millin

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Hallo Herr Millin,
      Hafermilch ist durchaus eine gute Alternative. Bei der Herstellung von Hafermilch werden die Getreidekörner mit Wasser vermischt und püriert, anschließend gesiebt – und fertig ist die Getreidemilch. Um eine sämigere Konsistenz zu erreichen, geben Hersteller oft noch etwas Pflanzenöl, teilweise auch Speisesalz hinzu. Von Natur aus liefert Hafermilch relativ wenig Vitamine und Mineralstoffe, da der Großteil im festen, ausgesiebten Getreidebrei zurückbleibt. Schlimm ist das natürlich nicht, wenn man dazu reichlich nährstoffreiche Lebensmittel verzehrt. Hier haben wir für Sie weitere Informationen zu pflanzlichen Milchalternativen zusammengestellt.
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  20. Angela Festl sagt

    Sehr guter und ausgewogener Bericht, der die Vorzüge, aber auch die Nachteile beleuchtet. Der Mensch war und ist von seiner Entstehungsgeschichte her ein “Allesfresser” und alles was nahrhaft und genießbar war, hat er zu sich genommen. Von daher ist der gesunde Beitrag der Milch logisch. Aber natürlich macht die Dosis das “Gift”. Zu einer ausgewogenen gesunden Ernährung gehört von Alles ein bisschen und das individuelle Gefühl “was tut mit gut”.
    Lob für diesen Beitrag

  21. Das Kalzium aus der Kuhmilch kann der menschliche Körper überhaupt nicht verwerten/gebrauchen! Er muss, um das Kalzium aus der Kuhmilch zu neutralisieren, eigenes Kalzium aus den Knochen (und mehr) lösen. Daher ist Kalzium aus der Kuhmilch überhaupt keine Kalzium-Quelle, sondern man verliert dadurch Kalzium. Besser Mal ein paar Kartoffeln oder Sprossen essen…
    Das mit dem Kalb der Kuh weg nehmen, schließe ich mich an. Einer Turbo-Kuh die 60000 Liter Milch im Jahr gibt, muss man schon vorgauckeln, dass sie 100 Kälber hat, sonst würde sie niemals solche Mengen geben.
    Tut mir Leid, ich hätte gedacht da kommt was im Artikel, aber lieber besser recherchieren…

  22. Claudia Rosenthal sagt

    Hallo Fr. Rieber,
    Milch ist nicht gleich Milch. Aus eigener Erfahrung bin ich der Meinung, dass die Milch von Kühen die noch auf der Weide sind und Gras fressen unproblematisch ist.
    Die Milch von Tieren, die mit Silage im Stall gefüttert werden, sehe ich sehr kritisch und ungesund am.
    Meist wird dieser Aspekt bei solchen Diskussion vergessen.

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber sagt

      Hallo Frau Rosenthal,
      das sehe ich ähnlich. Leider dürfen nicht mehr viele Tiere artgerecht leben, aber jeder kann versuchen möglichst Milch von “glücklichen” Kühen zu kaufen. Die zu finden ist sicherlich nicht immer einfach und der Einkauf kann mit Umwegen verbunden sein – aber es lohnt sich!
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

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