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Gesund abnehmen – so funktioniert‘s

Gesund abnehmen funktioniert nur, wenn die Lebensweise dauerhaft umgestellt wird.

Egal wohin man blickt: Alles scheint sich darum zu drehen, wie man möglichst schnell, möglichst viel Gewicht verlieren kann. Nur, wozu das Ganze? Um sich besser zu fühlen, attraktiver oder gesünder zu sein? Gerade letzteres scheint eben nicht der Fall zu sein. Wer abnimmt, tut nicht automatisch etwas für seine Gesundheit, womöglich schadet man sich sogar. Wir zeigen Ihnen, warum Abnehmen um des Abnehmens Willen ungesund ist und wie Sie wirklich gesünder, fitter und glücklicher werden.

Wir nehmen meist automatisch an, dass Abnehmen das dringendste Ziel ist, das Übergewichtige haben. Selbst Mediziner bemessen den Erfolg der Abnehmwilligen allein an Ihrem Gewichtsverlust. Dass Übergewichtige nur dann gesund und lange leben können, wenn sie abnehmen, ist allerdings nicht nachweisbar – zumindest nicht für Erwachsene. Während übergewichtige Kinder und Jugendliche noch durch Abnehmen spätere Folgekrankheiten verhindern können, profitieren ältere Menschen viel weniger davon.

Wie dick ist ungesund?

Alle Daten, Studien und Beobachtungen sprechen dafür, dass das Gewicht allein nicht entscheidend ist für Gesundheit, Wohlbefinden und ein langes Leben. Was die Gesundheit vor allem fördert, ist eine Steigerung der körperlichen Leistungsfähigkeit sowie die Umstellung auf eine gesündere, bessere Ernährung.
Entscheidend ist, wie wir abnehmen – nicht wieviel oder wie schnell wir abnehmen. Alle Methoden, die das Abnehmen beschleunigen sollen – seien es Diäten, Schlankheitspillen oder Shakes – können eine Umstellung des Lebensstils nicht ersetzen, bestenfalls gerade mal unterstützen.

Kurz erklärt: Was ist BMI?

Der Body-Mass-Index, kurz BMI, setzt das Körpergewicht eines Menschen ins Verhältnis zu seiner Körpergröße. Der BMI ist nur ein grober Richtwert, da er weder Geschlecht, Statur noch Muskelmasse berücksichtigt. So berechnen Sie Ihren BMI: (Gewicht in kg) : (Körpergröße in m)2 = BMI

Was ist Übergewicht?

Als Übergewicht ist offiziell ein BMI von 25-30 definiert.

Was ist Adipositas?

Unter Adipositas (Fettsucht) leiden laut Definition Menschen mit einem BMI höher als 30.

Welche Risiken gehen mit Übergewicht einher?

Die meisten leicht bis mäßig Übergewichtigen haben keine akuten Beschwerden. Auch ist ihr Krankheitsrisiko nicht erhöht. Allerdings treten mit zunehmendem Gewicht folgende Probleme eher auf: Gelenkbeschwerden, Rückenschmerzen, Luftnot, Schlafapnoe (Atempausen während der Nacht), depressive Verstimmungen bis hin zu Depressionen.

Bei Adipösen verschlimmern sich die Gesundheitsrisiken stark. Bei einem BMI von 30 bis 35 ist das Leben um 2-4 Jahre verkürzt, bei höherem BMI sogar bis zu 10 Jahre.

Starkes Übergewicht erhöht das Risiko für sogenannte Folgeerkrankungen wie Diabetes, Fettstoffwechselstörungen, Arteriosklerose, Bluthochdruck, Depressionen und Arthrose. Als Grund sehen Wissenschaftler heute nicht das Gewicht an sich, sondern den gestörten Stoffwechsel der Übergewichtigen.

 

BMI oder Bauchumfang – welche Methode ist sinnvoller zur Beurteilung?

Ob Übergewicht das Risiko für bestimmte Krankheiten erhöht, hängt nicht nur von der Körpermasse insgesamt ab. Einen großen Einfluss auf das Risiko hat vielmehr die Fettverteilung im Körper.

So haben Menschen, die laut BMI bereits als übergewichtig gelten (BMI von 25-30), die höchste Lebenserwartung überhaupt. Zwar bleibt unklar, ob sie auch gesund bzw. gesünder altern, nichtsdestotrotz steht die Einschätzung mithilfe des BMIs und seiner Aussagekraft über das gesunde Körpergewicht in der Kritik.

