Gesunde Pizza, Pommes & Co. für Kinder

Kinder werden es lieben! 5 Tipps für gesunde Pizza und andere leckere Alternativen

Was Eltern wollen, wollen Kinder noch lange nicht. Vor allem nicht, wenn es um die gesunde Küche geht. „Ihh, das mag ich nicht!“, ist bestimmt einer der bekanntesten Sätze bei vielen Mamis. Um den Hausfrieden zu wahren, ist man dann schnell verleitet nachzugeben: Es gibt Pommes anstelle einer Gemüsebeilage und alle scheinen zufrieden. Besonders gesund ist das allerdings nicht. Mit diesen 5 selbsterprobten Rezept-Tricks machen Sie Ihr Kind zum Gemüseliebhaber!

von Sara Zeitlmann

Leere Kalorien sind nichts fürs Wachstum

Gerade die kleinen Kinderkörper leisten Höchstarbeit. Die Knochen wachsen, der ganze Körper ist ständig in Veränderung und auch geistig haben Kinder täglich unglaublich viel zu meistern: Sie lernen Sprechen, Dinge zu interpretieren und jeden Tag gibt es was Neues zu entdecken. Kein Wunder also, dass die Zellen nach Nährstoffen lechzen. Mit diesen gesunden Alternativen zu typischen Lieblingsessen geben Sie Ihren Kindern viel Gutes mit auf den Weg:

1. Natürliches Vitamin-Ketchup

Herkömmliches Ketchup ist leider eine Zuckerbombe. Über 40 Würfelzucker können in einer einzigen Flasche stecken. Mittlerweile gibt es erfreulicherweise Bio-Anbieter mit einem Tomatenmarkanteil von über 80 Prozent. Doch warum nicht gleich Tomatenmark als Alternative anbieten? Tomatenmark gilt als Vitaminbombe – also das Gegenteil der Zuckervariante. Sie können es im Grunde zu allen Speisen als Dip anbieten. Das konzentrierte Tomatenmark hat mehr sekundäre Pflanzenstoffe als frische Tomaten und ist in jedem Fall gesund und lecker!

2. Bunte Gemüse-Pommes

Pommes frites gehören einfach zur Kindheit. Das ist auch richtig so und sei jedem Kind vergönnt. Pommes sollten aber nicht jede Woche auf dem Tisch stehen. So bestehen – entgegen der landläufigen Meinung – konventionelle Pommes nicht nur aus Kartoffeln, sondern werden auch mit Mehl bestäubt. Gleichzeitig werden Sie mit billigen Fetten verarbeitet. Beides liefert viele Kalorien, aber wenig Nährstoffe.

Eine gesunde Alternative ist einfach und schnell zubereitet: Einfach Kohlrabi, Süßkartoffeln, Karotten und Kartoffeln in schmale Pommes-ähnliche Streifen schneiden. Salz, Pfeffer und beliebige Gewürze mischen und über das Gemüse geben. Gut durchmischen und im Backofen bei 220 Grad 15 Minuten ausbacken. Anschließend mit Olivenöl bestreichen. Fertig sind leckere Gemüsepommes, die Kinder mit Quark, Tomatenmark oder pur genießen können.

3. Leckere Nudeln ohne Getreide

Weiße Nudeln liefern fast ausschließlich leere Kalorien, stehen bei den Kindern aber unglaublich hoch im Kurs. Empfehlenswert wären Vollkornnudeln, die meiner Erfahrung nach aber nicht sehr gut angenommen werden.

Doch ein neuer Trend scheint die Lösung zu sein: Gemüsenudeln. Mit einem Spiralschneider zaubern Sie spielend einfach aus Karotten, Zucchini und Co. leckere Nudeln. Diese müssen dann nur 3 Minuten ins kochende Wasser, anschließend können Sie sie mit einer Soße Ihrer Wahl anbieten. Das Auge isst mit und die bunten Farben kommen super an! So haben Sie wertvolle Vitamine versteckt und die Nudelportion liegt nicht allzu schwer im Magen.

Dieses Soßen-Rezept liefert gesunde Energie, macht satt und eignet sich perfekt für die Gemüsenudeln: Dazu brauchen Sie etwa 200g Schmand, 200ml Gemüsebrühe, 30g gemahlene Mandeln, 100g Erbsen und 100g Spinat. Die Mandeln, Erbsen und Spinat kurz in der Pfanne andünsten und anschließend mit der Brühe ablöschen. Den Schmand erst am Schluss dazugeben, damit er nicht flockt. Nach drei Minuten die Gemüsenudeln in die Pfanne geben, durchmischen und auf die Teller verteilen.

4. Immer ein Hit: Gesunde Pizza

Pizza steht ebenso ganz oben auf der Hitliste der Lieblingsgerichte. Hin und wieder ist eine Pizza kein Problem, aber im Übermaß tut man dem kleinen Organismus damit nichts Gutes. So ist der Boden der klassischen Pizza aus reinem Weißmehl gebacken – besteht also nur aus leeren Kalorien. Dazu kommt oftmals der fettige und vitaminarme Belag z. B. aus Salamischeiben.

