Für immer jung: Unser Lebensstil bestimmt wie schnell wir altern.

Für immer jung – wie Mediziner das Altern aufhalten wollen

Gesund und vital: ein Leben lang? Es klingt nach einer Fiktion, aber Forscher sind der Entschlüsselung des Alterns längst auf der Spur. Und: Dieses Anti-Aging gibt es nicht als Pille - es steckt in unseren Zellen! Telomere sind die "Schutzkappen", die unseren Körper und unser Erbgut vor den Abnutzungen der Zeit schützen.

von Dunja Rieber

  • Unser biologisches Alter zurückdrehen? Die Nobelpreisträgerin Elisabeth Blackburn hält das für möglich.
  • So genannte Telomere können unsere Zellen vor Alterung schützen. Sie schützen unser Erbgut – und wenn wir sie pflegen, können sie den Alterungsprozess verlangsamen, so die Forscherin.
  • Stress, Ernährung, soziale Beziehungen, Bewegung und Schadstoffe spielen dabei eine Rolle.

Es ist nicht die Frage wie alt wir werden, sondern WIE wir alt werden – schrieb der Bestsellerautor Bas Kast in seinem Ratgeber über gesunde Ernährung. Da ist viel Wahres dran. Dass wir altern gehört natürlich zum Leben dazu und ist menschlich. Doch seit jeher beschäftigt sich der Mensch damit, wie man diesen Alterungsprozess des Körpers aufhalten oder zumindest verlangsamen kann – denn ein längeres Leben wollen wir alle, alt sein jedoch nicht.

Mediziner entschlüsseln das Altern

Das Thema interessiert auch Forscher weltweit. Und sie haben eine bahnbrechende Entdeckung gemacht, die sogar mit dem Nobelpreis belohnt wurde. Letztlich sind es immer unser Erbgut und unsere Zellen, die über gesund oder krank entscheiden. In jungen Jahren funktionieren beide in der Regel einwandfrei. Je älter wir werden, umso anfälliger werden Zellen und DNA für Veränderungen. In unserer alternden Gesellschaft mit einer möglichen maximalen Lebensspanne von 120 Jahren sind es diese Veränderungen in unseren Zellen, die unseren Körper altern lassen und im Laufe der Zeit durch “Fehlfunktionen” auch Krankheiten entstehen lassen können.

Je “fitter” unsere Zellen, desto gesünder

Und Forscher sind bereits dabei zu entschlüsseln, welche Mechanismen dahinterstecken und wie wir uns davor schützen können. Die Molekularbiologin Elisabeth Blackburn fand heraus, dass unser Erbgut mit kleinen “Schutzkappen” ausgestattet ist. Das kann man sich so vorstellen: Die so genannten Telomere, verhindern – ähnlich wie Kunststoff-Schutzkappen bei Schnürsenkeln – das Ausfransen unseres Erbguts, der DNA, die unsere Gene trägt. Je unbeschädigter unser Erbgut, desto “fitter” unsere Zellen – und desto besser unsere Gesundheit. Neugeborene haben noch sehr lange Telomere, mit jeder Zellteilung werden sie kürzer und bei Senioren sind sie schließlich nur noch halb so lang.

Was bedeutet dies aber für Hundertjährige, die sich bester Gesundheit erfreuen? Tatsächlich konnten Genetiker nachweisen, dass die Telomere mit zunehmendem Alter schrumpfen. Aber: Diejenigen mit den längsten Schutzkappen hatten eine höhere Lebenserwartung. Sie lebten rund fünf Jahre länger (Lancet. 2003 Feb 1;361(9355):393-5).

An unserer biologischen Uhr lässt sich drehen

Heute prognostiziert uns das Statistische Bundesamt eine durchschnittliche Lebenserwartung von über 80 Jahren. Doch warum altern manche schneller als andere und warum sind einige 80-jährige so fit wie mancher 60-jähriger? Rein chronologisch können Menschen gleich alt sein, biologisch und körperlich gesehen, können Jahrzehnte Unterschied zwischen zwei Personen liegen. Das biologische Alter beschreibt dieses Phänomen. Und auch hierbei spielt das Prinzip der Telomere eine große Rolle. Denn letztlich sind es wieder Veränderungen in unserem Erbgut, die die “Fitness” unserer Zellen beeinträchtigen – und damit typische Alterskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen beeinflussen.