Mediziner und Wissenschaftler setzen sich heute dafür ein, dass sich in Zukunft die Beurteilung mithilfe des Bauchumfangs durchsetzt. Anders als der BMI berücksichtigt die Messung des Bauchumfangs nämlich die Fettverteilung innerhalb des Körpers.

Birnentypen leben gesünder: Bauchfett ist das wahre Problem

Fett, das sich am Bauch ansetzt, gilt als das ungesündeste Fett. Menschen, die dazu neigen, am Bauch zuzunehmen, gehören dem sogenannten Apfeltyp an. Zum Apfeltyp neigen vor allem Männer. Zusätzliches Fett lagert sich bei ihnen im Bauchraum bzw. darum ab. Gesäß und Oberschenkel bleiben relativ schlank.

Frauen sind häufiger Birnentypen. Nehmen Sie eher um die Hüfte und an den Oberschenkeln zu, entsprechen Sie diesem Typ. Das Fett lagert sich nicht um die Organe ab, sondern unter der Haut an Po, Hüften und Oberschenkeln.

So messen Sie Ihren Bauchumfang richtig

Doch auch Birnentypen können das gesunde Maß überschreiten. Wie gefährlich die jeweilige körperliche Verfassung ist, lässt sich ganz einfach nachmessen – mithilfe eines gewöhnlichen Maßbandes: Legen Sie das Maßband im Stehen genau in der Mitte des Bauches bzw. an der dicksten Stelle an und messen Sie den Umfang. Halten Sie dabei nicht übertrieben die Luft an.

Das sagt das Ergebnis über Ihr Gesundheitsrisiko:

Männer

  • < 94 cm: Sie haben kein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen.
  • 94-101 cm: Ihr Risiko ist erhöht. Versuchen Sie in den gesunden Bereich zu kommen.
  • ab 102 cm: Das Risiko, an Folgeerkrankungen zu erkranken, ist bei Ihnen stark erhöht. Sie sollten durch Anpassungen Ihres Lebensstils den Bauchumfang reduzieren.

Frauen

  • < 80 cm: Sie haben kein erhöhtes Risiko für Folgeerkrankungen.
  • 80-87 cm: Ihr Risiko ist erhöht. Versuchen Sie in den gesunden Bereich zu kommen.
  • ab 88 cm: Das Risiko, an Folgeerkrankungen zu erkranken, ist bei Ihnen stark erhöht. Sie sollten durch Anpassungen Ihres Lebensstils den Bauchumfang reduzieren.

Gesund abnehmen: Besser leben – und die Pfunde purzeln von allein!

Wie bereits erwähnt: Nicht das Verlieren von Körpergewicht ist entscheidend, sondern eine Umstellung des Lebensstils. So senkt bereits die Umstellung auf eine gesündere Ernährung Blutdruck und Blutfettwerte – auch ohne Gewichtsverlust.

Mehr typgerechte Bewegung und gesunde, ausgewogene Ernährung – so kurbelt man den Stoffwechsel an und verliert automatisch an Gewicht. Nicht rasant schnell, aber dafür nachhaltig und gesund! Diese vier Tipps können Ihnen helfen, den Umstieg zu schaffen:

1. Gesunde Bewegung

Mehr Fitness und Sport kann Ihr Leben um 10 Jahre verlängern. Nicht nur das, auch die gesunden Jahre werden mehr. Regelmäßige Spaziergänge – zwei- bis dreimal die Woche, können dabei schon die ersten positiven Effekte erzielen. Gelenkschonende Sportarten wie Schwimmen und Radfahren sind ebenfalls geeignet, um den Körper an die regelmäßige Bewegung zu gewöhnen. Sport in Kombination mit reduzierten Kalorien und umgestellter Ernährung ist und bleibt der Abnehm-Tipp Nummer 1! Tipps, wie Sie den inneren Schweinehund dauerhaft überwinden können, finden Sie hier.

2. Keine Diäten mehr

Fragen Sie sich vor jeder Ernährungsumstellung: „Kann ich das 5 Jahre durchhalten?“ Nur wenn eine Ernährungsumstellung von Dauer ist, kann sie einen Einfluss auf die Gesundheit haben. Sinnvolle und langfristig angelegte Ernährungsweisen gibt es einige, besonders zu empfehlen ist hier die Vollwertkost bzw. Clean Eating. Hier finden Sie die 10 Regeln des Clean Eating. Diäten bewirken meist nur kurzfristige Effekte. Auf lange Sicht ist Abnehmen dadurch eher unwahrscheinlich.

