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Jetzt Beerenobst essen: Heimische Superfoods haben Hochsaison!

Beerenobst ist ein wahres heimisches Superfood

Naschen mit bestem Gewissen – Beerenobst ist der gesündeste Snack des Sommers! Ob aus dem Garten oder dem Biomarkt: In der warmen Jahreszeit haben die kleinen Früchte Hochsaison und das bedeutet pure Vitaminpower für unseren Körper. Gesundheit, Schönheit und voller Geschmack: Es gibt kaum etwas, was die Beeren nicht bieten. Erfahren Sie hier alles über die heimischen Superfoods.

Beerenobst aus dem heimischen Garten

„Willst du immer weiter schweifen? Sieh, das Gute liegt so nah, Lerne nur das Glück ergreifen, denn das Glück ist immer da.“ Ob Johann Wolfgang Goethe damals über unser Beerenobst geschrieben hat? In Zeiten exotischer Superfoods passt sein Vers zumindest wie die Faust aufs Auge. Schließlich ist der Hype um exotische Pflanzen und Früchte wie Acai, Aronia und Gojibeeren aus fernen Ländern gerade groß. Doch das Schöne ist: Unsere mitteleuropäischen Beeren und Pflanzen stehen den exotischen Beeren in nichts nach.

Himbeeren, Brombeeren, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Erdbeeren, Holunderbeeren und Preiselbeeren zeichnen sich durch eine außergewöhnlich hohe Konzentration an Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen aus. Die Auswahl an Beerenobst ist so groß, dass dieser bunte Beerencocktail den gesamten Körper positiv beeinfluss kann.

Der Mix macht’s!

Jede Beere hat dabei ganz besondere Vorzüge. So hat die Heidelbeere zum Beispiel einen besonderen Farbstoff, der dem Darm hilft, Krankheitserreger abzuwehren. Johannisbeere und Erbeere sind dagegen wahre Vitamin-C-Bomben. Nutzen Sie die Vielzahl an Beerenobst und die Vielzahl ihrer Vitalstoffe für einen gesunden Mix in der Küche.

Sie brauchen dazu nicht unbedingt einen eigenen Garten mit Beerenbeeten. Greifen Sie ruhig auch zu tiefgekühlten Beerenmischungen. Da die Früchte direkt nach der Ernte tiefgefroren werden, sind alle wertvollen Inhaltsstoffe enthalten. Tiefkühlbeeren haben oft sogar mehr Vitamine als die Beeren aus der Obstabteilung.

Allgemein gilt: Beerenobst ist gut für Stoffwechsel und Immunsystem, kann Gefäße und Herz stärken und ist durch den hohen Ballaststoff- und Wasseranteil auch ein gern genutzter Diäthelfer.

Forscher haben sogar herausgefunden, dass ein hoher Beerenkonsum mit mentaler Fitness im Alter in Zusammenhang steht. Man vermutet, dass das bestimmte sekundäre Pflanzenstoffe bewirken.

Beerige Übersicht

Botanisch zählen die meisten Früchte, die wir Beeren nennen, gar nicht zu den Beeren. Man unterscheidet hier zwischen Schließfrüchten, Sammelfrüchten und Steinfrüchten. Nur die Schließfrucht gilt als echte Beere. Sie haben ihre Samen innerhalb der Schale und nicht auf der Haut.

Um Missverständnissen entgegenzuwirken hat man daher den Überbegriff „Beerenobst“ ins Leben gerufen. Zum Beerenobst gehören alle optisch sich ähnelnden Früchte, die klein, weich und rundlich sind. Mehr zu den einzelnen Beereobstsorten erfahren Sie im Folgenden.

Brombeere

Die Brombeere gehört zu den Rosengewächsen und ist eine Sammelsteinfrucht. Sie ist reich an Pflanzenfarbstoffen und hat einen hohen Eisengehalt. Nach der Ernte sollten Sie die Früchte schnell verzehren oder einfrieren, da sie recht empfindlich sind.

Ernte: August bis Oktober

Erdbeere

Die Erdbeere gehört ebenfalls zu den Rosengewächsen, ist aber eine Sammelnussfrucht. Die roten Früchte eigenen sich hervorragend als süßer Belag von Kuchen, Desserts oder als Rohkost. Durch die weiche Konsistenz der Erdbeere empfiehlt es sich nicht, sie einzufrieren – aufgetaut sind die Früchte sehr matschig. Aber frisch machen sie durch einen hohen Anteil an Flavonoiden und Ellagsäure auf sich aufmerksam.

Ernte: Mai bis Juli

Johannisbeere

Es gibt rote, weiße und schwarze Johannisbeeren. Sie gehören alle zu den Schließfrüchten und sind deshalb echte Beeren. Die rote Sorte ist die säuerlichste im Geschmack.

Die kleinen Beeren sind wahre Vitaminbomben und schmecken nicht nur in Süßspeisen, sondern auch in der Salatküche. Die Johannisbeere lässt sich übrigens mit der Stachelbeere kreuzen. So entstehen dann die Jostabeeren.

