Vitamin B6 (Pyridoxin)
Vitamin B6 wird aus der Nahrung aufgenommen und im Körper zu seiner aktiven Form als Coenzym Pyridoyla-5-Phosphat (PLP) umgeformt. Die Aktivierung von Vitamin B6 verlangt einen angemessenen Status an Zink- und Vitamin B2. PLP ist die häufigste Form von Vitamin B6 in der Blutbahn und wirkt als Coenzym bei mehr als 100 metabolischen Prozessen im Körper. Die Speicherkapazität von Vitamin B6 im gesamten Körper ist nicht sehr umfangreich (nur 150 mg), sodass eine regelmäßige tägliche Zufuhr an Vitamin B6 unumgänglich ist, wenn man es nicht zu Mangelerscheinungen kommen lassen möchte.
Funktionen von Vitamin B6
Erhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels: Vitamin B6 ist notwendig für die Umwandlung von Protein- und Kohlenhydratspeichern zu Glukose, die für die Aufrechterhaltung eines normalen Blutzuckerspiegels zwischen den Mahlzeiten sorgt.
Wirksamkeit der roten Blutkörperchen: Vitamin B6 ist wesentlich für die Bildung von Hämoglobin und für den Sauerstofftransport durch die roten Blutkörperchen.
Fett-Stoffwechsel: B6 spielt eine entscheidende Rolle im Fett-Metabolismus. Es ist wichtig für die Synthese von Fetten, die die Markscheide (Myelinscheide) für den Schutz des Nervenmarks bilden.
Ursachen für einen Vitamin B6 Mangel
Chronische Erkrankungen: Ein Vitamin B6-Mangel tritt oft als Begleiterscheinung von vielen chronischen Krankheiten wie Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Nierenversagen, rheumatische Arthritis sowie Brust-, Blasen-, und Lymphdrüsenkrebs auf.
Aufnahme von Protein in großen Mengen erhöht den Bedarf an Vitamin B6.
Hohes Alter: Ältere Menschen neigen zu einer Vitamin B6-armen Ernährung. Außerdem verwerten sie Vitamin B6 schlechter als jüngere Menschen.
Vitamin B6 Nahrungsmittel:
Käse, Sojabohnen, Milch, Joghurt (natur), Vollmilch, Brokkoli, Lauch, Orangen, Weizenvollkorn