3. Suchen Sie sich selbst erreichbare Ziele

10 Kilo in zwei Monaten abzunehmen (oder gar noch mehr?!) ist nicht nur unrealistisch, sondern auch ungesund und nicht von Dauer. Als Richtwert zum gesund abnehmen in Zusammenspiel mit einer schrittweisen Ernährungsumstellung und mehr Bewegung gilt: ein Pfund pro Woche ist möglich und sinnvoll. Aber auch wenn es weniger ist – solange es dauerhaft funktioniert, ist es besser als jede Diät!

4. Gesund abnehmen – mit diesen Rezept- und Lesetipps

Haben Sie schon unser Buddha-Bowl-Rezept ausprobiert? Zusammen mit unseren vitaminreichen Basis-Rezepten schaffen Sie damit eine gute Grundlage, um gesundes Abnehmen auch ohne Diäten zu schaffen. Außerdem verraten wir Ihnen hier, welche Lebensmittel und Zutaten wahre „Fettkiller“ sind. Denn auch die können beim gesund Abnehmen helfen.

 

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Cora Högl

Cora Högl

ist seit 2013 Redakteurin bei LaVita. 2016 machte sie die Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin (IHK). Privat liebt sie es gesund zu kochen - lässt sich aber auch sehr gerne bekochen. Die so gewonnene freie Zeit verbringt sie dann am liebsten mit ihren Hunden in der Natur oder im eigenen Garten.

6 Kommentare
  1. Lefkes, Evamaria sagt

    Finde ich eine ganz tolle Idee. Bei mir ist es aber umgekehrt. Ich würde gerne
    zunehmen, was mir aber nicht gelingt. Haben Sie da Vorschläge?

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Hallo Frau Lefkes,

      vielen Dank für Ihren Kommentar. Wenn Sie (gesund) zunehmen möchten können Sie z. B.:

      – Nussmuse (Mandel-, Sesam-, Haselnussmus etc.) zusätzlich beim Kochen oder als Brotaufstrich verwenden.
      – Generell immer Nüsse und Trockenfrüchte als Zwischensnacks knabbern.
      – Immer etwas essen, wenn Sie gerade Hunger haben, z. B. indem Sie immer eine Tüte Nüsse in Ihrer Tasche haben.
      – Gerne mit hochwertigen, pflanzlichen Ölen jede Mahlzeit noch einmal verfeinern.
      – Sport und Bewegung hilft Muskeln und damit gesunde Körpermasse aufzubauen.

      Nehmen Sie sich ruhig viel Zeit zum Essen. Langes Kauen hilft dem Körper, die Nahrung besser aufzuschließen und erleichtert ihm die Verdauung.

      Gibt es denn einen speziellen Grund, warum Sie zunehmen möchten?

      Herzliche Grüße,
      Cora Högl

  2. Ingrid Pfänder sagt

    Hallo
    Wie alt bist du?
    Ich habe die Erfahrung mit eins meiner Kinder.
    Wichtig vorrangig ist deine Zellen mit natürlichen Vitamine und Vitalstoffe zu versorgen, dass deine Zellen „satt“ sind.
    Unser Problem ist, dass unsere Zellen unterversorgt sind.
    Dann Krafttraining und zusätzlich gutes Eiweißpulver zu dir nehmen.
    Geh viel raus, sei unter positiven Menschen die dir gut tun.
    Gute Musik hören – tanzen gehen
    Alles das fördert dein Wohlbefinden und letztlich auch, dass sich deine Wünsche erfüllen.
    Gutes Gelingen!!!

    Lieben Gruß Ingrid

  3. herbert pelzmann sagt

    In einem Restaurant bestaunte ich die Speisekarte .
    ALLES V E G A N ! ! !

    Ich bestellte : EIN TAXI

  4. Claudia sagt

    Hallo,
    Klasse Artikel! Ich finde Punkt 2, Keine Diäten, am wichtigsten. Ich habe viele Diäten gemacht und bekam oft zu spüren was die Diäten alles mit unserem Körper anstellen können. Mir ging es zu den Zeiten wo ich eine Diät gemacht habe schlecht, ich habe mich schlapp und ausgelaugt gefühlt. Dazu kamm nach jeder Diät der JoJo-Effekt… Ich habe mehr gewogen als zuvor. Seitdem Ernähre ich mich lieber gesund und treibe nebenbei etwas Sport und fühle mich richtig gut.

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Vielen Dank für Ihren Kommentar, Claudia, das freut mich sehr! Ihnen weiterhin alles Gute 🙂

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