Ältere Beiträge, Ernährung, Lifestyle
Kommentare 1

Diese Web-App zeigt Ihnen, wie sich Europa ernährt

Wie sieht die Ernährung in Europa aus.

Was essen wir eigentlich den ganzen Tag? Die wenigsten Menschen dürften darüber genau Bescheid wissen – und natürlich noch weniger, was andere so verzehren. Eine interaktive Web-App zeigt jetzt, wie sich die Deutschen im Vergleich zu ihren europäischen Nachbarn ernähren.

Wir stellen Ihnen hier die interessantesten Erkenntnisse vor.

Obst- und Gemüsekonsum in Europa – Mediterrane Kost kommt Empfehlungen am nächsten

Beim Verzehr von Obst und Gemüse haben die Spanier klar die Nase vorn. Mit knapp 770 g pro Tag scheinen sie gut versorgt mit den pflanzlichen Fitmachern. Selbst Italien macht mit immerhin 424 g pro Tag noch eine ganz gute Figur – auch wenn die empfohlene tägliche Mindestmenge von Obst und Gemüse 650 g betragen (Quelle: DGE). Umso mehr fallen dazu im Vergleich Staaten wie Frankreich, Großbritannien und Deutschland ab. Hier ist der Konsum an Obst und Gemüse insgesamt deutlich zu niedrig.

Fleischkonsum in Europa.

Fleisch und daraus produzierte Produkte – große Unterschiede, aber alle zu viel

300-600 g pro Woche gilt laut DGE als gesunde Grenze für den regelmäßigen Fleischkonsum. Das entspricht rund 40-85 g pro Tag. Diese Grenze überschreiten allerdings alle EU-Staaten in der Liste. Deutschland liegt mit „nur“ 114 g zwar im Mittelfeld, trotzdem wird auch hier zu viel Fleisch gegessen. Im Schnitt sind es täglich 50 g zu viel – so viel wiegt in etwa ein Wiener Würstchen.

Industriell verarbeitete Nahrungsmittel in Europa.

Industriell vorgefertigte Produkte und Fertiggerichte – Deutschland schlägt alle um Längen

Deutschland ist Spitzenreiter beim Konsum von industriell verarbeiteten Lebensmitteln! Kein besonders erfreulicher Erfolg. Durchschnittlich 74 g davon isst jeder Deutsche pro Tag. Das ist in etwa so viel, wie wenn alle vier Tage eine Tiefkühl-Pizza auf dem Speiseplan steht. Weit hinter Deutschland reihen sich Spanien und Tschechien ein. Bemerkenswert auf den unteren Plätzen: In Großbritannien und Frankreich scheinen industriell vorgefertigte Produkte bei der Ernährung keine große Rolle zu spielen. Wird hier vielleicht sogar noch selbst gekocht?

Gesundheit der Menschen in Europa.

App bietet auch Informationen zum europäischen Lebensstil

Neben den einzelnen Lebensmittelgruppen sind auch die Zahlen zum Gesundheitszustand der Europäer spannend. So geben immerhin 78 Prozent der Briten und 75 Prozent der Spanier an, sich gesund zu fühlen. Deutschland liegt hingegen mit 65 Prozent zusammen mit Italien auf einem unteren Platz. Nur in Tschechien fühlen sich die Menschen noch ungesünder.

Lebenserwartung in Europa.

Lebenserwartung in Europa – Spanien und Italien ganz oben

Hätten Sie gedacht, dass die Menschen in Spanien und Italien in Europa am längsten leben? Mit über 82 Jahren durchschnittlicher Lebenserwartung führen diese beiden Länder die Liste an. Frankreich folgt dicht dahinter mit 81,8 Jahren. In Deutschland haben wir laut den Daten eine Lebenserwartung von 80,7 Jahren.

Genug Zeit also, uns über unsere alltägliche Ernährung immer mal wieder Gedanken zu machen.

Über die How-european-are-you-App

Die App wurde von Qlik gemeinsam mit Dr. Pablo Calderon Martínez, Dozent für European Studies am Kings College in London erstellt. Die Daten für die Statistiken liefert die EFSA (The EFSA Comprehensive European Food Consumption Database).

Wenn Sie sich über weitere Zahlen und Lebensmittelgruppen informieren möchten, können Sie einfach hier in der englischsprachigen Online-App selbst Hand anlegen: www.howeuropeanareyou.eu/de/zur-app (Die Ernährungsstatistiken finden Sie im unteren, grünen Bereich: „How do Europeans eat and drink“)

Print Friendly, PDF & Email

Cora Högl

Cora Högl

ist seit 2013 Redakteurin bei LaVita. 2016 machte sie die Ausbildung zur ganzheitlichen Gesundheitsberaterin (IHK). Privat liebt sie es gesund zu kochen - lässt sich aber auch sehr gerne bekochen. Die so gewonnene freie Zeit verbringt sie dann am liebsten mit ihren Hunden in der Natur oder im eigenen Garten.

1 Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.