Wer seine Pizza zuhause selbstmacht und belegt, hat schon großen Einfluss auf die Zutaten und darauf, wie gesund sie wird. Den Belag können Sie zum Beispiel ganz nach Geschmack mit dem Lieblingsgemüse der Kleinen belegen.

Als gesunde Alternative zum gewöhnlichen Pizzaboden können Sie außerdem mal einen leckeren Boden aus Hirseflocken, Quark und Ei zaubern. Ebenfalls beliebt ist die Variante aus Polenta oder aus geriebenen Kartoffeln. Wer es ausgefallen mag, macht einen grünen Boden aus Zutaten wie einer geriebenen Zucchini, Semmelbrösel und Quark. Sie werden sehen, auch diese Pizza werden Kinder lieben!

5. Naschen ohne Reue

Thema Süßigkeiten! Zwar hat hier jede Mama ihre eigenen Ansichten und Schmerzgrenzen, trotzdem ist sich der Großteil einig, dass Süßigkeiten so selten wie möglich in den Kindermägen landen sollten. Doch an jeder Ecke lauern die süßen Verführungen – ob bei Oma oder im Supermarkt, ob im eigenen Naschschrank oder auf Familienfesten.

Doch längst nicht jedes Kind ist zum Zuckerliebhaber geboren. Oft kommt es einfach darauf an, wieviel Zucker das Kind gewohnt ist. Bekommt es beispielsweise von klein auf eher herbe und gesunde Schokolade (mind. 85 Prozent Schokoladenanteil), gewöhnt es sich schnell an den Geschmack. So stehen später die Chancen gut, dass es die Zartbitterschokolade jedem pappsüßen Riegel vorzieht.

Lässt man beim Kuchenbacken den Zucker weg, bzw. reduziert ihn oder ersetzt ihn durch Bananen oder Agavensirup ist der Effekt ähnlich. Eis aus selbstgemachten Smoothies hat mehr Vitamine als ein Zuckerwassereis aus dem Handel.

Wir haben es in der Hand an welchen Geschmack wir den Nachwuchs gewöhnen. Experimentieren Sie zusammen mit Ihrem Kind und haben Sie selbst Spaß daran! Wir sind das große Vorbild für unsere Kinder und je gesünder wir uns ernähren, desto gesünder schafft es auch der Nachwuchs. Und dann dürfen es zwischendurch auch mal „ganz normale“ Pommes mit Ketchup sein.


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Sara Zeitlmann

arbeitet seit 2002 als Redakteurin und liebt es die Geschichte hinter einer Geschichte zu sehen. Zu ihren Lieblingsthemen gehört dabei schon immer alles, was sich mit Gesundheit und Natur beschäftigt. Bis zur Babypause 2014 war sie weltweit fürs Fernsehen unterwegs, jetzt bleibt sie lieber in der Nähe der Familie, ihrem Kräutergarten und schreibt u. a. als Gast-Autorin für den LaVita Blog.

8 Kommentare

  • Werner Stadler

    Liebe Frau Zeithmann,

    danke für die einfallsreichen Tipps. Ich wäre selbst nie darauf gekommen.

    Beste Grüße

    W. Stadler

  • Diese einfallsreichen Ernährungstipps sind eine gute Idee von Lavita. Ich lese sie ganz langsam, damit Bilder im Kopf entstehen können und manchmal kann ich dabei sogar den Duft riechen. Eine wahre Bereicherung. Danke Lavita.

  • Angelika Linsmeier

    Liebe Frau Zeitlmann,
    bitte, wo kann ich die Rezepte finden für die alternativen Pizzaböden?
    Danke sehr! auch für Ihre wirklich sehr guten Ideen, wundervoll.
    Liebe Grüße
    Angelika Linsmeier

  • Hallo, ich hätte auch Interesse an den Rezepten. Insbesondere den Alternativen zum Pizzaboden.
    Vielen Dank! 🙂

  • Brigitte Braun

    Hallo, ich hätte auch Interesse an den Pizzaböden. Vielen Dank

    • Dunja Rieber
      Dunja Rieber

      Hallo Frau Braun,
      hier kommt das Rezept für Polenta-Pizza: Sie brauchen 750 ml Wasser, 1/2 TL Salz, 1 TL Butter, 250 g Polenta. Zubereitung: Wasser mit Salz und Butter aufkochen. Polenta zufügen, 5 Min. unter Rühren kochen, von der Herdplatte nehmen. Backofen auf 200 Grad vorheizen. Ein Backblech mit Backpapier belegen. Polenta ca. 2 cm dick auf das vorbereitete Blech streichen und noch 5 bis 10 Min. quellen lassen. Die Polenta nach Belieben belegen. Im Ofen ca. 25 Min. backen. Guten Appetit!
      Herzliche Grüße,
      Dunja Rieber

  • jana klein

    guten tag! bitte auch noch das rezept für den pizzateig aus geriebenen kartoffeln und den teig mit hirse. herzlichen dank und grüße, j. klein

  • Hei an alle, danke für leckere Rezepte. Schrittweise hat Sara bewiesen, dass Pizza den Kindern auch Spaß machen kann, besonders selbst gebacken. Den meinen schmeckt aber schon die aus dem Service, der auf einem intalienischen Familienrezept spezialisiert ist und die auch zugleich direkt nach Hause geliefert werden kann.

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