Die wichtigen Spurenelemente Mangan, Molybdän und Kupfer stecken z. B in Haferflocken.

Unterschätzt: So wichtig sind Mangan, Kupfer und Molybdän

Diese Spurenelemente sind kaum bekannt, aber dennoch groß in der Wirkung. Und sie stecken in diesen Naturprodukten!

von Dunja Rieber


Um gesund zu sein, brauchen wir nicht viel von ihnen: Bei Spurenelementen entscheiden wenige Mikrogramm über unser Wohlbefinden. Selen, Zink und Eisen sind die bekanntesten unter ihnen. Doch haben Sie schon einmal etwas von Molybdän, Kupfer oder Mangan gehört? Auch sie zählen zu den Spurenelementen. Nur weil sie kaum bekannt sind, bedeutet das nicht, dass sie weniger wichtig sind.

Für einen gesunden Körper brauchen wir alle Vitamine und Spurenelemente

Alle Vitamine und Spurenelemente wirken im Zusammenspiel, ähnlich wie die Glieder einer Kette. Und jede Kette ist eben nur so stark wie ihr schwächstes Glied. Wir haben für Sie zusammengefasst, wofür unser Körper Mangan, Kupfer und Molybdän braucht und in welchen Lebensmitteln sie stecken:

Mangan – Knochen und Bindegewebe

Warum es uns gut tut: Unser Körperbestand an Mangan ist insgesamt zwar sehr klein und beträgt nur ca. 10 bis 40 mg. Unsere Knochen weisen allerdings relativ hohe Gehalte an Mangan auf – was schon auf die Bedeutung des Spurenelementes hindeutet. Im Gegensatz zu vielen anderen Funktionen ist wissenschaftlich bereits belegt, das Mangan bei der Erhaltung normaler Knochen eine Rolle spielt. Mangan bietet noch mehr Nutzen für unseren Halteapparat, denn es unterstützt die Bildung unseres Bindegewebes. Und: Genau wie Vitamin C und E schützt auch Mangan unsere Zellen vor den Schäden durch oxidativen Stress z. B. durch Rauchen oder Entzündungen im Körper.
Viel Mangan steckt in: Wenn Sie reichlich Weizenkeime, Vollkornbrot, Haferflocken, Naturreis, Mandeln, Ananas, Blaubeeren, Kartoffeln, Brokkoli, und Spinat essen, sind sie gut mit Mangan versorgt.

Kupfer – Erbgut, Immunsystem und Eisentransport

Warum es uns gut tut: Der größte Teil des Kupfers in unserem Körper (80 bis 100 mg) ist Bestandteil von Enzymen. Einige dieser Enzyme sind an der Beseitigung der im Körper gebildeten freien Radikale beteiligt. Die Superoxid-Dismutase ist ein solches Enzym, dem Mediziner eine große Rolle beim Schutz unseres Erbguts vor oxidativen Schäden zusprechen – und ihre Aktivität ist abhängig davon, wie viel Kuper wir aufnehmen.
Viele kennen den Zusammenhang zwischen unserem Abwehrsystem und Vitamin C und Zink, aber auch Kupfer trägt zu einer normalen Funktion unseres Immunsystems bei. Schon eine minimale Unterversorgung beeinträchtigt die Aktivität der Fresszellen – die Killertruppe unseres Abwehrsystems (Munoz et al.: Br J Nutr. 2007).
Außerdem unterstützt Kupfer den Eisentransport in unserem Körper, ohne Eisen keine Blutbildung.
Viel Kupfer steckt in: Gute Quellen für das Spurenelement sind Champignons, Weintrauben, Kartoffeln, Vollkorngetreide, Naturreis, getrocknete Aprikosen und Käse wie z. B. Emmentaler.

Molybdän – essenziell für unseren Stoffwechsel

Warum es und gut tut: Beim diesen Spurenelement steht die Forschung noch am Anfang. Sehr gut belegt ist bisher, das Molybdän im Stoffwechsel bestimmter Eiweiße – so genannter stickstoffhaltiger Aminosäuren – eine Rolle spielt und am Purinstoffwechsel beteiligt ist. Purine, die in der Nahrung natürlicherweise vorkommen werden dabei im menschlichen Körper zu Harnsäure abgebaut. Eiweiße wiederum sind die Grundbausteine einer jeden Zelle in unserem Körper.
Die Forschung lässt vermuten, dass Molybdän weitere Funktionen unseres Körpers unterstützt. Beispielsweise scheint Molybdän Bestandteil einiger Enzyme zu sein (Xanthinoxidase, Sulfitoxidase), die Studien zufolge eine Rolle bei der Inaktivierung bestimmter toxischer Substanzen spielen könnten (Nutr Clin Pract. 1993).
Viel Molybdän steckt in: Gute Lieferanten für das Spurenelement sind Erbsen, Linsen, Bohnen und Vollkorngetreide.

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Dunja Rieber

ist Ernährungswissenschaftlerin und schreibt seit 2018 für den LaVita-Blog. Ihr Grundsatz für eine gesunde Ernährung: Von allem ein bisschen, von nichts zu viel. Beim Kochen soll es frisch und möglichst ausgewogen sein - aber nicht zu aufwändig, denn im Alltag mit zwei kleinen Töchtern bleibt nicht viel Zeit, um lange in der Küche zu stehen.

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