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Natürlich entgiften – mit Löwenzahn, Ölziehen und Co.

Natürlich entgiften, den Körper unterstützen

Wenn Sie sich häufig müde, lustlos, abgeschlagen fühlen, dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt zum Entgiften! Was hinter dem Begriff steckt und wie Sie die natürlichen Entgiftungsvorgänge in Ihrem Körper unterstützen können, erfahren Sie hier.


Jede Sekunde fallen in unserem Körper Abfallprodukte an. Sie entstehen durch unseren Stoffwechsel, zum Beispiel bei der Energiegewinnung in unseren Zellen. Hinzu kommen noch Stoffe, die wir über die Haut oder unsere Nahrung aufnehmen.  Damit sich diese Abfallstoffe nicht in unseren Zellen anreichern und zum gesundheitlichen Problem werden, müssen sie vom Körper wieder entsorgt werden. Diesen Vorgang nennt man Entgiftung.

Mehrere Organe sind mit dieser Aufgabe betreut, allen voran Leber, Niere, Haut und Lunge. Funktionieren die Entgiftungsorgane einwandfrei, ist alles im grünen Bereich. Doch kommt das Reinigungssystem ins Stocken und/oder steigt die Belastung mit Umweltgiften, Schadstoffen oder Säuren, gerät unser Körper aus der Balance. Müdigkeit, Abgeschlagenheit, Kopfschmerzen oder andere Befindlichkeitsstörungen können eine Folge davon sein.

Mit diesen Tipps unterstützen Sie Ihren Körper aktiv bei der Entgiftung!

Lungen entgiften: Am besten mit Bewegung!

Bewegung, vor allem an der frischen Luft, bringt alle Entgiftungsorgane in Schwung. Durch die erhöhte Atemfrequenz entgiftet die Lunge besser, über unseren Schweiß werden Giftstoffe ausgeschieden und durch den dadurch verbesserten Stoffwechsel profitieren Organe wie Leber, Niere und Darm. Jeden Tag eine halbe Stunde Bewegung sollte es mindestens sein, besser eine ganze Stunde. Leichte Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren, Walken oder Schwimmen eignen sich am besten. Wichtig ist, dass die Schweißproduktion in Gang kommt.

Ölziehen – Entgiften nach ayurvedischem Vorbild

Ölziehen ist eine uralte ayurvedische Methode um Gifte und schädliche Mikroorganismen loszuwerden. In letzter Zeit erfreut sich das Ölziehen wieder wachsender Beliebtheit – und das aus gutem Grund:  Ölziehen kann jeder für sich selbst ausprobieren. Dazu nehmen Sie einen Esslöffel pflanzliches Öl in den Mund und spülen damit bis zu zwanzig Minuten. Dabei ziehen Sie das Öl durch die Zähne, spülen von einer Seite zur anderen oder kauen darauf herum.

Ich empfehle kaltgepresstes Kokosöl dafür, da es sehr angenehm schmeckt. Auf jeden Fall sollte es aber ein natives, also kaltgepresstes Öl sein (z. B. Olivenöl, Sesamöl, Leinöl etc.). Sie müssen auch nicht von Beginn an die zwanzig Minuten durchhalten – tasten Sie sich ruhig heran und gewönnen Sie sich an das Gefühl, das Öl im Mund hin und her zu ziehen. Im Anschluss spucken Sie das Öl komplett aus und putzen Ihre Zähne.

Wasser am Morgen regt die Entgiftung über die Nieren an

Wer morgens nach dem Aufstehen ein Glas Wasser trinkt, bringt seinen Stoffwechsel und damit seine Entgiftungsorgane gleich richtig in Schwung. Das Wasser füllt die Flüssigkeits-Reserven wieder auf, die über Nacht verbraucht wurden. Vor allem die Nieren und der Kreislauf profitieren davon. Wer den Effekt noch verstärken will, kann ins Wasser den Saft einer halben ausgepressten Zitrone oder etwas Apfelessig geben.

Grüne Kraft aus der Natur: Brennnessel und Löwenzahn

Brennnessel helfen beim Entgiften

Wer zur Entgiftung die Kraft der Natur nutzen möchte, kann sich an einigen Wildkräutern bedienen. Vor allem Brennnessel und Löwenzahn eignen sich dafür. Brennnesselblätter lassen sich entweder wie Spinat zubereiten, oder Sie brühen daraus einen wohltuenden Tee. Die Inhaltsstoffe der Brennnessel spülen die Nieren durch und fördern so die Entgiftung. Auch auf das Blut wirken sie reinigend. Ernten lassen sich die Brennnesselblätter übrigens am besten mit Handschuhen. Verarbeitet besteht keine Gefahr mehr, sich zu brennen.

Löwenzahn mit seinem leicht bitteren Geschmack kurbelt die Gallensaftproduktion an und unterstützt damit die Verdauung. Im Frühling lassen sich die ungeöffneten Knospen ernten und verzehren, von Frühling bist Herbst die Blätter. Sie schmecken gut im Salat und erinnern an Rucola.

Leber entgiften mit Mariendistel

Die Mariendistel ist für Ihre leberschützende und -unterstützende Wirkung bekannt. Als Hauptentgiftungsorgan wird der Leber bei jeder Entgiftungskur besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Neben dem Verzicht auf Alkohol, Fast Food und Zigarettenrauch kann man die Leber am besten mit dem Wirkstoff der Mariendistelfrüchte, dem Silymarin, unterstützen. Kapseln oder Säfte mit Mariendistelextrakten finden Sie im Reformhaus, Biomarkt oder auch in der Apotheke.