Ernte: ab Mai, die schwarzen Johannisbeeren gibt es bis September

Heidelbeere

Auch als Blau- oder Schwarzbeere bezeichnet, ist die Heidelbeere die meistgegessene Beere weltweit. Unsere im Handel erhältlichen Kulturheidelbeeren stammen jedoch von der amerikanischen und nicht von der europäischen Heidelbeere ab. Letztere hat den Farbstoff nicht nur in der Schale, sondern auch im Fruchtfleisch. Die amerikanische Sorte hat dagegen ein helles Fleisch, ist weniger aromatisch, dafür aber widerstandsfähiger und viel größer. Dagegen ist die Konzentration an sekundären Pflanzenstoffen und Vitaminen in der europäischen, kleinen Beere deutlich höher. Fragen Sie darum den Verkäufer ihres Vertrauens nach dem Ursprung oder sammeln Sie selber im Wald.

Ernte: Mai bis August

Himbeere

Ebenfalls zu den Rosengewächsen gehört die Himbeere. Sie ist, wie die Brombeere, eine Sammelsteinfrucht. Die Pflanze wächst sogar noch in Westsibirien und gilt als sehr resistent.

Die Frucht an sich ist aber empfindlich und sollte nach der Ernte schnell verzehrt werden. So kommen Sie auch noch in den Genuss des außergewöhnlich hohen Vitamin C- und Magnesiumgehalts. Auch die Blätter der Himbeer-Pflanze haben eine gesundheitliche Wirkung: Himbeerblättertee kann bei verschiedenen Frauenleiden helfen.

Ernte: Mai bis August

Holunderbeere

Um den Holunderstrauch ranken sich viele Mythen und Sagen. Er galt zum Beispiel lange als der Baum des Lebens. Außerdem ist die Pflanze als Heilpflanze gelistet und die Beeren haben einen hohen Anteil an gesunden ätherischen Ölen.
Die Beeren sollten Sie sofort nach der Ernte verzehren oder weiterverarbeiten, sie gären sonst und werden ungenießbar. Sehr beliebt ist z. B. der Holunderbeerensirup: Dazu einfach Beeren, Zucker und Wasser im Verhältnis von 1:1:1 mit etwas Zitronensaft mischen und pürieren. Danach den Sirup aufkochen, wieder abkühlen lassen und in Gläser füllen. Lecker!

Ernte: August bis Oktober

Preiselbeere

Die Preiselbeere gehört zu der Gattung der Heidelbeeren und ist damit ebenfalls eine so genannte „echte Beere“. Die roten Früchte kommen selten roh auf den Tisch, wir kennen sie als Marmelade oder Soße zu Schnitzel und Wild. Gesund sind diese Beilagen dennoch, denn die Preiselbeere enthält viel Kupfer und andere gesunde Nährstoffe. Im Volksmund ist die Preiselbeere darum auch bekannt als scharlachrote Medizin. Zu Preiselbeerblättertee raten Apotheker gerne bei Harnwegsinfekten.

Ernte: August bis Oktober

Stachelbeere

Die süßsauren Schließfrüchte gibt es in vier Farben: Grün, gelb, weiß und rot. Doch alle haben eins gemeinsam: Sie haben nach den Trauben den zweithöchsten Zuckergehalt. Die rohe dicke Schale ist für manche Beerenliebhaber nur schwer verdaulich. In diesem Fall können Sie die Beeren pürieren oder als Marmelade einkochen. So profitieren Sie vom hohen Vitamin-C-Gehalt und den Ballaststoffen der Beeren.

Ernte: Juli und August

Für alle Beeren gilt:

  • Achten Sie beim Einkauf oder Sammeln von frischen Beeren auf unversehrte und schön glänzende Schalen. Sind die Schalen „verletzt“, schimmelt das Beerenobst sehr schnell.
  • Waschen Sie Beerenobst indem Sie die Früchte in Wasser tauchen und nicht lange rubbeln oder im Wasser stehen lassen. Sonst saugen sie sich mit Wasser voll und das Aroma ist nicht mehr vollmundig im Geschmack.
  • Bewahren Sie die Beeren anschließend im Kühlschrank auf. Das verhindert Fruchtfliegen und schnelles Schimmeln.

Kennen sie schon unsere leckeren Rezepte mit Beeren?

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Sara Zeitlmann

Sara Zeitlmann

arbeitet seit 2002 als Redakteurin und liebt es die Geschichte hinter einer Geschichte zu sehen. Zu ihren Lieblingsthemen gehört dabei schon immer alles, was sich mit Gesundheit und Natur beschäftigt. Bis zur Babypause 2014 war sie weltweit fürs Fernsehen unterwegs, jetzt bleibt sie lieber in der Nähe der Familie, ihrem Kräutergarten und schreibt u. a. als Gast-Autorin für den LaVita Blog.

2 Kommentare
  1. Ilona Kock sagt

    Frage zum Holunderbeerensirup:
    Bisher bin ich davon ausgegangen, dass Holunderbeeren vor dem Verzehr gekocht werden müssen. In Ihrem Tip „Holunderbeerensirup“ werden die Zutaten nur durch Pürieren miteinander vermengt. Gibt’s nach Genuss dieses Sirups garantiert keine Bauchschmerzen?

    • Cora Högl
      Cora Högl sagt

      Hallo FRau Kock, vielen Dank für den Hinweis! Sie haben Recht, der Sirup muss vorher erhitzt werden. Wir haben das im Artikel angepasst. Herzliche Grüße, Cora Högl

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