Die Formel für ein langes Leben

Die gute Nachricht: Wir können unser biologisches Alter und unsere Lebenserwartung aktiv beeinflussen. Nobelpreisträgerin Blackburn hat in jahrelanger Forschungsarbeit untersucht, welche Faktoren die Schutzkappen unseres Erbguts schädigen und welche helfen, sie möglichst lange zu erhalten. Mit diesem Wissen gibt uns die Altersforscherin einige gute Tipps, was wir im Alltag für ein längeres, gesundes Leben tun können:

Altersforschung: Das hält uns jung

  • gute soziale Beziehungen, schöne Erlebnisse mit anderen zusammen, Hilfsbereitschaft, Wohnen in einer lebendigen Nachbarschaft.
  • Eine ausgewogene, gesunde Ernährung mit viel frischem, pestizid- und schadstofffreiem Gemüse und Obst (so wie wir es auch für unser LaVita Saftkonzentrat verwenden) sowie reichlich Vollkorn, Nüssen und Hülsenfrüchten.
  • Pausen, Achtsamkeit, ausreichend Schlaf (mind. 7 Stunden), regelmäßige Bewegung.

Besser vermeiden: Diese Dinge machen alt

  • Leben gegen den persönlichen Biorhythmus, chronischer Stress, Schlafmangel, sitzende Tätigkeiten sowie weniger Multitasking.
  • Rauchen, Chemikalien, Schadstoffe und UV-Strahlung.
  • Fertiggerichte, verarbeitete Fleischprodukte, Zucker, Weißmehl und andere leere Kalorien.

Nur das Beste aus der Natur! Für unser LaVita verwenden wir wahre Schätze aus der Region: Alte, heimische Obstsorten und unser saisonales Gemüse. Ein Beispiel hierfür ist der Lallinger Winkel, ein Naturparadies im Bayerischen Wald. Auf seinen Streuobstwiesen reifen alte Apfelsorten, allesamt reich an Polyphenolen und gut verträglich. Unser Gemüse beziehen wir aus Süddeutschland. Möhren und Rote Bete wachsen auf den nährstoffreichen Böden im Nördlinger Ries in Schwaben und sind Naturland zertifiziert. Schauen Sie selbst, wo z. B. unsere leckeren Äpfel herkommen:

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Dunja Rieber

ist Ernährungswissenschaftlerin und schreibt seit 2018 für den LaVita-Blog. Ihr Grundsatz für eine gesunde Ernährung: Von allem ein bisschen, von nichts zu viel. Beim Kochen soll es frisch und möglichst ausgewogen sein - aber nicht zu aufwändig, denn im Alltag mit zwei kleinen Töchtern bleibt nicht viel Zeit, um lange in der Küche zu stehen.

4 Kommentare

  • Christiana Böhn

    Der Artikel ist gut aber für mich nicht neu. Ich will nicht unbedingt alt werden, aber ich will ohne Asthma leben. Für oder gegen jede Krankheit werden ständig überall Artikel veröffentlicht – warum nicht gegen Asthma?

  • Hallo Christina,
    bitte lies mal das Buch: Die Heilung der Mitte: Die Kraft der Traditionellen Chinesischen Medizin 25. Juni 2018 von Georg Weidinger
    Das wird Dir gegen Asthma weiterhelfen, denn er schreibt darüber, weil er es selbst hatte.

    Eine gute Zeit

  • Sehr interessanter Artikel.
    La Vita nehme ich schon seit längerem und habe das Gefühl es wirkt positiv auf meine Augen. Nach einer Operation ist die Sehkraft von 5% wieder auf unerwartete 32% gestiegen. Nach der Operation habe ich drei Monate lang 3 x tägl. La Vita genommen, danach einen Monat lang 2 x und jetzt wieder 1 x täglich.
    Ich habe noch eine Frage zu den Fertiggerichten, die gemieden werden sollten.
    Fallen die FROSTA Produkte auch unter die “schädlichen” Fertigprodukte?

  • Seit ich “Der Brandner Kaspar und das ewige Leben” als Jugendliche im Fernsehen gesehen habe, bin ich geheilt von dem Gedanken sehr alt werden zu wollen. Und hoffe auf das Sprichwort “Wen Gott liebt, den holt er jung”…

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