Entgiftung pur: Entlastungstage einplanen

Hin und wieder bietet sich ein Entlastungstag an, um dem Körper Zeit zur Entgiftung und Regeneration zu gönnen.  Nehmen Sie an diesem Tag nur Wasser, ungesüßte Tees, Säfte, Gemüsesuppen und Gemüse zu sich. Achten Sie dabei auf gute Qualität um den Körper auch wirklich zu entlasten. Einen Entlastungstag können Sie einmal die Woche oder auch einmal pro Monat durchführen.

Pestizide, Zusatzstoffe und stark verarbeitete Lebensmittel meiden

Wer gesund entgiften möchte, sollte vor allem darauf achten, so wenig belastete Lebensmittel wie möglich aufzunehmen. Neben den ganz normalen Stoffwechselprodukten, die bei jedem Menschen entstehen, belasten vor allem Pestizide, Schadstoffe und Zusatzstoffe den Organismus zusätzlich. Diese Entgiftungsleistung können wir unserem Körper ersparen, indem wir möglichst wenig von diesen Stoffen zuführen. Das Konzept des Clean Eatings fußt auf genau diesen Pfeilern. Die 10 Regeln des Clean Eatings haben wir Ihnen hier zusammengefasst.

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Cora Högl

Cora Högl

ist seit 2013 Redakteurin bei LaVita. 2016 machte sie die Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin (IHK). Privat liebt sie es gesund zu kochen - lässt sich aber auch sehr gerne bekochen. Die so gewonnene freie Zeit verbringt sie dann am liebsten mit ihren Hunden in der Natur oder im eigenen Garten.

19 Kommentare
  1. Lutz Anton sagt

    Vielen Dank für die tollen Tipps!

    Einiges davon setze ich schon um, die anderen Tipps werden mit in den Tagesablauf integriert.

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Es freut mich sehr, dass Sie in meinem Artikel fündig geworden sind. Natürlich würde es mich sehr interessieren, welche Erfahrungen Sie damit machen 🙂 Bis dahin alles Gute Ihnen! Herzliche Grüße, Cora Högl

  2. Margaretha Geyer sagt

    Dem Kommentar von Michael Mueller kann ich mich nur anschließen: lehrreich und hilfreich sind die Artikel.

  3. Marlies Lebegern sagt

    Wir haben uns mit o.g. Kräutern und noch einigen mehr,schon einen idealen Tee zum entgiften zusammengestellt. La Vita ist auch beiner Histaminintoleranz gut verträglich

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Hallo Frau Lebegern, das ist ja interessant! Vielleicht mögen Sie uns das Rezept ja mit uns teilen? Würde mich sehr freuen 🙂 Viele Grüße, Cora Högl

  4. Klaus hochenegget sagt

    Ein sehr guter Artikel. Bei mir wurde zufällig eine metallbelastung aus Blei und Aluminium im Körper getestet. Was kann ich speziell hierfür tun um mich gezielt zu entgiften? Viele Grüße Klaus

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Hallo Klaus, vielen Dank für Ihren Kommentar! Mit der Ausleitung von Blei oder Aluminium habe ich leider keine Erfahrung und kann Ihnen daher auch keinen Rat geben. Am besten wenden Sie sich hier an Ihren Therapeuten. Herzliche Grüße, Cora Högl

  5. Tinnitus sagt

    Hallo,
    zum Thema Ölziehen:
    Ich habe dieses Jahr in „Vorbereitung“ des Heuschnupfens, also Ende März bis April auf Rat hin jeden morgen mit Leinöl ca. 10 min das Ölziehen praktiziert. War mir in diesem Zusammehang neu. Ergebnis, dieses Jahr nahezu keine Probleme. Es muss in diesen Fall Leinöl sein, warum, keine Ahnung. Außerdem gehe ich im Mai/juni immer 5x in eine Salzgrotte.
    Bin dieses Jahr sehr gut über die Zeit gekommen. Ob es nun nur am Ölziehen oder der Salzgrotte oder an beiden gelegen hat, wird im dunkeln bleiben. ev. auch günstige Wetterlage?
    Gruß
    Harald

  6. Yvi sagt

    Hallo,
    habe gerade den Beitrag vom Heuschnupfen gelesen. Sehr interessant!
    Ich habe jedes Jahr sehr drunter zu leiden.
    Probiere es mal aus.
    Cora, was passiert da genau mit dem „Ölziehen“?
    Lieben Gruß
    Yvi

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Hallo Yvi, danke für Ihren Kommentar. Das freut mich sehr! Beim Ölziehen werden schädliche Bakterien, Schadstoffe oder Ablagerungen aus dem Mundraum gebunden. Durch das Ziehen, Spülen und Kauen auf dem Öl gelangt es in jede Lücke und sogar bis in die Zahnfleischtaschen. Am Ende werden alle unerwünschten Stoffe mit dem Öl ausgespuckt. Danach sollten Sie kurz Zähneputzen (mit oder ohne Zahnpasta). Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage beantworten! Viele Grüße, Cora

  7. Brigitte Panhans sagt

    Vieles habe ich schon ausprobiert und wieder vergessen. Ihre Ausführungen sind sehr gut und ermuntern wieder etwas für seinen Körper zu tun. Vielen Dank für die Motivationen.

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